Organhandel

Beduinen ermorden Flüchtlinge für Organe

19. November 2011, 16:59

Ärzte reisen mit mobilen Operationszelten auf den Sinai - Hunderte Opfer

Al-Arisch/Kairo - Hunderte afrikanische Flüchtlinge sind einem CNN-Bericht zufolge Opfer von kriminellem Organhandel in der Sinai-Wüste geworden. Drahtzier sollen Beduinen sein, die Flüchtlinge über die Grenze nach Israel schmuggelten sowie korrupte ägyptische Ärzte, hieß es in dem Bericht am Samstag. Ihre Opfer kommen vor allem aus dem Sudan, Äthiopien oder Eritrea. Den Flüchtlingen würden Nieren, Leber und andere Organe bei lebendigem Leibe entnommen. Die brutalen Eingriffe überlebten die Opfer in der Regel nicht.

CNN präsentierte Beweisfotos von der ägyptischen Menschenrechtsorganisation "New Generation Foundation for Human Rights" und der italienischen "EveryOne Group". Die Bilder zeigten Leichname von Flüchtlingen, denen Organe fehlten. Die Toten seien auf der Sinai-Halbinsel gefunden worden. Ihre Körper wiesen starke Narben auf. Eine offizielle Bestätigung der ägyptischen Behörden lag nicht vor.

Hunderte Opfer

Der Leiter der ägyptischen Menschenrechtsorganisation, Hamdi al-Azzazi, sagte CNN, dass ägyptische Ärzte mit mobilen Operationszelten und sterilen Kühlboxen angereist seien. Dann wählten sie ihr Opfer aus, betäubten es und entnähmen ihm Organe. Anschließend würden die schwer verletzten Flüchtlinge sich selbst überlassen werden und sterben. Al-Azzazi sprach von Hunderten Opfern.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte Ägypten jüngst in einem Bericht als regionalen Knotenpunkt für den Organhandel bezeichnet. Ägyptische Experten sprachen in dem CNN-Bericht von einem lukrativen Geschäft. Der Preis je Organ fange bei 20.000 Dollar (14.800 Euro) an, sagte ein Beduine dem Sender. Er sei selbst im Organhandel aktiv gewesen. Ein zweiter Beduine bestätigte die Angaben. Ihre Namen wurden nicht genannt.

Ein für Sicherheit im Norden der Sinai-Halbinsel zuständiger Polizeioffizier sagte CNN, seine Einheiten wüssten vom illegalen Organhandel in ihrem Verantwortungsbereich. Wer dahinter stecke, sei ihnen aber nicht bekannt. (APA)

Kommentar posten
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(°)(°)
01
22.11.2011, 01:23
Hmm,

der Anbau und Handel von Drogen wird zunehmend unterdrückt in dieser Gegend, kein Wunder dass man deshalb alternative Geschäftsmodelle Entwickelt.

(Jetzt wissen wir zumindest was die mexikanischen Kartelle machen werden wenn Drogen legalisiert werden.)

Nick Tameer
20
20.11.2011, 23:36

"Von Beduinen wahllos handentnommen" dürfte im Organhandel nicht unbedingt als Qualitätssiegel gelten - es sei denn, man will den Empfänger gleich mitermorden - und wenn die Toten Narben zeigen, können sie nicht zur Organentnahme ermordet worden sein, sondern man muss aus unerfindlichen Gründen noch eine gewisse Zeit abgewartet haben. Es gibt allerdings nicht so viele innere Organe, deren Entnahme man lange überlebt.

Die Geschichte ist eine der klassischen urban legends und ich glaube sie auch hier nicht.

Rose Bud
30
21.11.2011, 13:45
Missverständnis

Die Beduinen entnehmen die Organe nicht selbst. Das machen israelische Ärzte. Die Beduinen fangen nur die Flüchtlinge ein. Israel ist einer der größten Märkte für gehandelte Organe. Israelis spenden selbst relativ wenig Organe, da einem nach orthodoxer Auslegung der jüdischen Religion die Auferstehung ohne vollständig vorhanden Organe verwehrt ist.

LGM
03
21.11.2011, 14:07

Klar, im Artikel steht was von ägyptischen Ärzten, aber israelische passen natürlich besser ins liebevoll gepflegte Feindbild.
Die meisten rabbinischen Autoritäten unterstützen sogar Organspenden, daher ist auch der zweite Teil des Posts Unsinn.

johann steiner
20
20.11.2011, 19:38
Diskreditierung

ach wie pöse die Beduinen sind, man muss ihnen die Sympathien wegnehmen bevor man ihnen wieder einmal existenziell wichtige Einrichtungen im Negev zerstört! Sie sind seit der Gründung Israels selbst in der allergrößten Überlebensnot!

