Ein weiterer Weckruf des Weltklimarats

18. November 2011, 18:53

Die Klimaprognosen sind in der Möglichkeitsform verfasst, aber sie weisen klar in eine Richtung: Experten warnen vor den schwerwiegenden Folgen extremer Ereignisse und langfristiger Wetterentwicklungen

Kampala - Der Sonderbericht des Weltklimarats IPCC über die Risiken von Extremereignissen und Katastrophen wurde Freitag in der ugandischen Hauptstadt vorgestellt. 117 Klimaexperten haben fast 2000 Forschungsarbeiten und Kommentare zusammengefasst und für Politiker aufbereitet (die ausführliche Fassung soll im Februar erscheinen).

Der Bericht stellt Zunahmen sowohl von Überschwemmungen wie von Dürreperioden in Aussicht. Auf kleinere Inseln in den Ozeanen, so die Prognosen, werden die Klimakapriolen dramatische Auswirkungen haben: Der ansteigende Meeresspiegel wird Landwirtschaft, Tourismus und zuvorderst die (Über-)Lebensmöglichkeiten beeinträchtigen. Für Europa wird, je nach Modellberechnung, eine um zwei bis fünf Grad erhöhte Durchschnittstemperatur erwartet. Das würde hohe Kosten verursachen, aber sich weniger drastisch auswirken als die Veränderungen in den Entwicklungsländern, wo mit stärkerer Gefährdung von Menschenleben als direkte oder indirekte Folge zu rechnen sein wird.

Im "Special Report on Managing the Risks of Extreme Events and Disasters to Advance Climate Change Adaptation" (SREX) finden Warner und Klima-Aktivisten gute Argumente, aber auch Skeptiker. Denn vieles in den 30 Seiten ist notwendigerweise in der Möglichkeitsform verfasst: Die genannten Veränderungen könnten sein, es gibt eine Neigung, es ist anzunehmen, wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich, so gut wie sicher - aber nichts ist bewiesen.

Das liegt einerseits an der gewissenhaften Vorsicht der Autoren, die hohe statistische Wahrscheinlichkeit nicht mit beweisbarer Sicherheit verwechseln, andererseits an der komplexen Materie. Seltene, extreme Ereignisse, über die es nur wenige Daten gibt, lassen sich noch schwerer in ihren Auswirkungen einschätzen als Routineentwicklungen.

Was hier aber auch nur in Aussicht gestellt wird, ist dringlich genug. Denn es gibt praktisch kein Modell im Bericht, in dem die Kombination aus natürlich-physischem und von Menschenhand verursachtem Klimawandel ohne drastische Folgen bleibt. Selbst wenn nur einige der berechneten Konsequenzen eintreten werden, bedeutet dies die Notwendigkeit zu handeln, und sei es nur noch zu "adaptieren".

Der Bericht empfiehlt denn auch Hochwasserschutz an Küsten, verbesserte Wasserversorgung und Drainage, besserer Schutz gegen Hitze - Maßnahmen, wie sie seit langem gefordert werden und wie sie an den politischen Realitäten bisher gescheitert sind.

Als Reaktion auf den neuesten Bericht fordern auch die EU-Kommissare für Klimaschutz und für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, endlich die Konsequenzen aus dem "Weckruf" zu ziehen und für Klima-Szenarien zu planen. Ob jemand zuhört, wird sich Ende November im südafrikanischen Durban zeigen: beim nächsten UN-Klimagipfel. (APA, mf/DER STANDARD, Printausgabe, 19./20. 11. 2011)


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IPCC

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Zuckerlilly Zuckerlilly
32
28.11.2011, 08:55
Sieht so aus als werde sich Kanada aus dem Kyoto-Vertrag verabschieden:

http://www.ctv.ca/CTVNews/T... up-111127/

Searles
 
30
28.11.2011, 10:47
Fischi Fischi <@(((<

Zuckerlilly Zuckerlilly
41
27.11.2011, 13:03
"Using research money to evangelise one point of view and suppress another defies everything I ever learnt about the scientific method."

http://www.dailymail.co.uk/news/arti... shows.html

Alex79
22
28.11.2011, 04:39

Also ein staatliches Medium hat sich von einer Universitaet zu einem wissenschaftlichen Thema beraten lassen. Das ist ja wirklich ein riesiger Skandal.

