Landesrat Buchmann - Teure Selbstdarstellung mit Landesgeldern

20. November 2011, 17:29
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    foto: reuters/bader

    "Ich stehe zu jedem Euro, der da investiert wurde. "

Steirischer Landesrat verteidigt Eigenwerbung: "Ich stehe zu jedem Euro"

Graz - Gerade im Lichte der Debatte um eine von der Bundesregierung verordnete "Schuldenbremse", die weite Bevölkerungsschichten treffen werde, sei die Sache "mehr als aufklärungswürdig". Die teure Selbstdarstellung steirischer Landesregierungsmitglieder müsse endlich vom Rechnungshof exakt überprüft werden, verlangt Grünen-Landespolitiker Lambert Schönleitner.

Ein besonderes Augenmerk wollen die Grünen dabei auf ÖVP-Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann legen, zumal dieser neben PR-Geldern aus seinem Ressort, der Standard berichtete, auch eine Reihe von Landesfirmen zur Selbstdarstellung zur Hand habe und diese auch "exzessiv" nütze, kritisiert Schönleitner. Laut einer aktuell vorliegenden Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage habe Buchmann in der letzten Periode bis 2010 1,5 Millionen Euro für Eigenwerbung und Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Schönleitner: "Ein Vielfaches dieser Summe ist aber zusätzlich über die ausgelagerten Landesfirmen gegangen, die ihm unterstehen und über die er Werbung in eigener Sache machen konnte." Konkret seien der Großteil der PR-Aktivitäten über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG, wie auch die Creativ-Industries Styria (CIS) oder das Internationalisierungscenter (ICS) gelaufen. Wie viel exakt in diesen Landesgesellschaften für Werbeauftritte des Landesrates ausgegeben worden sei, sei nun Inhalt einer weiteren Anfrage.

Schönleitner: "Österreichweit präsentiert sich die steirische Landesregierung als vorbildhafter Sparmeister, und wenn es ums eigene Gesicht in den Medien geht, wird Geld für PR-Festspiele hinausgeworfen. In Summe in der letzten Periode mehr als zehn Millionen Euro."

Landesrat Buchmann weist im Gespräch mit dem Standard die Kritik der Grünen strikt zurück. "Ich stehe zu jedem Euro, der da investiert wurde." Zum Vorwurf, auch Landesunternehmen müssten seine PR mitfinanzieren, argumentiert Buchmann: "Schauen Sie sich mal die anderen Regierungsressorts an, jedes der Regierungsmitglieder hat ausgegliederte Gesellschaften." Die Ausgaben für Regierungs-PR würden in Zukunft mit dem Sparkurs aber ohnehin eingedämmt. Buchmann: "Ich habe in meinem Ressort bereits 25 Prozent eingespart." (mue, DER STANDARD, Printausgabe, 21.11.2011)

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12 Postings
Max Rauch
00
21.11.2011, 18:26
Weiterbildung

Hoffentlich sind die Einsparung nicht in der aktuellen Kürzung der SFG Qualifikationsförderung von 40% auf 30% begründet. Dabei würde sich die Weiterbildung sicher auch in den Überschriften der Steirischen Jubelpost bemerkbar machen: http://195.12.209.103:8080/edition-g... RAZ.36.pdf

aiuto
01
21.11.2011, 17:15
es vergeht ja keine Ausgabe einer Gratiszeitung,

wo der Gluppschi Buchmann net einige Male herauslacht. Nastürlich findet er das richtig, dass er für sich Werbung macht, er bezahlt es ja nicht, sondern die braven Steuerzahler.
Daher gehört da dringend eine radikale Offenlegung her, wo z.B. jedes Inserat oder jeder entgeltliche Werbeartikel (Medienkooperation) genau als solcher gekennzeichnet wird. Ausserdem müsswen alle Werbebudgets der Politiker aber auch der Fachabteilungen 1x jährlich offengelegt werden !

