Klage von 7-Jährigem: Prozess geht weiter

21. November 2011, 10:31

Nach angeblichen Übergriffen durch Volksschuldirektor wollen Eltern 3.500 Euro Schmerzensgeld

Linz  - Der Prozess um einen siebenjährigen Buben, dessen Eltern nach angeblichen tätlichen Angriffen durch einen Volksschuldirektor die Republik geklagt hatten, wird heute, Montag, in Linz fortgesetzt. Geplant sind die Einvernahme des mittlerweile pensionierten Pädagogen, der zwei Vorfälle zugibt, und des Vaters des Schülers. Zudem wurde ein Kinderpsychiater mit der Erstellung eines Gutachten beauftragt. Die Eltern wollen 3.500 Euro Schmerzensgeld.

Dem Ehepaar waren außergerichtlich zunächst 200 und dann 500 Euro angeboten worden - ohne Erfolg. "Uns geht's nicht ums Geld, uns geht's um ganz andere Dinge", erklärte der Anwalt der Eltern, Kurt Lichtl. Es müsse klargestellt werden, dass das Verhalten des Lehrers - wie von der Finanzprokuratur als Vertreter der Republik eingeräumt - nicht nur rechtswidrig, sondern auch schuldhaft war. In der Klagebeantwortung heißt es, dass der Schüler durch sein Verhalten die Übergriffe selbst provoziert habe. Demnach treffe ihn möglicherweise eine Mitschuld. Laut Prokuraturanwalt Herbert Arzberger gelte es herauszufinden, was tatsächlich passiert ist. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 262
1 2 3 4 5 6
"Wenn jemand um eine Tachtel bettelt, soll man sie ihm großzügig verabreichen."

Eine altbewährte Erziehungsregel.

...und auf besonderen wunsch auch eine zweite oder dritte.

(nicht umsonst hieß es bei uns in der hauptschule immer: "leichte schläge auf's hinterhaupt verbessern das denkvermögen" - und g'stimmt hat's, jedenfalls aus mir ist kein trottel nicht geworden)

Mich nerven diese Familien mit ihren do*fen Kindern

echt gewaltig.

Die nicht so harmlose Ermahnung

(Wilhelm Busch):

Dies ist Plünne sein Prinzip -
oberflächlich ist der Hieb
und nur Geisteskraft allein
schneidet in die Seele ein.

Also ist der nur verbale Einschnitt in die Seele noch wirksamer als das Kopfstück. So gesehen ist also die hier vielfach vorgeschlagene Methode des guten Einredens auf den Tobenden nich unbedingt so unbedenklich

"Uns geht's nicht ums Geld, uns geht's um ganz andere Dinge"

genau, deswegen verklagen die auch die Republik

wen ich einen Kunden tätlich angreife, werde ich angezeigt und nicht mein Arbeitgeber

wia da herr so das gscher...

ein pädagoge, der nicht in der lage ist, einen 7 jährigen, in die schranken zu weisen, hat an der schule nichts verloren. natürlich gibt es ausnahmen(wenn er einen anderen schüler prügelt), aber das war hier nicht der fall.

weiters ist zu prüfen, ob die eltern nicht leicht überfordert sind, bei der erziehung ihres kindes.

Die Eltern haben absolut richtig reagiert, indem sie die kleine Tachtel in eine ordentliche Zahlung umzuwandeln.

Ein bißchenaggressiveres Verhalten des Bübchens könnte sich zur cash-cow entwickeln

Die Eltern nehmen Ihre Verantwortung gut wahr: Im Falle eines Übergriffes zeigen sie dem Kind, dass man das nicht hinnehmen muss.

Dass die Übergriffe Rechtswidrig waren, sind sich die Seiten scheinbar einig.

Die Frage geht nur noch um Schuldhaft oder nicht.

Gut, dass sowas mal durchgeklagt wird.

ihr zweiter absatz ist überlegenswert!daß eltern mit der erziehung überfordert sind kommt öfter vor als man denkt! nur nicht in konflikt mit dem spross tretten, denn das könnte seine entwicklung stören! absoluter schwachsinn!!!

Oesterreich wird amerikanisch....

every citizen a f**cking lawyer.

gewalt hat an schulen nichts verloren

geschulten pädagogen stehen feinere erziehungsmittel zu gebote.

(bösartige grimasse schneiden, die zunge zeigen, nur im äußersten notfall: spucken wie ein lama)

wenn man

sich das Verhalten mancher 7-jährigen anschaut dann wunderts mich nicht dass jemand mal die Nerven verliert. Warum muß eigentlich ein Kind in der Schule erzogen werden? Sind die Eltern nicht in der Lage dazu? Wenn ein 7-jähriger oder Älterer noch nicht in der Lage ist ruhig sitzen zu bleiben oder den Unterricht nicht zu stören, dann haben meiner Meinung nach die Eltern was falsch gemacht und sollten daher die 3.500€ Strafe zahlen.... Schauen Sie sich das Verhalten mancher Jugendlicher an, da wird einem teilweise ja schlecht.

"mal die Nerven verlieren" verstehe ich auch,

wenn mit "mal" "einmal" gemeint ist.

Mindestens zweimal, wie in diesem Fall, verstehe ich aber ganz sicher nicht mehr.

Hier geht's darum, dass ein Direktor rechtswidrige Handlungen gesetzt hat.

Das Argument "Sie haben's ja verdient" ist die übliche Ausrede der Gewaltäter.

Aber in diesem Fall hat er es WIRKLICH vedient

ach wirklich?

Anscheinend wissen sie ja mehr von der Geschichte ...

Erzaehlen sie doch mal womit er sich das "WIRKLICH" verdient hat.

Es gibt keinen Grund, der körperliche Gewaltanwendung rechtfertigen würde?

Wenn SIe sowas für gerechtfertigt haben, reden Sie mit Ihrem Arbeitgeber - der schlägt sie sicher gerne bei Bedarf. Aber lassen Sie Kinder damit unbehelligt.

Sogar die Finanzprokuratur der Republik hat zugegeben, dass das verhalten des Direktors rechtswidrig war.

Im Mittelalter hieß es noch, dass sich an Schulen "eine Menge bösartiger, liederlicher Personen zusammenfindet, die zur Übelkeit sogleich bereit und schwer zu kontrollieren sind."

Warum Kinder in der Schule erzogen werden und Eltern anstrengender Kinder nicht mit Geldstrafen belegt werden? Weil es nicht besonders klug oder realistisch wäre, sich auf die Fähigkeiten der Eltern zu verlassen oder zu glauben, Geldstrafen wären ein Zaubermittel, das Eltern zu besseren Erziehern macht oder zu vollständiger Kontrollierbarkeit von Kindern führen würde.

Hier geht's nicht um die Verfehlungen der Eltern sondern um Rechtswidriges Verhalten des Direktors.

wer bei seinem job die nerven verliert, sollte ihn aufgeben anstatt deswegen jemanden zu schlagen.

es geht um einen KLAPS nicht ums schlagen oder wurde er in die ecke geworfen oder so??

haben sie jemals eine schule besucht? wissen sie wie schwer es ist, sich 5 stunden durchgehend zu konzentrieren? mir ist das in höheren schulen noch schwer gefallen, und hier geht es um einen 7! jährigen.

und wenn ein pädagoge sich so leicht provozieren lässt, er hätte ja die eltern hinzuziehen können, hat er in der schule nichts verloren.

na

dann hoffe ich sie arbeiten keine 8 stunden am tag ...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 262
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.