Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Wien - Der ORF will seine Gebühren erhöhen und dafür auf die geforderte Ausdehnung der Werbezeit verzichten. Das macht Sinn, betrachtet man das aktuelle Finanzierungssystem des öffentlich-rechtlichen Senders, in dem die Gebühren mit 60,8 Prozent schon jetzt die größte Säule ausmachen. Die Werbung trägt hingegen nicht einmal ein Viertel zum Gesamtumsatz des ORF-Konzerns bei. Noch vor einigen Jahren sah das anders aus: Im Jahr 2006 machte die Werbung knapp 33 Prozent aus, der Gebührenanteil am Gesamtumsatz betrug 49,9 Prozent. Der ORF selbst weist seine Werbeerlöse allerdings ausschließlich in Nettozahlen aus und bestreitet, dass die Privatsender bei den Werbeeinnahmen vor dem ORF liegen.
Diese Verschiebung ist unter anderem der Gebührenerhöhung im Jahr 2008 zu verdanken sowie der seit 2010 ausgeschütteten Gebührenrefundierung. Mit der anstehenden Valorisierung dürfte sich die Schere zwischen Werbung und Gebühren im Finanzierungssystem des ORF noch weiter öffnen. Dass die Einnahmen aus der ORF-Werbung nicht mehr auf früherem Prozent-Niveau liegen, geht nicht zuletzt auf das Konto der wachsenden Privatsender-Konkurrenz, die vor allem dank der Digitalisierung drastisch an Reichweite und parallel dazu auch an Werbeeinnahmen zulegen konnte.
Private 2009 erstmals vor ORF
Hatte der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Jahr 2007 bei den Brutto-Werbeeinnahmen die Nase noch eindeutig vor den Privatsendern (59,1 Prozent zu 40,9 Prozent), reduzierte sich dieser Vorsprung im Folgejahr bereits deutlich (51,4 zu 48,6 Prozent), bis im Jahr 2009 die Privaten mit 52,9 Prozent der Gesamt-Werbeeinnahmen erstmals vor dem ORF lagen, wie aus den Zahlen von "Focus Media Research" hervorgeht. Im Vorjahr konnten die Privatsender knapp 60 Prozent der gesamten Bruttowerbeeinnahmen für sich verbuchen. Ganz anders sah die TV-Welt noch vor 15 Jahren - vor der Liberalisierung des heimischen Fernsehmarktes - aus. Damals gingen die deutschen Sender RTL und Sat.1 mit Österreich-Werbung an den Start und konnten gerade einmal 0,7 Prozent am Werbeumsatz für sich verbuchen.
Im laufenden Jahr dürften die Privaten ihren Vorsprung noch weiter ausbauen. Bis einschließlich Oktober errechnet "Focus Media Research" für den ORF Brutto-Werbeeinnahmen von 200,455 Millionen Euro - die Privatsender kamen auf 384,963 Millionen Euro. Das sind mehr als 65 Prozent der gesamten Brutto-TV-Werbeausgaben.
Prenner: Zahlen verfälscht
Franz Prenner, Geschäftsführer der ORF-Vermarktungstochter ORF-Enterprise, bezeichnet es allerdings als "Gerücht", dass die Werbeeinnahmen des ORF "dramatisch gesunken" sind. Prenner: "Wir wollen nicht die Fakten aus den Augen verlieren, die da lauten: Wir sind in Millionenhöhe über Plan und über dem Ist des Vorjahres. Fakt ist auch, dass Focus unser Nettopreissystem schlicht nicht abbilden kann. Wir sind aber gemeinsam mit Focus bemüht, in Zukunft mehr Klarheit in die veröffentlichten Daten zu bringen, weil es ja nicht sein kann, dass Naturalrabatte als Umsatz aufscheinen und daher das Bild so sehr verfälschen." (APA)
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!
