Handels-KV-Verhandlungen vorverlegt

18. November 2011, 16:58
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Wien - In den aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen im Handel hat sich das Klima zwischen der Gewerkschaft und den Arbeitgebern deutlich abgekühlt. Die Gespräche werden jetzt aber nicht am 29. November fortgesetzt, wie geplant, sondern auf den 24. November vorgezogen. Vom Ergebnis dieses Gesprächs und dem Verlauf der Verhandlungsrunde am 29. November werde es abhängen, ob geplante gewerkschaftliche Maßnahmen eingeleitet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt gebe es keine Kundgebungen im öffentlichen Raum, berichtet die Wirtschaftskammer am Freitag in einer Aussendung.

Arbeitgeber-Verhandler Rene Tritscher sieht den Termin am 24. als "Vorbereitung fürs Einbiegen in die Zielgerade", wie er am Freitag sagte. Das Gespräch werde in einem sehr kleinen Kreis stattfinden. Darin teilnehmen werden die Chefverhandler beider Seiten, Peter Buchmüller für die Arbeitgeber und Franz Georg Brantner für die Arbeitnehmer sowie deren "Co-Piloten" Tritscher und Manfred Wolf.

Wolf betonte, dass die Gewerkschaft weiterhin 4,2 Prozent mehr Gehalt für die Angestellten fordert. "Daran hat sich nichts geändert." Man sei aber darüber übereingekommen, dass vorerst keine "Aktionen" folgen.

Am Mittwoch wurde die dritte KV-Runde nach nur fünf Stunden abgebrochen, das Klima kühlte sich deutlich ab. Die Gewerkschaft schmetterte das Angebot der Arbeitgeber nach einem Gehaltsplus von 2,9 Prozent als "völlig unseriös" ab. (red/APA)

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