US-Republikaner

Gingrich zu #occupy: "Sucht euch einen Job!"

20. November 2011, 14:10

US-Republikaner verunglimpfen Protestbewegung gegen die Macht der Finanzmärkte

Des Moines - Republikanische Bewerber um die US-Präsidentschaftskandidatur 2012 haben die  verunglimpft. "Nehmt erst einmal ein Bad und sucht euch dann einen anständigen Job", forderte Newt Gingrich die Demonstranten in New York und anderen Städten am Samstag bei einer Veranstaltung konservativer christlicher Gruppen in Des Moines auf. Sein Mitbewerber Herman Cain sagte zu den seit zwei Monaten andauernden Protesten der "Besetzt die Wall Street"-Bewegung: "Freiheit ohne Verantwortung ist unmoralisch."

An der Veranstaltung im US-Bundesstaat Iowa nahmen auch andere republikanische Bewerber wie Michele Bachmann, Rick Perry, Ron Paul und Rick Santorum teil. Lediglich die gemäßigteren Kandidaten Mitt Romney und Jon Huntsman, beide Mormonen, fehlten. In Iowa finden am 3. Jänner die ersten Vorwahlen der Republikaner statt. Umfragen zufolge ist Cain dort Favorit. (APA/AFP)

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MacAllen Fine Oak
01
21.11.2011, 13:55
"Freiheit ohne Verantwortung ist unmoralisch."

ist das an die Banker gerichtet?

boro boros
 
02
21.11.2011, 12:31

wenn sich die ganzen rechten politiker schon unbedingt das christlich sein so gern an die fahnen heften, sollten sie sich mal mit den themen ordentlich befassen. rechts und christlich sollte sich eigentlich ausschliessen.

Salz Burger
00
22.11.2011, 16:07

Ich dachte bisher, das gehört zusammen. Sind es nicht bei uns auch Rechte, die mit dem Kreuz wacheln und immer gleich auf die Kreuze in den Schulen und die christliche Kultur hinweisen, die in Gefahr wäre?

max grünzweig
04
21.11.2011, 07:35

Hochmut kommt vor dem Fall Herr Gingrich.

Sebastian Burger
05
21.11.2011, 02:59
so wie in den 30er Jahren...

...stehen wir wieder vor der Wahl:

New Deal

oder

Chaos

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass dennoch in Amerika SCHON WIEDER die richtige Entscheidung eher getroffen wird als auf unserer permanenten Demokratiebaustelle!

Zuckerlilly Zuckerlilly
60
21.11.2011, 08:58
Der New Deal war eine Katastrophe und hat die Rezession um ca. 7 Jahre verlängert.

Ein anderer Aspekt war, dass er die schwarze Bevölkerung praktisch aus dem Arbeitsleben eliminiert hat, weil niemand mehr, dank des Mindestlohnes, ungelernte Schwarze, sondern nur mehr weiße (Fach)arbeiter für den Mindestlohn einstellen wollte.

Übrigens war der New Deal an Mussolinis Wirtschaftssystem orientiert, aber zum Glück wurden viele ursprüngliche Ansinnen von den (Verfassungs)Gerichten wieder eliminiert. Gen. Johnson, der für den New Deal verantwortlich zeichnete war ein glühender Anhänger von Mussolini.

Wilhelm Guschlbauer
00
21.11.2011, 11:41
Das New Deal hat USA gerettet!

Eine der wichtigsten Gesetze des "New Deal" war der Glass-Steagall Act von 1933, der die Depot-Banken von den Geschäfts-Banken getrennt hat. Clinton hat das aus "persönlichen" Gründen abgeschafft, weil er sonst hinaus geschmissen worden wäre. Das war das Ende der Trennung dieser Banken und alle Banken haben fest spekuliert.
Das hat nichts mit den Rassenproblemen der USA zu tun.

Zuckerlilly Zuckerlilly
00
21.11.2011, 13:36
Übrigens trifft das Gegenteil zu:

Wäre der Glass-Stegall-Act von 1933 noch aktiv gewesen, dann hätte Bear Stearns nicht von J.P. Morgan übernommen werden können, ebensowenig wie Meryll Lynch von Bank of America (um nur zwei zu nennen).

Die Deaktivierung von Glass-Stegall hat zur Stabilität beigetragen während der Krise und nicht anders rum.

Wilhelm Guschlbauer
01
21.11.2011, 20:20
Glaube ich kaum!

"Wäre der Glass-Stegall-Act von 1933 noch aktiv gewesen, dann hätte Bear Stearns nicht von J.P. Morgan übernommen werden können, ebensowenig wie Meryll Lynch von Bank of America (um nur zwei zu nennen). "
Und J.P. Morgan hat sich gehalten weil Lehmann Brothers pleite machte. Bank of America ist grad ein bisserl besser dran als die griechischen Banken ...
Und die Welt wuare vermutlich besser dran OHNE Bear Stearns und OHNE Meryll Lynch.

Zuckerlilly Zuckerlilly
00
22.11.2011, 09:12
"Und die Welt wuare vermutlich besser dran OHNE Bear Stearns und OHNE Meryll Lynch."

Tatsächlich? Sie hätten also lieber tausende Menschen arbeitslos als eine privatwirtschaftliche Lösung? Sie hätten also lieber Pleiten gesehen und damit die Kosten sozialisiert anstatt privatisiert?

Seltsames Verständnis und wohl mehr aus Rache und Hass als aus Verstand geboren.