Anfang Juni legt der ORF in einer Klausur fest, wo 2014 75 Millionen gekürzt werden. 30 für Befreiungen von Gebühren verweigert die Republik vorerst. Über eine weitere Resolution für die Refundierung streiten die Stiftungsräte
Freie sollen vor allem lohnsteuerpflichtige Honorare mit Sozialversicherung erhalten, ihre prekäre Entlohnung etwas verbessert werden
Ex-Skirennläufer Schönfelder und Musical-Paar Shaki/Perman weiter - Bis zu 870.000 ZuschauerInnen am Freitag dabei
Boston Consulting referiert ORF-Forderungen (laut ORF) als "Kernergebnisse" ihrer Strategiearbeit - Versorgungsauftrag: Social Media, Mobile und Crossmedia-Vermarktung - Mehr Onlinewerbung
Er fände es dennoch "richtig", wieder "bei so etwas Großem mitzumachen
Das Ergebnis (EGT) der ORF-Mutter lag im ersten Quartal bei minus 10,4 Millionen Euro und damit um 3,4 Millionen besser als geplant
Wehdorn nach STANDARD-Infos: Kompatibel mit Denkmalschutz - ORF im ersten Quartal 2013 über Plan: Herbstevent fix - Wo fehlende Gebühren ORF helfen
Mit zwölfeinhalb Minuten Redezeit liegt Österreichs ältester Jungpolitiker in den drei wichtigsten TV-Nachrichten vorn
ORF-Generaldirektor gegen festgelegte Quote für bestimmte Programmbereiche
Neues Telekommunikationsgesetz kommt - ORF-Techniktochter will der Media Broadcast Konkurrenz machen
Der Frauenanteil in ORF-Debatten stagniert. Weil sie zu passiv sind, sagt Robert Stoppacher. Weil der ORF zu lasch ist, sagt die Grüne Judith Schwentner
Prominente interpretieren ab 12. Mai immer sonntags die sieben Hauptlaster
Steigende Arbeitslosigkeit für das zweite Halbjahr erwartet - Angespannt aufgrund ORF-Gebührenrefundierung
Im Vergleich deutlich mehr Zuschauer bei Salzburg-Wahl - Durchschnittlich 421.000 Zuschauer
Reaktion: "Wir müssen jeden verfügbaren Euro in originäres österreichisches Programm investieren"
Programmbeiträge in Fernsehenund Radio von Freitag bis Sonntag
Kleinerer und unabhängiger Stiftungsrat, Verlängerung der Gebührenrefundierung, Haushaltsabgabe und Einbindung in Newsroom-Planungen
Gerfried Sperl antwortet auf Armin Wolfs Gastkommentar über die Reform des ORF
Sie war bisher für das Online-Angebot des ORF-Landesstudios Wien verantwortlich
ORF-Chef Wrabetz will "brachliegendes Familiensilber" verkaufen - 20 bis 30 Prozent des Einsparungsziels durch Einmalerlöse - Deutliche Quotenrückgänge will er "genau analysieren"
Das Programm beschäftigt derzeit Medienbehörde und Bundeskommunikationssenat
Landesstudios sollen in Tochtergesellschaften umgewandelt werden
Kürzung der Filmförderung "würde mir nicht als besonders vorausschauend erscheinen" - VÖZ trommelt weiter für Leistungsschutzrecht
Auch künftig am Wochenende zu sehen - 25-jähriges Jubiläum mit Tag der Landesstudios am kommenden Samstag
Die Zeitungsherausgeber lobbyieren seit Jahren gegen den Handlungsspielraum des öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Ergebnis:
- Onlinebeschränkungen.
- Werbeverbote und Werbezeitbeschränkungen
- Enges Korsett für ORF III
etc.
Und dann moniert man: Das ORF Budget wird immer gebührenlastiger.
Da muss man halt schon auch sehen: Der ORF ist nicht ein schlichtes Medienunternehmen. Der ORF ist eine der führenden KULTUREINRICHTUNGEN dieses Landes.
Programme wie Ö1, ORF III, Religions-, Minderheiten-, Kultursendungen, Österreichische Film und Fernsehfilmproduktionen würde es ohne öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht geben.
Und die Redaktionen, die hinter diesen Programmen stehen, sind die besten Landes.
das sagen immer die von sich, die ein monopol hinter sich haben, den wettbewerb scheuen und sich mittels zwang finanzieren lassen. von jenen personen, die dem orf längst den rücken gekehrt haben. aufgrund mangelnder qualität. und aufgrund der tatsache, dass die "anstalt" an den kundenwünschen einfach vorbeiwurschtelt.
2009: effektiver Werberlös 100
Plan/Zielvorgabe für 2010: 90
effektiver Werberlös 2010: 95
über Plan: 5 Jubelgeschrei!
Zielvorgabe erreicht, somit Bonus qualifiziert.
Operation gelungen, Patient tot ;-)))
Einerseits ist der ORF seit Jahrzehnten ein "Privilegienstadl" bei dem jeder mit jedem verwandt und/oder politisch verhabert ist. Andererseits ist er ein Unternehmen, das auf einem funktionierenden Markt längst hätte zusperren müssen: zuviel u zu teures Personal, fragwürdigem Produkt, gewerkschaftlicher Dominanz, verfallenden Einschaltquoten, ...
Am Leben gehalten wird dieses "Ausgedinge für viele Parteimitglieder", indem unter dem Vorwand des "Bildungsauftrages" dem Steuerzahler jährlich Gebühren "verpflichtend" aus der Tasche gezogen werden.
Was kürzlich geschah: anstatt radikal Personal und Bezüge zu kürzen bringen wir zwei überflüssige Kanäle (u.a. Skirennen aus 1989!), verkaufen das als "Zusatzleistung" und erhöhen die Gebühren!
Die privaten TV-Sender finanzieren sich auch nur aus der Werbung, noch dazu bieten sie tw. bessere Programme als der ORF. Das mit dem öffentlichen Auftrag ist eine bequeme Ausrede um sich nicht um Programm, Effizienz, schlanke Strukuren kümern zu brauchen. Sofort weg mit der ORF-Gebühr!
Gilt im übrigen auch im Bereich des Radio´s!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.