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Emanuele Ottolenghi: "Israel ist nicht das einzige Land, das verhindern will, dass der Iran die Bombe besitzt."
Emanuele Ottolenghi erfüllt fast alle Kriterien, die gemeinhin an einen "Hawk", einen politischen Falken US-amerikanischer Prägung, angelegt werden. Er befürwortet die Hegemonie Amerikas in der westlichen Welt, drängt auf ein scharfes Vorgehen gegen den Iran und sieht Israel als demokratischen Leuchtturm im Nahen Osten. Bloß dass er selbst kein US-Amerikaner ist, sondern Italiener. Der 42-Jährige, der in Bologna und Jerusalem Politikwissenschaft studiert hat, gilt als einer der umtriebigsten neokonservativen Publizisten Europas und leitete bis vor zwei Jahren das Brüsseler Transatlantic Institute, einem Ableger der US-Lobbyorganisation American Jewish Committee. Heute ist er Senior Fellow der "Foundation for the defense of democracy". Am Donnerstag sprach Ottolenghi auf Einladung der NGO Stop the Bomb, die für harsche Sanktionen gegen Teheran eintritt, in Wien über sein neues Buch, das sich mit den Iranischen Revolutionsgarden beschäftigt. derStandard.at traf ihn vorher auf einen Kaffee.
derStandard.at: Die Verhandlungen mit dem Iran drehen sich seit Jahren im Kreis, gleichzeitig wird heute verstärkt über eine "militärische Option" diskutiert, vor allem in Israel. Warum gerade jetzt?
Emanuele Ottolenghi: Sehen Sie, wenn Sie in eine Verhandlung gehen und bei Ihrem Gegenüber einen schwachen Punkt entdecken, schwächen Sie doch Ihre Position, wenn Sie ihm von sich aus versprechen, ihn dort nicht anzugreifen. Selbst wenn Sie gar nicht planen, es zu tun, hilft es meiner Ansicht nach nicht, ihm das mitzuteilen. Im Klartext heißt das: Egal wie man dem Iran diplomatisch gegenübertritt, ob mit Sanktionen oder Verhandlungen, ohne glaubhafte militärische Option geht es nicht. In vielen westlichen Hauptstädten wird über die Konsequenzen eines Angriffs nachgedacht, das sind alles wichtige Punkte. Aber trotzdem muss man die Iraner von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass ein Angriff im Bereich des Möglichen liegt. Diese Debatte ist auch ein Werkzeug, um die internationale Gemeinschaft zu mehr Aktivität gegen das iranische Atomprogramm zu bewegen.
derStandard.at: Haben Sie das Gefühl, die internationale Gemeinschaft kann und will mehr tun?
Ottolenghi: Niemand fühlt bis dato die Dringlichkeit des Problems, darum will auch niemand das tun, was heute zwar Geld kostet, auf lange Sicht aber viel Geld spart, nämlich Sanktionen. Die Unentschlossenheit des Westens wird uns irgendwann in ein noch weit schwerer zu akzeptierendes und kostspieligeres Szenario führen.
derStandard.at: Es heißt doch, je höher der Ölpreis, desto weniger treffen die Sanktionen das iranische Regime. Welche Sanktionen würde es denn brauchen?
Ottolenghi: Ein hoher Ölpreis gibt dem Regime ganz einfach mehr Hartgeld, das es einsetzen kann um einige der Auswirkungen der Sanktionen auszugleichen. Ein Ölembargo hätte zumindest kurzfristig starken Einfluss auf den Ölpreis, mittel- und langfristig würde der Markt sich so wie beim Iranembargo in den 80er-Jahren an die neuen Gegebenheiten anpassen. Neue Technologien, die ohne Öl auskommen und heute noch von niemandem angewandt werden, würden dann wohl kostengünstiger. Klarerweise will aber niemand in der derzeitigen Weltwirtschaftslage zusätzlich Panik erzeugen, darum gäbe es eine Alternative zum Ölembargo: eine ölfreie Zone. Statt eines Ölembargos könnten die USA darauf verzichten, Produkte etwa europäischer Firmen zu kaufen, die mit iranischem Öl hergestellt wurden. Die USA kaufen große Mengen Benzin, Diesel und Kerosin aus Europa, Europa wiederum bezieht Öl, das dafür benötigt wird, aus dem Iran. Mit diesem Schritt könnten die USA den Preis für iranisches Öl verringern und das Regime würde weit weniger Einnahmen daraus generieren. Schon zwanzig Prozent weniger würden auf diesem Wege das Regime hart treffen.
derStandard.at: Sie haben sich in einem Artikel gegen die NATO-Intervention in Libyen ausgesprochen, weil sie den Atomambitionen Teherans förderlich sei. Wie war das zu verstehen?
