Im Burgenland ziehen die Soldaten ab

20. November 2011, 17:48
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    foto: apa/jäger

    Nach 21 Jahren geht der Assistenzeinsatz des Bundesheeres zu Ende, die Soldaten werden abgezogen, künftig soll wieder die Polizei für Ordnung sorgen.

Assistenzeinsatz des Bundesheeres läuft im Dezember endgültig aus

Eisenstadt - Nach mehr als zwei Jahrzehnten geht im Burgenland der Assistenzeinsatz des Bundesheeres zu Ende. Derzeit befindet sich der 31. Turnus im Dienst, erklärt Burgenlands Militärkommandant Oberst Gerhard Petermann. Rund 50 Trupps sind noch zumeist in den Dörfern unterwegs. Petermann: "Am 15. Dezember stellen wir die Streifentätigkeit ein." Einen Tag später findet in Eisenstadt die feierliche Verabschiedung der letzten Assistenzsoldaten statt. Zum Festakt sind die höchsten Vertreter der Bundes- und Landespolitik geladen.

Im Assistenzeinsatz seien noch Soldaten des Jägerbataillons 24. Sie fahren nach dem Ende ihres Dienstes wieder zurück zu ihrem Verband und machen dort die Ausbildung ganz normal weiter, erläuterte Petermann.

"Die Zusammenarbeit mit dem Bundesheer ist für mich als Sicherheitsdirektor die reinste Freude", meinte Erhard Aminger. "Ich habe niemals Anlass gehabt, meine Weisungsbefugnis unter Beweis stellen zu müssen."

Vor der Schengenerweiterung habe die Aufgabe gelautet, illegale Grenzgänger, die über die damalige Schengengrenze kamen, aufzugreifen. Weil ihre Zahl derartig hoch gewesen sei, habe man das sogenannte Abhalteverfahren entwickelt. Der Sinn dabei sei gewesen, dafür Sorge zu tragen, dass die illegalen Grenzgänger noch vor dem Grenzübertritt im Nachbarstaat aufgegriffen werden. "Das ist uns relativ gut gelungen", resümierte Aminger.

Im Assistenzeinsatz nach Verlegung der Schengengrenze habe man seitens der Sicherheitsexekutive versucht, "die Kameraden des Bundesheeres dort einzubinden, wo uns das sinnvoll erschienen ist", erklärte Aminger. Für die Soldaten galt der Auftrag, im Sinne der Prävention und Kriminalitätsbekämpfung aktiv zu sein. Im Wesentlichen seien sie in jenen Grenzdörfern und an jenen neuralgischen Punkten eingesetzt worden, wo verstärkt Diebstähle oder Einbrüche stattfanden. "Der Gewinn für die Bevölkerung war auch der, sichtbare Ordnungskräfte wahrzunehmen", meinte Aminger. Jetzt gelte es, hinsichtlich des subjektiven Sicherheitsgefühls, das noch nachhinke, auf die Bevölkerung einzuwirken. (APA)

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A Voice
00
23.11.2011, 11:48
Jetzt sind die Wahlen vorbei

die nächsten weit weg.
Zum Glück! Sonst dauert der gelbverbrennende Schmarrn noch ewig.

supermike
01
21.11.2011, 17:40
Jetzt gelte es, hinsichtlich des subjektiven Sicherheitsgefühls, das noch nachhinke, auf die Bevölkerung einzuwirken.

Ich möchte dort jetzt nicht wohnen...

hcl3
23
22.11.2011, 16:31

das risiko von einem waffenputzenden grundwehrdiener angeschossen zu werden ist in dieser gegend um einiges höher als auf grenzflüchtlinge zu treffen

Lt K.....
00
11.12.2011, 09:33

Wieviele GWD kennen Sie, die bei geladener Waffe ihr StG putzen?

Ich, Wotan sei Dank, keine. Und Sie wahrscheinlich auch nicht, wollten aber nur lustig sein.

J-Besta
 
01
21.11.2011, 15:51

Ich stand nie an der Grenze ich habe nur Großtrappen observiert!

byron sully
05
21.11.2011, 15:36

endlich geht dieser unsinn zu ende.

diamant
00
25.11.2011, 07:42
Um viele (Mann-)Jahre und Millionen Euro zu spaet!

Kahuna
00
21.11.2011, 15:29
Werden jetzt die Fahrraeder auch eingemottet?

La mancha
01
21.11.2011, 14:50
Jägerbataillon 24

Hach ja, 9 Jahre ists her, dass ich für genau dieses Bataillon an der Grenze nach Puch G's und Fahrradstreifen, äh, Wildschweinen und Füchsen, oder nein, illegalen Grenzgängern abgesucht habe....

Zum Glück gab es während meiner Zeit da unten nur einen Aufgriff, der aber sehr deprimierend anzusehen war (eingeschüchterte Menschen wurden der Reihe nach untersucht und befragt, alles im Rahmen einer bewaffneten "Absicherung")...

Lt K.....
00
11.12.2011, 09:35
??

ja, diese armen „eingeschüchterten Menschen“...

pfff so ängstlich und mutlos können sie nicht gewesen sein, wenn sie illegal in ein fremdes Land eindringen wollten

Ana Bolika
00
21.11.2011, 13:43
Gols, Weihnachten 1991. Das war ja so: echt!