Wilhelm Guschlbauer
00
22.11.2011, 10:27
Jetzt haben wir Millionen Arbeitslose überall,

weil dies Falotten von Bear Stearns und Meryll Lynch sich verspekuliert haben. Mit Dill-Steagall wären sie sang- und klanglos verschwunden - wie Lehmann Brothers.
Und wer zehlt für die Millionen, die sonst verhungern würden? Sie und ich - also das wurde sozialisiert. Das ist der ganze Betrug! Und wer zahlt für die Gaunereine der Brüder von Saloman Brothers? Wieder Sie und ich!
Und zu allem Überfluss sitzen die Ableger von Saloman Br. nun in der EZB und in der griech. und ital. Regierung. Ein Super-Sauerei!

Zuckerlilly Zuckerlilly
00
21.11.2011, 12:57
In many senses GLB was more a law that recognized what was happening in the marketplace than a law that changed the market environment.

That is, a large number of states had allowed state chartered commercial banks to be in the insurance and securities business, and the Office of the Comptroller was actively acceding to national bank requests for expanded powers. In addition, before passage of GLB, Sandy Weill’s Travelers had already used an insurance industry loophole to merge with Citicorp, whereas Citicorp could not under the law have taken over Travelers.

http://www.northwesternfinancialreview.com/archives/... leach.html

Andreas Prucha
01
21.11.2011, 05:30

Najo, noch ist offen, was sich in den USA entwickelt. Die Dems sind durchsetzungsschwach und die Republikaner sowieso ideologisch in der Sackgasse. Aber vielleicht entsteht ja ein Druck in der Öffentlichkeit. Mit ein paar Jahren Verzögerung dann vielleicht auch bei uns.

Sebastian Burger
00
21.11.2011, 13:14
eine Sache die occupy bereits erreicht hat...

...ist Einflussnahme auf das mediale Agenda-Setting!

http://www.dailykos.com/story/201... is-winning

Zuckerlilly Zuckerlilly
00
21.11.2011, 13:40
Äh, über Cindy Sheehan hat auch mal jeder geredet und jede zeitung fast täglich berichtet. Und wo ist sie heute?

Sebastian Burger
00
21.11.2011, 14:03
mit jedem tag...

...wird das thema der ungleichen (Primär-)Einkommen aber aktueller denn je ;)

LGM
00
21.11.2011, 09:24

Solange unter dem Namen occupy ein Sammelsurium von Anliegen transportiert wird, wie zum Beispiel der eminent wichtige Boykott von Flash im Internet, wird das nichts werden.

subspace99
010
21.11.2011, 02:38
"Freiheit ohne Verantwortung ist unmoralisch."

Er hat es verstanden. Reguliert die Finanzmärkte!

Kohlhaas1
32
21.11.2011, 03:34
Dein Freiheitsverständnis scheint einen Fehler zu haben. Regulierung ist alles Andere als Freiheit.

sirnicha
00
21.11.2011, 11:10
nicht schon wieder sie

Andreas Prucha
02
21.11.2011, 10:07
Das würde ich nicht so sehen. Wofür gibts beispielsweise die Strassenverkehrsordnung? Schränkt die die Freiheit der Verkehrsteilnehmer ein?

Ja, tut sie - aber ohne wäre die Freiheit noch geringer. Ohne dem Regelwerk müsste jeder Verkehrsteilnehmer damit rechnen, dass irgendein Vollkoffer mit 200 Sachen in die Kreuzung schiesst. Sowas gibts natürlich auch manchmal mit Regeln, aber doch deutlich seltener.

Und was haben die Finanzmärkte jetzt von ihrer Freiheit? Nachdem sie jahrelang immer abstrusere "Finanzinnovationen" entworfen haben, sinds jetzt nervös, weil ihr Tun auf sie zurückkommt. Und was ist mit der Freiheit der Anderen, die da nichtmal irgendwie mitgemacht haben, aber jetzt unter Umständen die Kosten tragen müssen?

Regeln sind nun mal notwendig, weil manche Menschen dazu neigen ihre eigenen Freiheit immer mehr auszudehnen und die Freiheit Anderer zu beschneiden.

Steven Biko
00
21.11.2011, 09:31
Wenn Freiheit bedeutet......

Jeden der angeblich/anscheinend schwächer ist, körperlich wie wirtschaftlich am Minimum zu halten, dann sollte man sich nicht wundern, wenn die Sache mal eskaliert. Eine Landsmännin wie Marie Antoniette könnte möglicherweise ein Lied davon singen.
In einem Land, in dem viele selbst mit drei Jobs nicht genug verdienen um normal leben zu können, Gingrich et al ( Fondsmanager die "Milliarden" verdienen als Einzelperson ) aber aus dem Vollen schöpfen muß selbst einem so intellektuell gereiften Menschen wie Sie einer zu sein vorgeben, klar sein, dass hier die Wertschöpfungen in Bezug auf die Arbeitsleistung etwas verkehrt sind. Und bitte, vorsichtig mit Alternativen, die Wertschöpfung bei Raub ist auch nicht schlecht !
SB

Kohlhaas1
50
21.11.2011, 09:51
Kopflos ist schlecht singen.

Gunslinger
02
21.11.2011, 09:09

Solange das Zinssystem besteht, gibt's sowieso keine Freiheit!

Zuckerlilly Zuckerlilly
30
21.11.2011, 09:00
Freiheit hat in Europa und im Besonderen in Österreich, keinen Stellenwert.

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