Ottolenghi: Gaddafi hatte in den vergangenen Jahren versucht, sich durch das Ende seiner Atomforschung den Respekt der Weltgemeinschaft zu verkaufen. Die Gründe dafür lagen wohl in der Isolation seines Landes, dem Beispiel Irakkrieg und der schlechten Lage seiner Wirtschaft. Klar war aber, dass es eine Art Handel gibt: er gibt seine Atompläne auf und bekommt dafür Immunität in Sachen Menschenrechte. Dass er gestürzt wurde, als er gegen sein Volk vorging, sendet ein Signal an den Iran. Auch Teheran wurde gesagt, es müsse keinen Regime Change fürchten, wenn der Iran das Atomprogramm stoppt. Nun hat man dort die Lage in Libyen sehr genau beobachtet und ist zum Schluss gekommen, dass die Versprechen an Gaddafi falsch waren. Der Fall Libyen hat die Verhandlungen mit dem Iran erschwert.
derStandard.at: Der frühere IAEO-Direktor Hans Blix hat Zweifel geäußert, ob ein Militärschlag das Atomprogramm des Iran ernsthaft verzögern kann.
Ottolenghi: Man kann natürlich nicht das Wissen zerstören, das sich die Iraner über die Jahre angeeignet haben. Ein Angriff würde Teheran natürlich nicht auf alle Zeiten davon abhalten, die Bombe zu bauen. Aber er würde, wenn erfolgreich ausgeführt, jedenfalls zu einer signifikanten Verzögerung führen. Man könnte zum Beispiel das lagernde Uran zerstören, die Zentrifugen und Fabriken unschädlich machen. Das würde die Iraner viel Zeit kosten, all dies wiederherzustellen. Die Frage ist, wie viel Zeit man so gewinnen könnte, aber ich habe auch keine Antwort darauf. Was wir wissen ist, dass vor dem israelischen Angriff auf den Reaktor im Irak 1981 mit einer Verzögerung von höchstens drei Jahren gerechnet wurde, der Irak am Ende aber nie mehr zu dem Entwicklungsstand in Sachen Atomwaffen zurückkehren konnte. Man weiß auch nicht, wie das iranische Regime nach einem erfolgreichen Angriff mit der Demütigung fertig würde, wie die Volksgruppen, etwa die Kurden oder die Aseris, reagieren würden. Es geht bei all diesen Plänen nicht um eine Invasion im Iran, sondern um einen Luftschlag.
derStandard.at: Der Irak hatte aber im Gegensatz zum Iran aber nicht zwei Verbündete an den Grenzen Israels, nämlich die Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon. Ist die Gefahr der Eskalation nicht auch für Israel selbst immens hoch?
Ottolenghi: Natürlich ist sie das. Gerade die aktuelle geopolitische Situation, in der sich Israel befindet, macht es schwierig die Konsequenzen vorherzusehen. Israel kann sich einen neuen Krieg nur leisten, wenn es die USA als starken Partner hinter sich hat, Ägypten und Jordanien auf seiner Seite sind. Das ist alles nicht mehr so fix. Auf der anderen Seite sind Hamas und Hisbollah schon heute eine große Gefahr für Israel, in zehn Jahren wären sie aber unter dem atomaren Schutzschirm des Iran eine unendlich größere Gefahr.
derStandard.at: Vergangene Woche wurde ein hochrangiger Revolutionsgardist bei der Explosion eines Waffenlagers nahe Teheran getötet. Er soll maßgeblich für die Entwicklung von Raketentechnologie verantwortlich gewesen sein. Der Iran sprach von einem Unfall, Gerüchte deuten auf Sabotage hin. Steckt Israel dahinter?
Ottolenghi: Der Iran hat sehr unterschiedliche Statements zu diesem Vorfall publiziert. Israel ist nicht das einzige Land, das verhindern will, dass der Iran die Bombe besitzt. Vieles, was in der Arbeit gegen den Iran passiert, ist ein Resultat der Zusammenarbeit vieler westlicher und nicht-westlicher Staaten. Falls es Sabotage war, fallen mir neben Israel einige Länder ein, die daran beteiligt sein könnten. Luxemburg gehört eher nicht dazu (lacht). Diesmal hat der Iran bestritten, dass Israel und die USA Schuld an der Explosion sind. Ich gehe davon aus, dass der Iran selbst nicht genau weiß, was da passiert ist, das Regime aber geheimdienstlich stark unter Druck steht. In den nächsten Wochen könnte es zu einer Säuberungswelle innerhalb der Revolutionsgarden kommen.
derStandard.at: Wie geht es eigentlich einem Menschen, der transatlantisch denkt, mit dem Gedanken, in einer radikalislamischen Diktatur wie Saudi-Arabien den wichtigsten Verbündeten zu haben?