GiordanoB
00
27.11.2011, 04:09

Blödsinn.
Trotz vereinzelten Problemen gehts denen wohl in Israel besser als in den meisten arabischen Staaten.
http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/S... douin.html

GiordanoB
01
27.11.2011, 04:04

Beduinen waren niemals nette Zeitgenossen, egal ob im Sinai oder beispielweise bei den Tuareg in Nordafrika.
Ihr hohes Ansehen bei uns heutzutage verdanken sie alleine einem westlichen Romantizismus und der Freude am Exotischen (die Ritter der Wüste).
Im besten Fall waren das immer nur armselige Viehzüchter, im schlimmsten Fall Räuber und Diebe, id Regel beides je nach Gelegenheit.

die Standardabweichung
00
20.11.2011, 13:42

es wird doch sicher diverse Spitäler geben, wo solche "Ärzte ohne Grenzen" diese Organe einpflanzen.

Wie sieht dies aus mit der Meldepflicht von solchen Operationen? Sind die überhaupt zentral erfasst. Welche Länder gelten als Abnehmer? Haben wir keinen Geheimdienst für so etwas?

GiordanoB
00
27.11.2011, 04:11

Ich würde eher sagen, dass die Golfstaaten nicht weit entfernt sind.
Und deren Spitäler haben einen weiten Einzugsbereich.

Van Nelle
09
20.11.2011, 11:42
Blanker Horror...

Ich kann mir nur wenig noch Niederträchtigeres und Perverseres vorstellen. Wenn die Behauptungen zutreffen, ist das (noch dazu in dieser Dimension) ein humanitärer Skandal sondergleichen!

Fantastic Fox
181
20.11.2011, 12:02
Schrecklich. Nur wir sollten uns nicht einmischen.

Denn, wenn wir den ganzen Planeten in ein Schlaraffenland umfunktionieren, in dem jeder ein schönes, ungefährliches Leben führen kann, gibt es keine natürliche Auslese mehr und die Evolution läuft in Richtung Verhausschweinung.

Ich meine, DORTHIN zu flüchten qualifiziert einen doch irgendwie für einen Darwin-Arward.

Rose Bud
00
21.11.2011, 13:52
Doch, man muss sich einmischen

Sie predigen die Verrohung im Zeichen irgendeiner behaupteten Stärke. Stärke ist aber, für die anderen da zu sein und sich zu interessieren und zu engagieren. Wie die alte Dame in Seattle, die sich für die anderen den Pfefferspray in die Augen spritzen lassen musste.

Wir gehören alle zusammen.

peter pril
02
20.11.2011, 16:22
sagt einer der not, angst, armut, hunger, krankheit, folter, ausbeutung, krieg etc. nur aus dem fernsehen kennt und im fetten nest mitteleuropa geboren wurde und sich damit selbst zum überlebenswürdigeren menschen auserkoren hat.

Fantastic Fox
10
20.11.2011, 17:22
Das ist jetzt aber die ganz feine Klinge.

If you don't like the message: kill the messenger!

franz fröhlich
03
20.11.2011, 15:47
Ich hoffe, sie haben -

im Sinne Darwins - keine Kinder.

Fantastic Fox
00
20.11.2011, 16:42
Oh, einige.

Von verschiedenen Frauen.

utt=c²uxx+f
01
20.11.2011, 14:25

was für eine super auslese! hier überleben nämlich nicht die gesunden (wie damals im dschungel) sondern jene die noch skrupelloser und soziopath sind. damit hat die menschheit noch weniger chancen.

nachdenken hilft im übrigen und falls ein thema zu komplex ist sollte man besser den mund halten.

Fantastic Fox
30
20.11.2011, 17:14
Es überleben die,

die überleben.

Sie haben keine Ahnung von irgendwas. Bemerkenswert.

Hans Vogel
133
20.11.2011, 10:38
Hüten wir uns vor so netten Menschen!

Deshalb wählt die Parteien, welche gegen den Zuzug dieser Kultur sind.

peter pril
00
20.11.2011, 16:23
wieiele sinai-beduinen leben denn in österreich? also ich kenne einen einzigen...

Simplicius Simplicissimus
00
20.11.2011, 18:56
"Die Beduinen" sind wohl das kleinere ...

... Übel. Es sind Ärzte und letztlich zahlungskräftige Händler und Patienten, die solches ermöglichen. Die Kultur des Verbrechens ist hauptsächlich unsere.

dasandere
01
20.11.2011, 13:03
welche Kultur??

Aber die Organe sollens weiterhin brav einführen, oder wie?

Harry Y.
 
01
20.11.2011, 12:46
Hören Sie auf mit diesem stupiden Nonsens.

Ein paar entmenschlichte Psychopathen (die in dem Fall sehr sehr arm sein dürften, das ist das einzige, was wir an solchen Verbrechen verstehen können) können Sie nicht mit einer ganzen Kultur (der aus vielen, vielen Menschen besteht) verwechseln - Sie meinen vermutlich die arabische?

Fritz Wunderlich
00
20.11.2011, 12:26

na eure kultur erleben wir gerade mit dem nsu in deutschland, das braucht auch niemand

ral9005
04
20.11.2011, 12:05
bei nachrichten wie diesen...

und postings wie ihrem, frage ich mich jedesmal wie ich die kraft aufbringe nicht zu verzweifeln oder einfach auf alles zu scheissen.

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