Harnik-Doppelpack macht Stuttgart glücklich

20. November 2011, 18:19
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ÖFB-Legionär schießt die Schwaben mit zwei Toren zum 2:1-Triumph über Augsburg - HSV beendet Misere

Der VfB Stuttgart hat dank des Doppel-Torschützen Martin Harnik seine Mini-Krise beendet. Durch einen 2:1 (1:0)-Arbeitssieg im Schwaben-Derby gegen den FC Augsburg kletterten die Gastgeber auf Platz sechs und hielten den Kontakt zur Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga. Der ÖFB-Offensivspieler hatte die zuvor in der Liga dreimal sieglosen Hausherren im ersten Pflichtspielduell der beiden Mannschaften seit fast 34 Jahren mit seinem fünften Saisontor zunächst in Führung gebracht (41.) und nach dem Ausgleich durch Tobias Werner (47.) auch das 2:1 (51.) besorgt.

"Das war ein schwerer Arbeitssieg. Wir waren in der ersten Halbzeit zu passiv. Wir haben uns schwer getan und es uns selbst schwer gemacht. Die zweite Hälfte war wesentlich besser, vielleicht hat uns der Führungstreffer geweckt. Da haben wir viel aggressiver nach vorn gespielt", resümierte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic.

Beim ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der Bundesliga war das Spiel aber vor allem in der ersten Halbzeit eine Geduldsprobe für die 60.000 Zuschauer in der ausverkauften Stuttgarter WM-Arena. Der VfB übernahm von Beginn an das Kommando, spielte aber mit zu wenig Tempo und erregte durch zahlreiche Fehler im Spiel nach vorne früh den Unmut der eigenen Fans. Schlusslicht Augsburg zog sich zurück und lauerte auf Konter, war aber mit Ausnahme des Ausgleichtreffers kurz nach der Pause nicht konsequent genug.

Zugpferd Martin Harnik

Die erste Chance des Spiels hatte Stuttgarts Tamas Hajnal, doch der VfB-Spielmacher setzte einen Freistoß aus 25 Metern neben den linken Pfosten (8.). Auf der Gegenseite kam Sascha Mölders nach Zuspiel von Daniel Baier im Strafraum frei zum Abschluss, der Ball ging aber aus sieben Metern deutlich über das Tor (10.). Auch ein Distanzschuss von Augsburgs Daniel Brinkmann verfehlte das Gehäuse von VfB-Keeper Sven Ulreich um mehrere Meter (25.).

Danach verflachte die Partie zunehmend, Stuttgart fand kein Mittel gegen die defensiv guten Gäste, die allerdings einmal mehr in der Offensive zu harmlos agierten.

Fast aus dem Nichts fiel dann kurz vor der Pause das 1:0 durch Harnik, dem FCA-Verteidiger Dominik Reinhardt unfreiwillig den Ball am Fünfmeterraum vorlegte. Harnik fackelte nicht lange und setzte den Ball volley in den rechten Winkel. Auch beim 1:2 sah Reinhardt schlecht aus. Harnik ließ den Außenverteidiger auf dem Flügel einfach stehen, zog in die Mitte und verwandelte unbedrängt aus halblinker Position.

Zuvor hatte die Partie deutlich an Fahrt aufgenommen. Beide Mannschaften spielten in der zweiten Halbzeit mit mehr Zug zum Tor. Augsburg machte auf und traute sich mehr zu. Der agile Daniel Baier hatte kurz nach Wiederanpfiff von der rechten Seite aufgelegt, in der Mitte rutschte zunächst Lorenzo Davids am Ball vorbei, doch Werner stürmte von der linken Seite heran und zirkelte den Ball mit viel Gefühl zum 1:1 in den rechten Winkel. Doch die Freude währte nur kurz, Harnik sorgte schließlich für die erneute Stuttgarter Führung.

Erster Fink-Erfolg in Hamburg

Heimfluch beendet, Abstiegszone verlassen - dank eines Billard-Tores von Paolo Guerrero und eines Alleingangs von Marcell Jansen hat der Hamburger SV eine Serie von zehn Spielen ohne Sieg vor eigenem Publikum beendet. Die beiden Treffer in der 25. und 65. Minute besiegelten einen verdienten 2:0 (1:0)-Sieg der Hanseaten gegen 1899 Hoffenheim. Die Norddeutschen verbesserten sich durch den ersten Heim-Dreier seit acht Monaten (zuletzt 6:2 am 19. März gegen den 1. FC Köln) vor 46.237 Zuschauern auf den 14. Platz, die Gäste nehmen nach der vierten Auswärtsniederlage in Folge Rang neun ein.

Guerrero belohnte sich bei seinem Tor für seine Hartnäckigkeit selbst. Der Stürmer traf zunächst nur den rechten Torpfosten, drückte dann aber den Abpraller mit einem energischen Nachsetzen über die Linie. 20 Minuten nach Wiederbeginn schloss Jansen einen couragierten Vorstoß mit dem 2:0 ab.

Neun Monate, nachdem er noch als Coach des FC St. Pauli dem HSV eine bittere Heimniederlage (0:1) beigebracht hatte, konnte Hoffenheims neuer Trainer Holger Stanislawski einen solchen Coup mit den Kraichgauern, die weiterhin auf ihren ersten Sieg in der Hansestadt warten müssen, nicht wiederholen. (sid)

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    Martin Harnik schießt zwei Tore.

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