Ottolenghi: Wissen Sie, ich stelle mir die Frage oft und komme zu dem Schluss, dass es mir wohl gleich geht wie meinem Vater, der zwischen Hitler und Stalin wählen musste. Für mich ist es eine klare Entscheidung. Die Saudis sind nicht demokratisch und nicht gemäßigt, das ist klar. Im Nahen Osten geht es aber um etwas anderes. Ein Land, nämlich der Iran, will das Gleichgewicht der Mächte in der Region zum Schaden der westlichen Interessen verändern. Dazu gehört übrigens auch der freie Fluss der Rohstoffe. Die Saudis wollen nichts verändern. Das ist in anderen Gesichtspunkten schlecht, etwa weil wir es verurteilen dass Frauen nicht Autofahren dürfen oder Menschen enthauptet werden. Geopolitisch ist Saudi-Arabien nicht an Veränderung interessiert, darum arbeiten wir mit ihm. Falls der Iran eines Tages nicht mehr Islamische Republik ist und nicht mehr hegemonische Interessen hegt, ist Saudi-Arabien nicht mehr so wichtig für uns - und wir können Dinge, die uns stören, offener ansprechen. (flon/derStandard.at, 18.11.2011)
Neues Buch:
Emanuele Ottolenghi, The Pasdaran. Inside Iran's islamic revolutionary guard corps. FDD Press. Washington DC 2011, 119 S. ISBN: 978-0-9819712-9-2
Politologe Oliver Borszik über das iranische Machtkarussell unter den Augen des Revolutionsführers
Mehr als 50 Millionen Iraner waren am Freitag dazu aufgerufen einen Nachfolger für Präsident Mahmud Ahmadinejad zu wählen. Der Andrang war groß, die Wahllokale blieben länger geöffnet.
Irans neuer Präsident Hassan Rohani unterzeichnete einst als Atomunterhändler das "Pariser Abkommen"
Der iranische Menschenrechtsanwalt Mohammad Mostafaei kämpft seit Jahren gegen die Todesstrafe und musste deshalb ins Exil flüchten
Der gemäßigte Kandidat Hassan Rohani wurde im ersten Wahlgang zum iranischen Präsidenten gewählt. In Teheran und anderen Städten wurde in der Nacht zum Sonntag groß gefeiert
Teheran spricht von "großem Schritt nach vorn"
Moderater Geistlicher erhält knapp 51 Prozent der Stimmen - Rohani: "Sieg der Mäßigung über den Extremismus" - USA zu direkter Zusammenarbeit bereit
Geistlichkeit in Ghom ist "höchst unzufrieden" mit der Entscheidung des Wächterrats - Abgeordneter spricht von "historischem Fehler"
Der iranischen Führung schien es am wichtigsten, eine respektable Wahlbeteiligung zustande zu bringen - das hat sie geschafft. Es geht um die Wiederherstellung der Legitimität dieser Wahlen
"Wollen Wurzeln des zionistischen Regimes austrocknen"
Der gemäßigte Geistliche konnte die Stimmen des Reformlagers auf sich vereinen
Oberster Führer Ali Khamenei will jegliche Unruhen im Keim ersticken
Wirtschaftslage, Atomstreit und Menschenrechte als große Brocken auf der Arbeitsagenda des gemäßigten Klerikers
Ali Akbar Hashemi Rafsanjani, einer der Gründerväter der Islamischen Republik, darf nicht zu den Präsidentenwahlen antreten. Als Begründung wird seine altersbedingte Schwäche angegeben. Viel eher aber war seine Stärke als Kandidat der Reformer der Grund für den Ausschluss
Mahmud Ahmadi-Nejad darf nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Präsidentenwahl antreten. Weg vom Fenster ist er damit aber nicht
Ausschluss Rafsanjanis sorgt im Iran für einen tiefen Riss innerhalb der Führungskrise
Vor der Präsidentenwahl am Freitag hat die iranische Führung umfangreiche Maßnahmen getroffen, um Massenproteste wie vor vier Jahren zu verhindern. Das Reformlager rückt zusammen und unterstützt den früheren Atom-Chefverhandler Hassan Rohani.
