Bawag klagt Elsner auf zehn Millionen Euro

20. November 2011, 14:13
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Laut Postille "Österreich": Weitere Zehn-Millionen-Klage des ÖGB gegen Verzetnitsch, Elsner & Co wird ab 7. Dezember verhandelt

Wien - Nach einem Bericht von "Österreich" klagt die BAWAG ihren früheren Bank-Generaldirektor Helmut Elsner (76) auf Schadenersatz in Höhe von 10 Millionen Euro. Es habe zwar neun Angeklagte im BAWAG-Skandal gegeben, die Bank belange gerichtlich aber nur Elsner, so die Zeitung. Um eine Verurteilung zu verhindern, wolle Elsner mit Widersprüchen zwischen Aussagen des Investmentbankers Wolfgang Flöttl jun. und seinem tatsächlichen Vermögen zeigen, dass der das Geld nicht verspekuliert, sondern gestohlen habe. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Wie berichtet will auch der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) als ehemaliger BAWAG-Eigentümer 10 Mio. Euro Schadenersatz, vom früheren ÖGB-Präsidenten Fritz Verzetnitsch und der seinerzeitigen BAWAG-Spitze. Diese schon ältere Klage lebte heuer durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs (OGH) wieder auf, der feststellte, dass bestimmte Schadenersatzansprüche nicht von der Hand zu weisen seien.

Hintergrund der ÖGB-Klage sind die Schäden, die 1998 bis 2000 durch Spekulationsverluste der Ex-Gewerkschaftsbank entstanden sind. Neben Verzetnitsch und Elsner sollen auch dessen Nachfolger Johann Zwettler und mehrere weitere Ex-Vorstände der Bank beklagt sein, berichtete "Die Presse" kürzlich. Startschuss zur bereits dritten Prozessauflage wird am 7. Dezember im Wiener Handelsgericht sein. (red/APA)

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