"Augustin"-Verkäufer dürfen doch auf manche Adventmärkte

20. November 2011, 18:32
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Rund 200 Menschen demonstrierten am Wochenende gegen das Straßenzeitungsverbot

Wien - Rund 200 Menschen, darunter mehrere Augustin-Mitarbeiter, versammelten sich am Samstag beim Wiener Burgtheater, um - friedlich - gegen das Verbot von Straßenzeitungen auf Christkindlmärkten zu protestieren. Wie berichtet, erhielten die Augustin-Mitarbeiter, als sie bei den Veranstaltern von acht Christkindlmärkten nachfragten, ob sie ihre Zeitungen heuer zwischen den Marktstandln verkaufen dürfen, lauter Absagen. Eigentlich hätten sie sich nur absichern wollen, weil es im Vorjahr manchmal "Missverständnisse" zwischen Verkäufern und Sicherheitspersonal gegeben habe, hieß es in einer Aussendung.

Noch vor der Demonstration meldete die Obdachlosenzeitung, Akan Keskin vom Verein zur Förderung des Marktgewerbes - unter anderem zuständig für den "Adventzauber" am Rathausplatz - habe eingelenkt. Für Augustin-Verkäufer gelte das Verbot doch nicht. Die Angehörigen der Zeitung hielten dennoch am Protestmarsch fest. Der Grund: Das Straßenzeitungsverkaufsverbot gilt an manchen Plätzen nach wie vor (etwa im Alten AKH, die Begründung dort: "Alle zwei Minuten" um Geld "angegangen"zu werden sei "inakzeptabel").

Straßenzeitungsverkäufer sollten zudem nicht in "gute" und "schlechte" dividiert werden, hieß es vom Augustin. Drittens wollte man darauf aufmerksam machen, dass öffentlicher Raum in Wien zunehmend kommerzialisiert werde. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 21.11.2011)

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    Das Verbot für Straßenzeitungsverkauf auf Adventmärkten sorgte für Diskussionen.

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