Anekdote

Ballmer nannte Eric Schmidt "fucking pussy"

20. November 2011, 11:47

Mark Lucovsky erinnert sich an den Ausraster - Wired: heutiger VMware-Vize "Metapher für Evolution moderner Software"

Die Anekdote, als Steve Ballmer einen Sessel durch den Raum geschleudert hatte, da ein Mitarbeiter zu Google wechseln wollte, dürfte mittlerweile jeder kennen. Heute arbeitet Mark Lucovsky bei VMware an einer Open Souce Cloud-Lösung. Im Gespräch mit Wired hat er sich auch an seine Zeit bei Microsoft zurückerinnert.

"Nicht überraschend"

Microsoft habe den Sessel-Vorfall damals eine grobe Übertreibung genannt. Doch Lucovsky, der im Windows NT-Team gearbeitet hatte, beharrt auf seiner Story. Und es sei auch nicht verwunderlich, dass Ballmer so reagiert habe. "Wenn du Golf mit Steve spielst und er verliert eine fünf-Cent-Wette, ist er die ganze nächste Woche noch sauer", erinnert sich Lucovsky. Da sei es für ihn nicht überraschend gewesen, dass sich Ballmer über Lucovskys Wechsel zu Google aufgeregt habe. Ballmer soll auch den damaligen Google-CEO Eric Schmidt wüst beschimpft haben: "Fucking Eric Schmidt is a fucking pussy" und er werde Google "killen". Das war 2004.

Von Microsoft zu VMware

Bei Microsoft hatte Mark Lucovsky am 1988 an der Entwicklung von Windows NT gearbeitet. Bei Google entwicklete er mit zwei anderen Entwicklern die AJAX APIs des Suchmaschinenkonzerns. Mittlerweile ist Lucovsky Vice President of Engineering beim Virtualisierungs-Anbieter VMware und dort für die 2011 gestartete Cloud Foundry zuständig - eine Open Source Cloud Computing Plattform und in Worten des VMware-Chefs Paul Maritz "das 21. Jahrhundert-Äquivalent von Linux".

Cloud-Plattformen

Mit Cloud Foundry arbeitet Lucovsky an einem Produkt, das auch in Wettbewerb mit Angeboten seiner beiden früheren Arbeitgeber Microsoft und Google steht. Google bietet mit App Engine eine ähnliche Lösung. Microsoft bietet Azure am Cloud Computing Plattform-Sektor. Im Gegensatz zu Infrastruktur-Cloud-Services wie Amazons EC2, die nur Server und Speicher zur Verfügung stellen, bieten diese "Platform as a service"-Lösungen Entwicklern die Möglichkeit ihre Anwendungen direkt in der Cloud zu installieren.

Open Source

Für den VMware-Vizepräsident müsse eine Plattform jedenfalls Open Source sein, wenn sie heute weite Verbreitung finden soll. Ein Beispiel sei das mobile Betriebssystem Android, mit dem Google Apples iPhone massiv Marktanteile abjagen konnte. Allerdings sei er viel mehr Programmierer als Geschäftsmann. Als er Microsoft-Gründer Bill Gates zum ersten Mal 1988 getroffen hatte, habe dieser zum Ziel erklärt Windows NT um 1.000 US-Dollar pro Kopie zu verkaufen. Lucovsky sei jedoch nur dort gewesen, um Software zu schreiben, erinnert er sich zurück.

Überzeugungsarbeit

Auch bei VMware habe es einige Überzeugungsarbeit gekostet, bis CEO Maritz den Opern Source-Plänen für Cloud Foundry zustimmte. Maritz habe befürchtet, dass Cloud Foundry auf anderen Plattformen als dem VMware Hypervisor schlechter laufen würde, doch der Code laufe auf jeder Infrastruktur gleich gut. Konkrete Pläne, mit Cloud Foundry Geld zu verdienen, gebe es bei VMware derzeit keine. Maritz spricht von einem Vertrauensvorsprung.

"Eine Metapher"

Für Wired sei anhand von Lucovskys Karriere die Entwicklung von Unternehmenssoftware seit Microsofts Desktop-Betriebssystem gut nachvollziehbar - über Googles Web-Services bis zu dieser neuen Art von Systemen, auf denen nicht nur einzelne Rechner und Server, sondern ganze "Armeen an Servern und sogar multiple Rechenzentren" laufen würden. Das Magazin nennt daher Lucovsky eine "Metapher für die Evolution moderner Software". (red)

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Posting 1 bis 25 von 73
1 2
Mr. FunkyFresh
00
23.11.2011, 10:45

wircklich..., irgendwer sollte sich die mühe machen diesen Typen von der Brücke zu stupsen

Dr Don Tango
01
22.11.2011, 11:46
ich bin nicht der offizielle kirchenjesus

steve ballmer ist der klaus kinski der it-branche

Val_Done
00
26.11.2011, 04:44
brilliant!!-)

besser hätt ich´s auch nicht auf den punkt bringen können - BRAVO!

celesto
02
21.11.2011, 17:42

verbalkrieg ist besser als lizenzkrieg

Kra Wuzikabuzi
01
21.11.2011, 15:21
da gibts schlimmeres.

werwolfi
34
21.11.2011, 13:27

Beschränkt, derb, unsympathisch.

Wie es dieser White Trash Ballmer in diese Position geschafft hat, ist ein Mysterium.
Einerseits lehrt ja die Erfahrung, dass es nicht ausgerechnet die besten sind, die nach oben gespült werden - aber SO ein dummer Soziopath überrascht dann doch...