sonne-licht
 
00
21.11.2011, 11:13
selber schuld

wenns die selbe art von menschen immer wieder ermöglichen, daß so handieren können!

anscheinend sind viel zu viele menschen von diesen geldern abhängig, wo der nutzen jedoch kontraproduktiv nicht der allgemeinheit zugeführt wird, sondern nur gewissen gesellschaften. klientelpolitik nennt sich sowas.

anscheinend gibts in österreich sehr viele solcher klinenten!

vielleicht liegts daran das das eigene rechtsverständnis vieler menschen nur bis zur eigenen haustür geht.

beweihräucherung auf kosten eines staatsschuldenberges. grauslich solche menschen und ihre rechtfertigungen.

selbst-denker
20
21.11.2011, 09:53
ein trauerspiel

die steir. landesregierung kürzt drastisch bei den ermessensausgaben und wirft das geld für pr und beraterfirmen beim fenster hinaus, ohne dafür beamte einzusparen, die ja dann eigentlich nicht gebraucht würden (meint man). oder: auflösung der pol. expositur in bad aussee, verlegung von 7 angestellten nach liezen (noch bleiben vier vor ort in einer sog. aßenstelle), sprich, zwischen 45 von bad aussee u. 50km von altaussee entfernt. 7 hochwertige NICHTtourismusarbeitsplätze weniger in der region, dafür 7 bürgerInnen täglich rund 100km auf der straße nach liezen, denn die öffis sins mittelalterlich unterwegs, dazu zusätzliche räume in liezen und die bürgerInnen müssen weit fahren. kosten-nutzenrechnung? ein fremdwort hierzulande ...

darkblue2
00
21.11.2011, 08:23

"Schauen Sie sich mal die anderen Regierungsressorts an, jedes der Regierungsmitglieder hat ausgegliederte Gesellschaften."
ja klar doch. wenn die anderen in die mur springen, springt der buchmann natürlich auch hinterher.

vielleicht mal mit eigeninitiative etwas einsparen, auf die idee kommt man natürlich nicht.

aiuto
00
21.11.2011, 17:19
Sie sagen ein wahres Wort.

natürlich sind da alle gleich. Deshalb gehören ALLE Werbebudgets dringendst offengelegt, denn da wwerden Millionen beim Fenster hinausgepulvert.

WernaeI Spindelmann
12
20.11.2011, 23:30
Bundesländer? Sind die immer noch nicht abgeschafft?

aiuto
00
21.11.2011, 17:16
wo leben Sie eigentlich? ium Ausland oder wo?

ahsooo
02
21.11.2011, 10:16
Landesverwaltungsebene abschaffen

Bezirksämter sind brauchbare Verwaltungseinheiten, aber auf die Landesverwaltung kann ich gerne verzichten.

EINSZWO
02
21.11.2011, 10:31
...

also besonders qualifiziert haben sich die Bezirkshäuptlinge oder Vizes auch nie geäußert, außer es ging um die bekannte Klientelpolitik.

Her mit einer Föderal.-Reform, Gemeinden zusammenlegen und aufwerten, Länder zu 4 Regionen zusammenfassen und den Rest dieser Polit-Dinosaurier verjagen.
Achja, die ASVG Pension für diese Entschließungsantragsexperten ist ausreichend.

Ein Problem wäre da noch so nebenbei zu lösen (zwar eine Themenverfehlung, bringt aber konkret den Gemeinden in Tirol einiges) 34 Mrd EUR aus enteigneten Immobilien und entgangenen Pachtzahlungen durch Agrargemeinschaften in Tirol!!!

Silvio Lackner
15
20.11.2011, 22:15
Wahnsinn

dass man alle diese Schnösel in den Bundesländern noch immer hinausfüttert - zu welchem Allgemeinnutzen? Nur dass sie ihre männlichen Eitelkeiten befriedigen?

cwebb1977
61
20.11.2011, 18:12
Was SPÖ Faymann kann

darf ein ÖVPler natürlich nicht und nie und nimmer tun!

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