Polizeireform: "Für den Bürger ändert sich überhaupt nichts"

18. November 2011, 10:35
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Sicherheitsdirektor Anderl: Es sei damit zu rechnen, dass die Polizei in Zukunft noch mehr unterstützen und beraten könne

Wien - Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat gestern bekannt gegeben, aus den derzeit 31 Sicherheitsdirektionen, Landespolizeikommanden und Bundespolizeidirektionen neun Landespolizeidirektionen machen zu wollen. 400 Beamte sollen eingespart werden, das soll Einsparungen in der Höhe von acht bis zehn Millionen Euro bringen. (DER STANDARD berichtete)

Für den einzelnen Bürger ändere die Polizeireform "überhaupt nichts", betont der Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Herbert Anderl im Ö1-Morgenjournal: "Es bleibt alles wie gehabt." Es sei sogar damit zu rechnen, dass die Polizei in Zukunft noch mehr unterstützen und beraten könne. Wenn man einen Einbruch melden will, ruft man weiterhin den Notruf. Oder wenn man eine Anzeige machen will, geht man zur nächsten Polizeiinspektion. Dass auch hier eingespart und die eine oder andere Inspektion zugesperrt wird, schließt Anderl "definitiv" aus.

Was sich aber sehr wohl ändern kann - so heißt es auf Ö1 - ist das Verfahren, wenn man sich über eine Amtshandlung der Polizei beschweren möchte - dann gibt es nämlich nur noch einen einzigen Ansprechpartner, nämlich die Landespolizeidirektion. (red, derStandard.at, 18.11.2011)

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