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Wien - Der in Wien und Frankfurt börsenotierte Online-Sportwettenanbieter bet-at-home hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. In den ersten drei Quartalen 2011 schrumpfte der Überschuss auf 2,84 Mio. Euro nach 4,61 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Im dritten Quartal verdiente das Unternehmen nur 0,35 Mio. nach 5,09 Mio. Euro. Neue Wettsteuern und Glücksspielabgaben u. a. in Österreich belasteten das Ergebnis. Der kleine Konkurrent des austro-britischen Glücksspielriesen bwin.party investiert dennoch kräftig in Werbung.
Obwohl heuer kein sportliches Großereignis stattfand, sei der kumulierte Werbeaufwand für die ersten drei Quartale mit 28,85 Mio. Euro nahezu stabil geblieben (Vorjahr: 28,66 Mio.), teilte das Unternehmen am Montag ad hoc mit. Vor allem im dritten Quartal schlug dies aber auf das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda): Dieses sackte auf 0,92 Mio. Euro nach 7,01 Mio. Euro ab. Das Neunmonats-Ebitda ging auf 4,75 Mio. (6,61 Mio.) Euro zurück. 2010 hatte die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika Wettanbietern satte Zusatzumsätze beschert; ein WM-Jahr gilt in der Branche als eines mit 13 Monaten.
Den bei Glücksspielanbietern relevanten Nettospielertrag hielt bet-at-home in den ersten neun Monaten bei 47,86 Mio. nach 47,78 Mio. Euro stabil. Im dritten Quartal erreichte der Nettospielertrag 16,43 Mio. nach 16,65 Mio. Euro. Die Wett- und Gamingumsätze legten in den ersten neun Monaten um 23,5 Prozent auf 1,29 Mrd. Euro zu, im dritten Quartal um 18,9 Prozent auf 423,3 Mio. Euro.
bet-at-home hatte sich kürzlich in Österreich um die erstmals EU-weit ausgeschriebene Lotterielizenz beworben, allerdings erfolglos. Zum Zug gekommen sind nämlich wenig überraschend die Österreichischen Lotterien.(APA)
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