David Böhm
45
21.11.2011, 14:35

Die schlimmsten von euch sind die, die Leute nicht persönlich kennen, und sich anhand von irgendwelchen Artikeln ein Urteil über diese erlauben, zum kotzen.!! Aber depat über andere reden/schreiben!!.

panda rage
00
22.11.2011, 10:34

wenn sich jemand in der öffentlichkeit wiederholt so zum affen macht wie ballmer muss man ihn nicht persönlich kennen um zu erkennen dass er ein vollprolo ist.

werwolfi
22
21.11.2011, 19:26
Du kennst ihm natürlich persönlich als Connoisseur der feinsinnigen Künste...

Es gibt von Ballmer kein einziges Video wo er nicht so rüberkommt - nur Gerüchte, dass er im geschlossenen Kreis noch weit schlimmer ist (siehe die Sesselwurfaffäre).

Das legt nahe, dass er sich nicht verstellt und die Einschätzung recht akkurat ist.

Falls er Wert darauf legte nicht wie ein stumpfsinniger Berserker zu wirken, sollte er sich anders benehmen.

M. P.1
04
21.11.2011, 16:15

Ich darf mir also über niemanden eine Meinung bilden, den ich nur aus den Medien kenn? Auch wenn ich massenweise Aussagen und Handlungen dieser Person kenne, nur halt die Person nicht persönlich.

Genau das suggerierst du hier.

Wie soll ich da eigentlich meine Wahl-Entscheidungen treffen? Ich kenne praktisch keinen der Politiker persönlich.

David Böhm
00
22.11.2011, 02:32

Oh, dürfen schon!,nur ob es richtig/korrekt wäre das ist wieder eine andere Frage?!!, und wenn ich ehrlich bin ich möchte nicht so beurteilt werden, aus der Entfernung von Menschen die mich nicht wirklich/persönlich kennen!. Ich würde echt das schrecklich finden. Abgesehen davon,dass es ziemlich unsympathisch rüberkommt!. Aber das ist wieder ein anderes Thema,es sollte jeder selbst wissen welchen Stellenwert z.b Sympathie in seinem Leben hat.

M. P.1
00
22.11.2011, 10:09

Ob ich jemanden persönlich kenne, oder aus den Medien, sagt noch überhaupt nichts darüber aus, wie gut ich jemanden kenne. Ich kann auch jemanden persönlich kennen, und sehr wenig über diese Person wissen (das kenn's sogar im engeren Umfeld geben). Umgekehrt kann ich jemanden, den ich aus den Medien kenne, und eine Vielfalt an Informationen von dieser Person erhalten habe (welche Handlungen diese Person gesetzt hat, Interviews, usw.), sehr gut kennen.

Und wie gesagt, ich dürfte mir dann ja nicht einmal über die Politiker, welche ich wähle oder nicht wähle, eine Meinung bilden, weil die kenne ich auch nicht persönlich.

Kiki Novak
21
21.11.2011, 13:24
Aspergerzornbinkerlmuttersöhnchen

:o|

entity13
00
21.11.2011, 12:23

Uh .. da spricht der Richtige .. ich möchte ja nicht wissen, wie Steve B. bis jetzt schon überall bezeichnet worden ist (man denke mal an den Auftritt vor den Entwicklern)

depp am huegel
01
21.11.2011, 11:04

die überschrift und der inhalt müssen eigentlich nix miteinander zu tun haben, oder? ...

4simo
01
21.11.2011, 12:02

das machen nur qualitätszeitungen

trollpower
02
21.11.2011, 10:02

und was genqau ist das Ziel dieses Artikels? Oder die Aussage? Sieht aus wie einer der hunderten MS Whines vom Standard gemischt mit dem Cloudkrieg...
Ist immer noch Sommer?

1116er
00
21.11.2011, 08:35
ballmer sollte in der eigenen firmengeschichte blättern.

zurück bis in die anfangstage von microsoft.
als apple meilenweit vorne lag und bill gates dort einer von vielen geschäftspartnern war:
er war (so kürzlich in einer jobs-doku mitbekommen) auffallend oft 'zu besuch', hat lange und interessierte gespräche mit apple-mitarbeitern geführt.
bis jobs das mal mitbekommen hat, "shut up" zum mitarbeiter brüllte und gates vor die tür setzte.
allerdings ohne ihm einen stuhl nachzuwerfen.

ja, der eine hat eben ein bisserl anstand, der andere ist tatsächlich ein wirtschaftsspion, und ballmer kann stühle werfen...

MemoryDragon
10
21.11.2011, 11:21
Och da gibts noch viel interessantere Dinge

Eines der Dinge um die es im Prozess Apple Microsoft ging, war blanker Codediebstahl von Seiten Microsofts.
Die APIs von Windows 1.0 und den frühen MacOS Versionen waren frappant ähnlich dass Apple Vermutet hat dass einfach Code gestohlen wurde (Microsoft hatte ja eine MacOS Sourcecode Lizenz)
Problem war Apple hat es in dem 10 Jahren dauernden Prozess niemals geschafft den Richter zu überzeugen dass Microsoft den Code offenlegen muss.

Diego: Das alte Lager
 
00
21.11.2011, 08:17
huch....echt jetzt?

hsse_robsi
00
21.11.2011, 07:25

warum erinnert mich ballmer immer an den imperator aus star wars?

402
00
22.11.2011, 20:05

ich haett eher an jar jar binks gedacht, laut, unnoetig, durch einen Zufall nach oben gekommen, und inkompetent genug um gefaehrlich zu sein

hsse_robsi
00
23.11.2011, 17:50

mhmm... genial :)

§126c Verfechter K.ing Leissner
61
21.11.2011, 00:10

Mach ihn fertig Ballmer yeaah^^ :D

der schwitzbär der schwitzt sehr
01
21.11.2011, 00:00
Faster, kill faster, pussycat

Yoruichi Shihoin - schwarze Katze von links :-)
http://www.youtube.com/watch?v=61eBpff-5U8

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