Anleger fürchten Insolvenz von US-Netzbetreiber Clearwire

20. November 2011, 12:03
1 Posting

"WSJ": Konzernchef erwägt Anfang Dezember fällige Zinsen von 237 Mio. Dollar nicht zu zahlen

Anleger fürchten eine Insolvenz des US-Mobilfunknetzbetreibers Clearwire. Einem Bericht des "Wall Street Journals" (WSJ) zufolge erwägt Konzernchef Erik Prusch, am ersten Dezember fällig werdende Zinsen in Höhe von 237 Mio. Dollar (175 Mio. Euro) nicht zu zahlen. Clearwire gehört mehrheitlich seinem größten Kunden, dem Mobilfunkanbieter Sprint Nextel. Das Unternehmen kämpft seit einiger Zeit mit Liquiditätsproblemen und musste zuletzt Kredite über eine Mrd. Dollar aufnehmen, um die laufenden Kosten und den Ausbau des drahtlosen Hochgeschwindigkeitsnetzes zu finanzieren. Die Clearwire-Aktie hatte am Freitag an der Wall Street mit einem Minus von 21 Prozent geschlossen.

Druckmittel

Clearwire wollte den Bericht nicht kommentieren. Ein Analyst sagte, die Aussagen von Clearwire-Chef könnten als Druckmittel für den Abschluss eines neuen Nutzungsvertrags mit Sprint dienen. "Ich denke, sie nutzen die Zinszahlung als Verhandlungstaktik. Sprint hat bei einem Zahlungsausfall und einer anschließenden Pleite von Clearwire am meisten zu verlieren", meinte Michael Nelson von Mizuho. (APA/Reuters)

Share if you care.