Selbstständigkeit: Abhängig oder anders

18. November 2011, 17:08

Positive" Einstellung zur Selbstständigkeit - Harte Zahlen in puncto Verdienst

Zwei Drittel der Österreicher haben "eine positive" Einstellung zur Selbstständigkeit, hat eine aktuelle Amway-Studie (www.amway.com) erhoben, das sind mehr als jemals zuvor. Je jünger, desto eher wird mit Selbstständigkeit geliebäugelt. Der Hauptbeweggrund: "Der eigene Chef sein", gefolgt von Selbstverwirklichung und besserer Vereinbarkeit mit Freizeit und Familie. Ein leistungsbezogenes Gehalt rangiert auch unter den Top Five in der Vorstellung von einer Selbstständigkeit.

Für diese Erwartungen gibt es kaum Forschungsbelege - in puncto Verdienst hat das Karrierenforschungsteam an der WU Wien nun allerdings harte Zahlen: Gemessen an der eingesetzten Zeit verdienen Angestellte und Selbstständige in etwa gleich. Bei den "Nicht-Abhängigen" finden sich aber mehr Spitzenverdiener. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 19./20.11.2011)

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14 Postings
franz der freie
 
00
21.11.2011, 10:31
was ist der unterschied von selbständigen und angestellten ?

der selbständige ist ständig selbst bei der arbeit. es wird ein zwang durch andere zwänge ausgetauscht. woher ich das weiss ? ich bin schon seit jahrzehnten selbständig und weiss wovon ich rede.

NirvanArchie
01
20.11.2011, 14:38
amway-umfrage

relativiert sich von selber...

Fritz Meyer
00
20.11.2011, 07:49
Schein-Selbständigkeit.

Geht schneller als man denkt. Mehr arbeiten, weniger verdienen, immer der Dumme sein.

Bleibt's lieber in festen Arbeitsverhältnissen und sucht's euch eine gute Gewerkschaft.

Post(er)
00
20.11.2011, 13:56

"Sozialversicherungsrechtlich gelten Scheinselbstständige als Arbeitnehmer"

Scheinselbständige sind KEINE Selbständigen

Fritz Meyer
00
20.11.2011, 16:03
Ja, rechtlich schon.

Aber schauen's getrost mal, wieviele Selbständige de facto keine sind, weil's nur von einem einzigen "Auftraggeber" beschäftigt werden.

Post(er)
00
20.11.2011, 22:14

Also die ich kenne, haben mehrere hundert bis viele tausende Kunden. Ich selber mehr als 10 (es wächst stetig). Finde es gut, wenn im Recht nicht allein das aktive Gewerbe zählt, sondern die Einkommen-Struktur. Aber ich glaube das gibt es noch nicht lange so.

Der Artikel ist unglücklich formuliert, weil abhängig ist man immer, egal wie man lebt. Aber Dienstvertrag darf man nur einen haben (ich wollte immer mehrere gleichzeitig:-))

Carlos Clementin
00
21.11.2011, 09:52

1000e Kunden ?
Bei EPU ist das entweder Struckigauner, Chinamüllramscher oder ähnliches ... wer hat sonst als EPU so viele Kunden ...

Post(er)
01
19.11.2011, 14:24

Ich bin immer erstaunt, wie viele Angestellte sich selbständig machen wollen, die glauben, sie können Angestellte bleiben. Ohne Umdenken klappt das nicht gut. Selbständig macht man sich dann, wenn man für weniger Arbeit mehr verdient. Wer das nicht kann oder begreift, sollte Angestellter bleiben.

Carlos Clementin
00
20.11.2011, 12:11

Manchen bleibt aber nix anders übrig: Es werden Jobs für Fixanstellung laufend abgeschafft....
Viele versuchen EPUs als AL,
Es gibt aber auch positive Seiten, meist erst dann, wenn man Gute Projektparter und relativ fixe Aufträge hat. Das geht nicht in jeder Branche und braucht oft laange Zeit. Beziehungen gehen auhc da sehr oft in die Brüche ...

mitti90
00
18.11.2011, 20:10
Etwa gleich

ist eh schon gut! Ich hab in meiner Selbständigkeit (viel) weniger (bei wesentlich mehr Stunden) verdient.

Deshalb sollte das jeder mittlerweile doppelt, naja dreifach, überdenken. Ich war froh wo ich wieder eine fixe Anstellung hatte. Waren (fast) keine Sorgen mehr ;-)

Maria Lankowitz
00
19.11.2011, 10:18
ja und nein.

wenn du wirklich mehr stunden für weniger geld gearbeitet hast, ist was schief gelaufen. die null-problemo-fixanstellung birgt auch große einschnitte (fixarbeitszeiten, keine flexibilität, fixes gehalt etc).
PS ich sprech auch aus selbstständiger erfahrung...

pick dame
00
19.11.2011, 23:30

von 100% der selbständigen in meinem bekanntenkreis ist im ersten geschäftsjahr von den EPUs niemand in die gewinnzone gekommen, und alle haben mehr als 60 stunden die woche gearbeitet. dh sie haben alle umsonst gearbeitet. soweit ich weiß sind ca. 80% aller selbständigen in österreich EPU...

Post(er)
00
20.11.2011, 13:48

Ich mache genau die andere Erfahrung, scheint ziemlich extrem zu sein, je nach dem in welchem Umfeld man ist. Es gibt also auch das andere "Extrem".

Generell muss man sehr gut sein, wenn man auf eigenen Beinen stehen will. Es ist nicht einfach.

Maria Lankowitz
00
21.11.2011, 09:06
stimme ihnen zu

im ersten jahr gewinn ist wohl eher die ausnahme, aber dann sollte es als EPU schon langsam laufen (je nach branche natürlich). als EPU mehr arbeiten (für weniger geld) als als angestellter: die erfahrung habe ich unter den mit bekannten selbständigen (und mir mir selber) jedenfalls nicht gemacht.

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