Lauter grüne Männchen mit hochroten Köpfen rund um den hellerleuchteten Weihnachtsbaum! Und ich mittendrin, der Aufgreifer der Nation, der Spezialist!

Tatsächlich kam ich aus der Heeres/Feldküche kaum je heraus, sah wenig bis gar kein Tageslicht...

Glykolweinreserln haben wir bei den benachbarten Heurigen zum Glück keine vorgefunden, dafür Bahnverbindungen ins ferne Wien, die schon damals jeder Beschreibung spotteten.

Und kalt war es! Damals, vor 20 Jahren, als der Winter noch weiß und die Grenze zwar grün jedoch vorwiegend dicht war, noch...

xiphias
 
01
22.11.2011, 18:05

Uhh, Ihr Posting macht mir unangenehm klar wie lang das schon her ist :). Wären's in Mattersburg im Internat vom Gymnasium stationiert gewesen hätten's mir damals beim Fussballspielen zusehen können (OK, nicht zu Weihnachten). Damals stand da auch die Allouette 3 für die Überwachungsflüge. Mit 14 war das schon geil beim Starten zuzuschauen.

jackk 2
03
21.11.2011, 13:36
Wertschöpfung

Na da wird die burgländische Gastronomie traurig sein. Sämtliche Wirtshäuser, Heurigen, Wald-u. Wiesen-Etablissements und Dorfdiscos (wo BH'ler noch rein dürfen) werden gewaltige Umsatzeinbußen haben.

hcl3
11
22.11.2011, 16:33

sie haben das horizontale gewerbe in der listung vergessen ;-)
die armen mädels dürfen künfitg kaum mehr junge jungs bedienen

Cliff Barnes
00
21.11.2011, 13:32

Halleluja.

Aber was ist jetzt mit dem "subjektiven Sicherheitsgefühl" der Bevölkerung?

LOL

Bin stolz, Teil dieses Sinnloseinsatzes gewesen zu sein. Oder auch nicht.

Moneymaker
43
21.11.2011, 13:28
Für die 167 Generäle und 165 Offiziere im Generalsrang

muß dringend eine neue Beschäftigungstherapie her! Vielleicht könnte man als Kompensation für den AssE ein Marinekommando in Eisenstadt einrichten und ihm den Schutz der Wassergrenze am Neusiedlersee übetragen?

Lt K.....
00
27.11.2011, 09:34

Seestreitkräfte bräuchten wir tatsächlich wieder!

Wäre so gerne als Leutnant zur See ausgemustert :-)

halar
03
21.11.2011, 16:08

jaja....die alten vorurteile schüren.

Viele dieser Offiziere sind nur Offizier in diesem Rang aufgrund anderer Ausbildung und in der Verwaltung.
Ausserdem bei einer generalmobilmachung von 1 Mio mann brauchts die Menge auch.

hcl3
20
22.11.2011, 16:35

auf der milak gibts die billigsten magister-
da kann man ganze zeit leistungssport betreiben und geht trotzdem nach kurzer studiendauer mit dem mag.titel raus

Lt K.....
00
27.11.2011, 09:36

Lassen Sie sich das Curriculum des Studienganges (mit TOLG) zukommen, dann werden Sie sehen, daß Ihre Behauptungen unwahr sind.

Zudem bin ich der Meinung, daß Sie nicht einmal aufs VbS gekommen wären.

Kubaner
00
21.11.2011, 12:11
weg

Nach Ende des Assistenzeinsatzes werden wieder viele Burgenländer nachAmerika und Kanada auswandern.

rudi rednose
00
21.11.2011, 11:31
Immerhin haben die mindestens 5 Hendldiebe erwischt in

den 4 Jahren, seit es die Grenze nicht mehr gibt. Hat sicher kaum etwa gekostet - wir haben es ja.

stefan1981
10
21.11.2011, 13:11

der sicherheit kann man kein preisschild umhängen!

_ricko_
11
21.11.2011, 11:25
damit sind die probleme nicht gelöst - schon seit einiger zeit konzentriert sich die ostkriminalität auf ortschaften weit hinter der grenze

und im schnitt schlagen sie auf 1000 EW 2,3 mal im jahr zu. meist trifft es alleinstehende, ältere oder greise frauen. die mittel werden dabei immer brutaler, die opfer niedergeschlagen und zugerichtet, bevor das haus ausgeräumt wird.

diese ereignisse (bezirk jennersdorf, oberwart, oberpullendorf) lassen die dortige bevölkerung eine eher kritischere haltung gegenüber der eu osterweiterung und dem fallen der schengengrenzen in AUT einnehmen.

der ass-einsatz war aber nur noch pro forma, denn ev ostbanden fahren ungehindert mit dem auto über die bundesstrasse. eine weitere bundesheer-farce.

supermike
00
21.11.2011, 17:43
Die Zahlen stimmen nicht

da Delikte seit einiger Zeit zusammengefasst werden.
Begehen 10 Leute je 10 Einbrüche waren das früher 100 Delikte. Kann man diese aber einer Bande zuordnen, ists in der Statistik nur mehr 1 Delikt.
So blieb die Linie in der Statistik schön gerade und die Bürger wurden nicht nervös.

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