Rafsanjani wird Wahlausschluss durch Wächterrat hingegen nicht anfechten
Die meisten Kandidaten geben sich im Wahlkampf moderat, sagt Iran-Experte Walter Posch. Einzig Saeed Jalili vertrete radikale Positionen, fehlendes Charisma könnte ihn aber trotz Regime-Unterstützung den Sieg kosten
Nur acht der insgesamt 686 Kandidaten dürfen bei der Wahl im Juni antreten
Konservativer Haddad Adel kündigte am Montag Rückzug an - Moderater Rohani nun einziger Kandidat der Reformbewegung
Männer wurden in Teheran gehängt - Vorwurf der Spionage für die USA und Israel
Keine Angaben über Art und Auswirkungen des Vorfalls
Von den unzähligen Experten hier im Standard, die immer aus dem Boden sprießen, wenn es um Nahost geht?
Ottolenghi sagt nur was Fakt ist, wenn man ein bisschen denken kann, dass nämlich das iranische Regime rücksichtslos von der Macht gebrauch macht, die es hat, mittels List und Täuschung seit über 30 Jahren. Und die Demokratien fallen darauf hinein, lassen es zu, dass das Regime Atombomben bauen kann und seine Vernichtungspläne gegen Israel und den Westen umsetzen kann!
Auf ein anderes Land werfen werden sie sie nicht, weil der IRan dann binnen 60 Minuten ein Parkplatz ist (weil es gibt einfach keine Länder die nicht mit irgendeinem Land mit Atomwaffen verbündet wären).
Eine Terrororganisation ist ja nur erfolgreich wiel sie keinen Körper hat, der standortfest ist und den man angreifen kann. Ein islamischer Staat hat den schon, und wenn der niedergebombt ist, ist es aus mit den radikalen Ideen und allem anderen auch.
Der Irak wurde angegriffen, weil man vermutete, dass sie Massenvernichtungswaffen haben. Nordkorea nicht, weil man es WEISS.
was in libyen passiert ist, lasst sich mit macchiavelli leicht sagen:
es ist durchaus sinnvoll vertrauen zu brechen, wenn man dabei einen grossen gewinn einfahrt. aber glaubwuerdigkeit kann man nur einmal verlieren, dann ist fuer lange zeit aus.
ja, das wars jetzt. und der skalp von gaddafi ist nicht wirklich viel wert.
nach dem libyenkrieg ist jeder diktator, der mit dem westen ernsthaft redet, ein vollidiot.
und die militaerische option gegen den iran:
er sagt schon ganz richtig, die drohung ist immer staerker als die ausfuehrung. aber nach dem libyenschwachsinn gaebe es sogar ein russisch chinesisches veto gegen einen uno krieg nachdem der iran eine atombombe auf uns geworfen hat.
das ist doch alles nur noch sinnlose gerede,der Iran wird die A Bombe sich beschaffen so oder so, wenn der westen Wirtschaftlich noch Clever ist wird Sie die beziehungen zu Iran so schnell wie möglich verbessern bevor es zuspät ist,einen Krieg wird es nicht geben weil die USA auf keinen fall einen Krieg gegen Iran haben möchten,auch wenn Sie immer wieder sagen alle Optionen liegen auf den tisch,seit 30 jahren sagen die das und heute ist es einen krieg gegen Iran anzufangen aus wirtschaftlich sicht undenkbar,also Ruhig Blut die iraner wollen weder die welt herschaft noch einen Krieg gegen irgend ein land.
lebt damit und kümmert euch um die Internen angelegenheit eure länder.
und hitler wird die welt erobern, so oder so ...
1950, der korea krieg und der 1.irak krieg waren sinnvolle kriege um die ordnung der welt zu erhalten.
viele andere kriege waren einfach nur schwachsinn.
der irak war vor 1990 ein ziemlich reiches land, wie der iran heute. die wirtschaftliche und politische vernichtung eines gegners ist schon immer eine option.
Sobald der Iran , nennen wir es "strukturell stärker an den USA orientiert ist", dauert es sicher nciht lange bis aus Saudi-Arabien das nächste Terrorregime wird.
Verstehen sie mich bitte nciht falsch, ich möchte hier nciht die Missstände in S-A legitimieren sondern nur die Wankelmütigkeit udn den Opportunismus der US-amerikanischen Außenpolitik kritisieren.
und hetzen schon seit Khomeini an die Macht kam. Gegen Israel, die USA, gegen Irak, gegen die UdSSR usw.
