Äthiopische Streitkräfte marschieren ein

19. November 2011, 22:08

Beobachter melden Aufbau einer Militärbasis in Stadt Guriel

Mogadischu - Äthiopische Streitkräfte sind am Samstag in Somalia einmarschiert. Zahlreiche Militärfahrzeuge seien mindestens 80 Kilometer in das Gebiet des Nachbarlandes gefahren, berichteten Augenzeugen. Sie seien in der Region Balanbale über die Grenze gekommen. Einige Beobachter sprachen sogar vom Aufbau einer Militärbasis in der somalischen Stadt Guriel. Ein Bewohner Guriels sagte Reuters: "Wir sind froh, sie zu sehen. Es ist ein Zeichen, dass es Al-Schabaab an den Kragen geht."

Vor rund fünf Wochen war bereits das kenianische Militär in Somalia einmarschiert, um die islamistische Al-Schabaab-Miliz zu bekämpfen. Experten halten es für möglich, dass Äthiopien Kenia nun unterstützen will. Die äthiopische Regierung wollte sich zunächst nicht äußern. Hochrangige Mitglieder von Kenias Regierung waren in dieser Woche im Osten Afrikas unterwegs, um für politische wie auch finanzielle Hilfe für die Offensive gegen die Islamisten zu werben.

Äthiopien war bereits 2006 mit der Unterstützung der USA in Somalia einmarschiert, um eine andere islamistische Bewegung zu verdrängen, die die Kontrolle über die Hauptstadt Mogadischu übernommen hatte. Damals war das Militär ebenfalls in Guriel stationiert. (Reuters)

Kommentar posten
13 Postings

Äthiopien!? Ist das nicht das Nordkorea Afrikas? Die von Spendengeldern lieber Waffen kaufen. Aber die marschieren doch da auch nicht ohne Erlaubnis der USA ein!
Da haben wir also wieder etwas gelernt! Es gibt gute Staaten die Spendengelder veruntreuen dürfen, und schlechte die das nicht dürfen. Und es gibt gute Islamisten (das sind Bastarde in Libyen), und schlechte Islamisten in Somalia.

Jeden Monat fluechten mehr als 12 tausend Menschen

in den Jemen. Bis 2008 waren es grossteils Somalis, die vor dem Buergerkrieg ueber den Golf von Aden an die jemenitische Suedkueste fluechteten, seit 2008 sind es immer mehr Aethiopier, die ueber das Rote Meer kommen. Zu den derzeit 200.000 Fluechtilingen aus diesen Laendern kommen 400.000 Binnenfluechtlinge aufgrund der buergerkriegsaehnlichen Lage und der rapide wachsenden Armut. Es ist hoechste Zeit, dass der Jemen eine stabilere Regierung bekommt und internationale Hilfe, um die katastrophalen Probleme zu bewaeltigen. Und Oesterreich bewaeltigt nicht einmal ein paar tausend Asylsuchende im Jahr ....
http://www.unhcr.de/presse/na... tober.html

kennt man die Lage in den Grenzregionen ..

.. ein absolut erwartbarer Schritt.

Da niemand sonst in der Lage ist die Islamisten vor Ort zu bremsen müssen das eben die Nachbarstaaten in Eigenregie auf die Füsse stellen.

Optionen gibt es nicht.

Es sei denn man akzeptiert weiterhin dass die islamistischen Milizen weit Grenzübergreifend agieren und die lokale Bevölkerung aufs grausamste terrorisieren. (die sache mit dem Köpfe abschneiden wenn man nicht "islamisch genug" ist erwähn ich hier mal nur am Rande ..)

naja recht viel schlimmer kann die lage in somalia nicht mehr werden
vielleicht bringt die äthiopische mit der kenianischen armee ja wenigstens ein bisschen stabilität in das land

es währe zu wünschen, immerhin steckt vor allem der süden somalias seit ca 20 jahren in einem bürgerkrieg und wird alle paar jahre wieder mal von einer hungersnot heimgesucht, wie zuletzt vor ca 2 monaten

eigentlich läuft die Hungersnot ja immer noch ..

.. ist aber ziemlich aus den Medien verschwunden.

Ach?

Ich dachte die wäre jetzt beendet weil so viele Hungernde bzw. an Essensausgaben Stehende von US-Drohnen getötet worden sind. Na, sind wohl doch nicht so gut, die Drohnen, schaffen nicht mal ne Million im Jahr... gerade mal ein paar zehntausend...

A ha

In Libyen putscht man die Islamisten an die Macht - in Somalia bekämpft man sie.
Das ist US Aussenpolitik par excellence.

Sie sind einer von denjenigen Propaganda-Geschädigten, welche Islam höhren und anschliessend zwanghaft einen roten Kopf bekommen!

Armselig! Sind Sie ein Hexenverbrenner?

Verbrennen tun nur religiöse Extremisten.
Die von der anderen Seite, also wir aufgeklärten Menschen, wir tun das nicht. Es genügt schon, wenn den Islamisten die Macht entzogen wird, so ähnlich wie bei den Christen. Da machen sich jene, die meinen sie würden die Befehle einer Phantasiefigur erfüllen, schon längst zum Deppen.

Aufgeklärte Menschen sind selten - mir fällt grad keiner ein!

Jeder rennt seinem eigenen Irrglauben nach. So zu tun, als ob bekennende Anhänger von Religionen wie dem Islam oder dem Christentum "primitiver" sind als Keynesianisten, Monetaristen oder sekuläre Humanisten, ist naiv!

Man kann auch leben, ohne irgend ein ...ist zu sein. Oder sich zumindest so zu bezeichnen.
Den aufgeklärten Menschen ist aber schon meistens klar, dass Behauptungen auch nachgewiesen werden müssen, um zu gelten. Diesem Verhalten verdanken wir heute unsere hoch entwickelte Technik und damit den Lebensstandard. Beten und an Götter glauben hilft eben nicht. Forschen und entwickeln schon.

Die "islamistischen" und die westlichen Kolonialisten haben im Horn von Afrika nichts verloren!

Endlich!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.