Zuckerlilly Zuckerlilly
21
28.11.2011, 10:01
Welche Qualifikation hat ein "Klimawissenschaftler" um das staatliche Medium in z.B. Wirtschaftsfragen

zu beraten? Noch dazu, wenn das staatliche Medium einen ganzen Pulk von Wirtschaftsfachleuten beschäftigt?

Wenn Sie Ihr Auto reparieren lassen müssen, gehen Sie dann zum Schuster statt zum Mechaniker?

Alex79
11
28.11.2011, 11:11

zB Wirtschaftsfragen?

Haben Sie den "Artikel" ueberhaupt gelesen? Sind Sie ueber den Titel hinausgekommen? Nicht dass das empfehlenswert waere, aber ich kann eigentlich nichts zum Thema "Beratung in Wirtschaftsfragen" finden?

Sie vielleicht?

Zuckerlilly Zuckerlilly
20
28.11.2011, 12:08
... Vicki Barker [...] wrote asking to visit Prof Hulme, saying:

[...] She said she had noticed ‘environmental undertow’ that was ‘beginning to tug at economies around the world... I have wondered if current newsgathering practices and priorities are conveying these phenomena as effectively as they could be. Is this a question you and some of your colleagues feel like pondering?’

Alex79
21
28.11.2011, 20:46

Und wo erkennen Sie da "Beratung in Wirtschaftsfragen"? Verstehen Sie ueberhaupt Englisch?

yomellamo
21
27.11.2011, 21:01

das ist halt leider die strategie der von der Oelindustrie finanzierten "institute"... und auch der oelindustrie selbst. Die haben halt geld wie heu und koennen daher mit einem fingerschnippser mehr geld in klimawandelleugnungspropaganda stecken als man durch ehrliche forschung wieder geradebiegen kann.

aleph null
11
28.11.2011, 03:50
Ach so!

Und dass die Starklimatologen uns einerseits vor der gefährlichen Erwärmung warnen und andererseits auf Kosten der Allgemeinheit Urlaub in Tahiti machen, wo die Durschnittstemperaturen im ganzen Jahr nicht unter 21 Grad C fallen, daran ist wohl auch die Ölindustrie schuld, gell?

Und dass damit so nebenbei nur bei diesem einzigen Südseeausflug jeder Klimatologe mehr CO2 emittiert als ein Pendler, der 50 km zu seinem Arbeitsplatz fährt, ist wohl ebenfalls Schuld der Ölindustrie.

Zuckerlilly Zuckerlilly
22
28.11.2011, 09:02
Also mein Lieblingsevent war ja der für die "jungen Klimatologen", die in NY für Euro 70,000

die neuesten Cocktailkreationen serviert bekamen um sie auf dem neuesten Stand zu halten.

Man gönnt sich ja sonst nichts.....von unserem Geld.

Übrigens: hat jemand eine Ahnung wie groß der CO2-footprint der einzelnen Teilnehmer an der Durban-Konferenz allein für dieses Meeting ist? (So im Durchschnitt)

Alex79
12
28.11.2011, 04:32

Wo wuerden Sie denn eine Konferenz abhalten? In Novosibirsk? Wenn Sie schon einen Ort am Globus waehlen muessen, warum denn dann nicht Tahiti?

Hawaii ist auch sehr beliebt, die Karibik ebenso, schaun Sie mal, zB Honolulu: http://www.conferencealerts.com/honolulu.htm

Unterschied im Preis macht das kaum, fuer mich waere ein Flug nach Hawaii im Gegenteil sogar billiger als nach Europa oder die US Ostkueste.

Bezahlt werden muss das natuerlich aus dem ganz normalen Forschungsbudget. Aber da bei Ihnen natuerlich trotzdem der blanke Neid heraus. Waeren Sie halt Forscher geworden, dann koennten sie auch auf Konferenzen fahren.

aleph null
00
29.11.2011, 03:09
Nowosibirsk im Winter wäre zumindest passend,

denn dort ist man zu dieser Jahreszeit vor den "Gefahren" der globalen Erwärmung sicher.

