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Der Doppelgänger treibt das Original vor sich her - zumindest virtuell. Werner Failmann, satirisches Double von Bundeskanzler Werner Faymann, ist die wahrscheinlich erfolgreichste Social-Media-Kampagne der vergangenen Jahre. Für November rechnet man mit dem höchsten Twitterneueinstieg in Österreich. Und tatsächlich: Failmann ist witziger, origineller - und er bringt seine Nachrichten auf den Punkt. Der, den er im Netz zu doubeln vorgibt, steigt in der Regel schlecht aus, bloßgestellt in der Kleingeistigkeit, die den Webauftritt des echten Kanzlers umweht.
Failmann ist beliebt: mehr als 4000 Follower auf Twitter, mehr als 6000 Freunde auf Facebook, die Beiträge wurden 3,5 Millionen Mal aufgerufen. Da stinkt der echte Kanzler ab: Die monatelang vorbereitete Social-Media- Kampagne Faymanns, die 200.000 Euro kostet, kann auf nicht ganz 2000 Twitter-Follower und knapp 4000 Freunde auf Facebook verweisen und hat lediglich 500.000 Beitragsaufrufe.
Dabei steht hinter Faymann ein beinahe lächerlich großes Team: Neun Personen twittern und facebooken im Namen des Kanzlers. Dennoch bemängeln Experten den unpersönlichen Auftritt Faymanns, der lediglich als weiterer Kanal zur Vertreibung von Pressemitteilungen dient. Jüngster Tiefpunkt der Kampagne des Kanzleramts: "Marionetten-Accounts", betrieben von der SPÖ, bejubeln den Kanzler im Netz.
Während der Regierungschef mit seinem Ausflug in die Selbstdarstellung im Web 2.0 an der Peinlichkeit entlangschrammt, will Failmann, getragen vom Erfolg, kommende Woche sein Sortiment erweitern. Ein Lied im Skihüttenmusikstil soll auf den Markt. Refrain: "Ich bin Werner Failmann, Kanzler der Herzen, Retter des Euro und der ganzen Welt! Tu nicht gern regieren, tu lieber inserieren, voll sozial zahl ich mit eurem Geld."
Failmann besteht aus drei Personen: alle aus SPÖ-nahem Bereich, einer grün angehaucht. Im alltäglichen Leben ist einer PR-Agenturbesitzer, einer Unternehmensberater und Hobbykabarettist und einer politisch tätig. "Am meisten stört, dass wir in Zeiten der größten Krise von Politikern regiert werden, die nicht einmal Mittelmaß sind", sagt einer. Ihre Kritik an Faymann: "Hörigkeit den Boulevardmedien gegenüber, völlige Substanzlosigkeit, Ideenlosigkeit." Attribute, mit denen Failmann im Netz spielerisch umgeht - zur Unterhaltung einer wachsenden Fangemeinde. (Saskia Jungnikl, DER STANDARD, Printausgabe, 21.11.2011)
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Das twitternde Kanzler-Double stellte sich den Fragen der UserInnen
Dieser Failmann ist längst schon mehr als lahm, Werner Faimann (http://www.facebook.com/#!/pages/... 963481057) die viel bessere Faymann-Satire. Der ist nämlich WIRKLICH witzig :-)
lg era
KHG´s IV-bezahlte Homepage war eine direkte Bestechung, um Steuervorteile zu kaufen (Senkung der KöSt von 34 auf 25%). Und er hat diese offensichtliche Schenkung betrügerischerweise nicht einmal versteuert...
Das, oder Faymanns Inseratenskandal, sollte in jedem zivilisierten Land eigentlich zum sofortigen Rücktritt führen. Bei der peinlichen Selbstbeweiräucherung ist mir nicht klar, ob sie unmittelbar aus Steuergeld finanziert wird.
Zunächst ein roter balken von mir.
Mir macht es nichts aus ein prolet zu sein. Proleten sind seit marx menschen die gezwungen sind, ihr leben durch verkauf ihrer arbeitskraft zu bestreiten, im gegensatz zu jenen, die von der arbeit anderer leben.
FAYMANN ist ein farbloser kanzler, der offenbar unter kuratel der ÖVP steht, da er fast alles, was die ÖVP möchte, mitmacht (siehe schuldenbremse, die auf kosten und zum nachteil der unterschicht beschlossen wurde. Siehe MISIK-beitrag dieser woche).
Der vorwurf, der FAYMANN und der ÖVP zu machen ist, dass ihre politik viele proletarier in die hände der neonazis unter STRACHE treibt, sodass eine kANZLERSCHAFT STRACHES immmer wahrscheinlicher wird.
FAILMAN, weiter so !
Dr. helmut hromadnik
Ich nehme an, dass einer der standard-Redakteure ein gute Bekannter vom Failmann ist.
Sonst gäbe es keinen nachvollziehbaren Grund, einen halblustigen anonymen Troll ständig ins Rampenlicht zu zerren, der letzlich doch nur die patscherten SPÖ-Gehversuche torpediert und dadurch den Rechtxsextremen hilft.
Ich nehme an, dass yotix ein guter Bekannter vom Faymann ist.
Sonst gäbe es keinen nachvollziehbaren Grund, solch ein unnötiges Posting abzusetzen. Was den Rechtsextremen nämlich tatsächlich hilft, ist die Tatsache, dass Faymann Marketing mit Politik verwechselt. Leider.
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