Iran unterstützt Terror seit über 30 Jahren, hat auch schon Anschläge in Wien verübt (Ghassemlou) und hier bemühen sich alle um Neutralität? Was für ein Schwachsinn ist das? Es geht darum unsere westlichen Freiheiten zu verteidigen, die die iranische Revolution sich angeschickt hat zu vernichten, unter dem Vorwand einer göttlichen Mission. Das sind blutrünsitge Fanatiker, mit denen man über nichts verhandeln kann, weil sie sich auf Gottes Seite wähnen. Was glaubt man da zu erreichen??
Bitte bitte findet eine (friedliche) Einigung. Nur weil 2% der Bevölkerung der besagten Länder Krieg spielen wollen, wärs lachhaft die übrigen 98% damit rein zu ziehen. Und damit zig Millionen weitere Menschen....
http://www.youtube.com/watch?v=7tiOClGuogY
Toll wäre es, wenn ihr den Link auch euren Freunden, Verwandten und Bekannten senden könntet. (evtl. über Facebook, Mail, Twitter etc)
Danke!
Gerne!
Nur liefern ja oft genug die, die behaupten, im Iran sei alles friedlich, oft genug auch die Behauptung, Atomwaffen seien ein wirkungsvoller Schutz gegen US-Hegemonie.
Genau deshalb will Teheran ja auch welche! Warum also sollte ein Land, das so beharrlich intern. Pressionen auf sich nimmt, so kurz vor dem Ziel darauf verzichten?
An die Red.:
Das Artikelbild Schwerwasserreaktor in Arak ist nicht der schwerwasser reaktor, (und auch nicht eine oelraffinerie), sondern die Destilationskollone der anlage zur gewinnung des Schwerwasser.
Der schwerwasserreaktor selber steht etwa 500m weiter richtung nordosten.
Seriöse Recherche oder gar ein realistischer Wahrheitsgehalt des Art.ikels kann man sich heutzutage abschminken!!!!
Ich habe gar keine Lust, solche einfachen, sattsam bekannten und für jeden nachprüfbaren Fakten zu diskutieren.
Ihre Strategie, das Schwarze einfach "weiß" zu nennen, ist ebenso peinlich wie sinnlos.
und wie schaut es mit Israel aus? habe sie jemals zugegeben Atombomben zu besitzen? wo ist und bleibt der Amano und Co? und wo sind die Retter der Demokratie oder sogar der Welt? bitte eine antwort
1/2
HWR (Schwerwasser reaktoren) und graphit reaktoren funktionieren auch mit natururan.
Laender die HWR zivil nutzen (kanada) reichern nicht an. (waere ja doppelter aufwand)
HWR erbrueten relativ viel Pu (im vergleich zu anderen typen).
Waffen Pu darf nur kurz (wochen) brueten, sonst erhoeht sich der Pu240 im Pu239 anteil so das die bombe nicht mehr richtig funktioniert.
Einen reaktor alle paar wochen runter fahren und brennmatrial tauschen ist ineffizient. (tauschen dauert lang)
Deswegen koennen alle waffenrektoren ihre brennstabe im betrieb tauschen.
AFAIK nicht die existenz von HWR arak sondern die details der brennstaebe und deren tausch verheimlicht der iran.
2/2
NaturUran reaktoren sind der 'billigste' weg zur bombe, aber schwer als 'zivil' tarnbar.
Zivil, betrachtet sind HWR unguenstig da sie bei selber leistung einen niedrigern wirkungsgrad haben und relativ viel atommuell (Pu) erzeugen.
Fuer die einen ist Pu muell fuer die anderen ...
Kanada hat zivile HWR konstruiert da damals (60er) die anrreicherung 100 fach aufwendiger war wie heute und kanada zwar viel uran keine anreicherungstechnik hatte.
Ich denke der Iran hat es damals (anfang 90er) als plan 'b' gestartet, sollte plan 'a' (anreicherung) nicht funktionieren (warum auch immer).
Der reaktor in arak kann aber weniger bomben matrial erzeugen wie es in natanz moeglich ist, aber noch genug (10kg/a) (Vergleichbar mit Dimona)
Es ist im besten fall geldverschwendung.
Wirtschaftlich mach es keinen sinn auf zwei hochzeiten zu tanzen.
Aber man kann ja dem iran nicht vorscheiben was er mit den oel milliarden macht, solange er sich an vertraege haelt.
Das problem ist das er sich eben nicht an vertraege haelt.
Auf jeden fall gehoert die anlage ueberwacht, nicht zwei mal im jahr, sondern kontinuierlich (zb mit kameras), wie andere HWRs auch.
btw: Indien hat seine erste bombe 1974 mit Pu aus einem HWR gebaut.
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