Internetkriminalität: 750 Milliarden Euro Schaden jährlich weltweit

18. November 2011, 10:19
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Anzeigen in Österreich gehen steil nach oben - BK-Direktor: "Täter haben es mit naiver Klientel zu tun"

Datenklau, Betrug, Stalking: Kriminelle Taten im Internet nehmen zu. Der Schaden, den die Täter damit anrichten, beläuft sich auf 750 Milliarden Euro pro Jahr weltweit. In Österreich wird die Zahl der Anzeigen bis Jahresende 2011 steil nach oben gehen, sagte der Direktor des Bundeskriminalamtes (BK), General Franz Lang, bei einer Enquete zum Thema Cyber-Crime und Internetsicherheit des Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) am Donnerstagabend in Klagenfurt.

Cyber-Crime

In Österreich sind die Anzeigen im Bereich Cyber-Crime in den vergangen zehn Jahren um das sechsfache gestiegen. Die Kriminalisten gehen aber gleichzeitig von einem sehr hohen Dunkelfeld aus, weil viele Opfer keine Anzeige bei der Polizei machen.

Die Täter agieren hoch professionell und sie haben es "mit einer sehr naiven Klientel zu tun", meinte BK-Direktor Franz Lang. Internet-User seien nur wenig bereit, sich über Gefahren zu informieren oder einen Computerkurs zu besuchen. Es handle sich "um leichte Opfer". Gleichzeitig tauchen jedes Monat neue Phänomene auf. Für die Kriminalisten wird die Verfolgung der Täter zu einem Katz-und-Maus-Spiel.

Statistik

75 Prozent der österreichischen Haushalte haben derzeit einen Internetzugang, in den nächsten zwei Jahren soll dieser Prozentsatz die 100er-Marke erreichen. In Österreich gibt es aktuell fast drei Millionen Facebook-Nutzer, 42 Prozent loggen sich am Handy ins Internet ein, sagte der Kriminalstratege des BK, Peter Stückler. "Die Internetkriminalität wird nicht weniger werden." (APA)

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