Wie lebt es sich in Mauthausen?

18. November 2011, 13:50
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Autorin und Regisseurin Susanne Ayoub hat sich mit den Menschen in Mauthausen befasst: Wie gehen sie mit der Vergangenheit um?

Ein beschauliches oberösterreichisches Städchen, das mit seiner barocken Uferzeile fast idyllisch wirt: Mauthausen. Im kollektiven Gedächtnis wird der Ort aber vor allem mit dem NS-Regime und dem Grauen im Konzentrationslager verbunden. Wie vieles andere erinnert auch ein Reh aus Granit an die Vergangenheit von Mauthausen. Dieses wurde von einem KZ-Häftling für den Lagerkommandanten geschaffen und ist am heutigen Standort im Zentrum von Mauthausen Opfer von Vandalenakten geworden. Und natürlich gibt es die Gedenkstätte. Täglich fahren Touristenbusse den Hügel hinauf, halten die Erinnerung wach.

Die österreichische Autorin und Regisseurin Susanne Ayoub ist der Frage nachgegangen, wie stark die Menschen die heute in Mauthausen leben, von der Vergangenheit betroffen sind. Wie gehen die Einwohner mit der Erinnerung um? Wie lebt mensch in einem Ort wie Mauthausen? Wie leben die Jugendlichen mit der Schreckensgeschichte des Ortes?

Im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals 2011 werden zwei Filme von Susanne Ayoub gezeigt. "Mai in Mauthausen" nach einem Gedicht des französischen Schriftstellers Jean Cayrol und "Es war einmal in Mauthausen", ein Dokumentarfilm. (red)

Termin: 22. November 2011, Beginn 19:00 Uhr, Votiv-Kino, Währinger Straße 12, 1090 Wien

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Votiv Kino

Jüdisches Filmfestival Wien

  • Das "Mauthausen Reh". Eine Skulptur, die von einem KZ-Häftling für einen Lagerkommandanten hergestellt wurde und heute im Zentrum von Mauthausen aufgestellt ist. Das Granitdenkmal wurde immer wieder Opfer von Vandalenakten.
    foto: s.ayoub

    Das "Mauthausen Reh". Eine Skulptur, die von einem KZ-Häftling für einen Lagerkommandanten hergestellt wurde und heute im Zentrum von Mauthausen aufgestellt ist. Das Granitdenkmal wurde immer wieder Opfer von Vandalenakten.

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