Alex79
11
29.11.2011, 03:49

Ja ja, Sie Neider. Warum eigentlich so bitter? Sie koennen froh sein dass es in so einem wissenschaftsfeindlichen Klima wie es von Gestalten wie Ihnen geschaffen wird ueberhaupt noch Leute gibt, die sich die Muehe machen, Forscher zu werden.

aleph null
10
29.11.2011, 04:13
Was haben Sie gegen Nowosibirsk

Es ist doch so toll, wenn es nicht so warm ist, oder?

Alex79
00
29.11.2011, 04:59

Gar nichts. Was haben Sie nochmal gegen Tahiti?

Collective Image
21
28.11.2011, 09:21
Nicht auf das Zuckerle antworten

die trollt in jedem forum und man sollte sie weitestgehend ignorieren

Zuckerlilly Zuckerlilly
11
28.11.2011, 09:03
Schon mal was von Konferenzschaltungen gehört?

Searles
 
00
28.11.2011, 23:08

Wird gemacht, reicht aber oft nicht.

aleph null
12
28.11.2011, 05:53
Und haben Sie sich überlegt,

wieviel CO2 bei so einer Aktion verblasen wird?

Die Pendler, die oft keine andere Möglichkeit haben, als mit dem KFZ zum Arbeitsplatz zu fahren, werden als Klimaschädlinge ersten Ranges hingestellt. Wenn andererseits der Hr. Phil Jones zu einem Kongress in die Südsee fliegt, der im Internetzeitalter soundso absolut entbehrlich ist, so ist das für Sie in Ordnung.

Unnötig zu erwähnen, dass es u.a. der böse Pendler ist, der mit seinen Steuergeldern Leuten wie Phil Jones erst diesen Urlaub ermöglicht.

Alex79
11
28.11.2011, 06:09

Ach kommen Sie, das ist doch wirklich Argumentation aus der untersten Schublade. Rufen sie doch an bei der CRU und fragen Sie dort nach, vielleicht zahlen die forscher dort ja entsprechend den Carbon Offset an die Fluglinien.

Und das mit Steuergeldern und Urlaub: der Neid, der Neid. Fahren Sie mal auf eine Konferenz, so viel gearbeitet haben Sie in Ihrem ganzen Leben noch nicht. Da bleibt keine Zeit fuer "Urlaub", der ja ohnehin privat bezahlt werden muesste.

Ausserdem kann ich mich nicht erinnern dass Phil Jones schonmal eine Erklaerung ueber Pendler herausgegeben hat. Wissen Sie da etwa mehr als ich?

aleph null
10
28.11.2011, 21:22
Das ist nicht Neid, sondern schlicht und einfach Ärger

Wir sollen Energie einsparen, das Auto stehen lassen und am besten mit dem Fahrrad fahren, Geräte ja nicht im standby-modus laufen lassen, giftige Energiesparbirnen verwenden, kein Fleisch essen, keine Fernreisen machen usw.

Und die Leute, die uns das predigen, fliegen -zigtausende Kilometer nach Tahiti - wirklich super!

Alex79
11
28.11.2011, 21:58

Ja stimmt, Energie einsparen ist ja auch was wirklich verwerfliches. Wie kann bloss jemand auf die kommen Ihnen zu sagen dass Sie weniger Stromkosten haben wenn sie Ihren Fernseher ganz ausschalten? Widerlich.

Zu verlangen dass Forscher per Skype Ihre Konferenzen abhalten ist laecherlich. Nocheinmal: Viele Unis zahlen CO2 Offsets wenn Sie Fluege buchen. Reciht Ihnen das?

Zuckerlilly Zuckerlilly
01
1.12.2011, 12:48
"Viele Unis zahlen CO2 Offsets wenn Sie Fluege buchen."

Wieviel CO2 wird dadurch eingespart? Keines? Aber!

Also nichts anderes als eine Deppensteuer, die Leute wie Al Gore und die Banken reich macht.

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