Ein Museumsviertel als neuer Platz mit sonnigem Untergrund

18. November 2011, 17:17
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    foto: apa/umj/n. lackner

    Gesamtansicht von Norden auf das Joanneumsviertel

Nächste Woche eröffnet das Joanneumsviertel in Graz

Graz - Ein Untergeschoß, das nichts von einem Keller an sich hat, sondern von Sonnenlicht durchflutet ist: So präsentiert sich das neue Besucherzentrum des Universalmuseums Joanneum, das pünktlich eine Woche vor dem 200. Stiftungstag des ältesten Museums Österreichs, am 26. November, fertig wurde. Rund 14 Jahre sind seit der ersten Idee und der Fertigstellung des Joanneumsviertels vergangen.

Unter dem Platz zwischen dem Stammhaus in der Raubergasse und dem Neobarockgebäude in der Neutorgasse sowie der Kalchbergasse entstand unterirdisch eine Verbindung zwischen Kunst und Naturwissenschaft, die durch vier großzügige Glastrichter in der Größe von Schwimmbecken mit Tageslicht versorgt wird. Außerdem bietet dieses neu geschaffene Untergeschoß Platz für neue Räumlichkeiten des Bild- und Tonarchivs des Landes und für ein ein neues Depot.

Durch ihre Dachlandschaft sei die Innenstadt von Graz sehr klar definiert, sagte der Architekt des Joanneumsviertels, Enrique Sobejano, bei der Pressekonferenz am Freitag, weswegen die ganze Erweiterung des Museums unterirdisch stattfand, "aber trotzdem ein neuer Platz für die Stadt geschaffen wurde". Auf diesem stehen auch schon die ersten Holzhütten für den dieses Wochenende beginnenden Advent bereit.

Sobejano wickelte das Projekt vor Ort mit dem Architekturbüro EEP Architekten ab. Dabei bleib man in zwei Jahren Bauzeit mit 34 Millionen Euro zeitlich und budgetär im vorgegebenen Rahmen.

Der Intendant des Universalmuseums, Peter Pakesch, zeigte sich erfreut über das Ergebnis. Auch, weil man dem ursprünglichen Gedanken des Stifters Erzherzog Johann durch "einen Themenmix zwischen Geschichte, Kunst und Natur" treu bleibe. Die Grazer können am 26. 11. ab 16 Uhr erstmals ihr neues Museum mit Zählkarten gratis besichtigen.  (Colette M. Schmidt / DER STANDARD, Printausgabe, 19./20.11.2011)

Wollkönigin
00
21.11.2011, 23:51

Ich halte das alles nicht mehr aus.

Juni G.
00
19.11.2011, 16:49

Die Rahmenbedingungen für die musealen Einrichtungen des LMJ wurden neu geschaffen, hoffentlich gibts auch bald Ausstellungen, die international auf sich aufmerksam machen.

Bin gespannt !

Zinsenfeger
00
20.11.2011, 16:19

Danach siehts im Moment leider nicht aus. Die jetztige Leitung will vor allem eines: Blockbuster-Ausstellungen. Damit macht man Mainstream, aber keine Avantgarde.

magicjohnson
00
22.11.2011, 08:56
wie man' macht, macht man' falsch

die einen fordern hohe besucherzahlen, die anderen elitäre kunst, avantgarde und innovatives...

ich freu mich schon mehr auf das naturkundemuseum dort, da haben dann meine kleinen auch was davon.

yotix
 
00
19.11.2011, 17:31

"Bald wieder" meinst du?
In den 70ern und 80ern kannte man Graz auch jenseits der Landesgrenzen, aber damals noch nicht für Dorf-Bürgermeister, die sich vor Punkern fürchten und deshalb Dorf-Blumenkistln aufbauen lassen, sondern für ein Engagement in moderner Kunst, das damals schon die Grenzen des Eisernen Vorhangs sprengte.

yotix
 
00
20.11.2011, 13:31

... andererseits erscheint klar, dass mit dem Wegfall des Eisernen Vorhanges dessen Umgebung aus dem Blickfeld gerät?

dreyfusard
51
19.11.2011, 13:04

schon wieder alles zubetoniert. schiach wie in wien. schade.

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