Börse Frankfurt: Dax rutscht 3,35 Prozent ab

21. November 2011, 18:18
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Zunehmende Sorgen um Schuldenkrise drücken Index tief ins Minus

Frankfurt (APA) - Zunehmende Sorgen wegen der Schuldenkrise haben den deutschen Aktienmarkt am Montag schwer belastet. Die Anleiherenditen der hochverschuldeten Euroländer zogen wieder an, und zusätzlich brachten Sorgen um den US-Haushalt Unsicherheit in den Markt. Der deutsche Leitindex DAX ging 3,35 Prozent tiefer bei 5.606,00 Punkten aus dem Handel, nachdem er im Tagesverlauf schon kurz unter 5.600 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gerutscht war.

Der MDAX mittelgroßer Werte sackte um 3,76 Prozent auf 8301,94 Punkte ab, und die Technologiewerte im TecDAX büßten 3,53 Prozent auf 647,30 Punkte ein.

Während der erwartete Wahlsieg der Konservativen in Spanien an den Rentenmärkten nicht für Beruhigung sorgen konnte, lösten Berichte über das bevorstehende Scheitern überparteilicher Sparbemühungen in den USA zusätzliche Unruhe aus. Wenige Stunden vor Ablauf einer selbst gesetzten Frist zeigte sich eine Kommission aus Demokraten und Republikanern tief gespalten.

Nach Ansicht eines Aktienhändlers hat dies weiteres Öl in das ohnehin schon lodernde Feuer der Schuldenkrise gegossen. In Europa brachte indes EU-Kommissionspräsident Barroso wieder gemeinsame europäische Staatsanleihen, sogenannte Eurobonds, als Lösungsansatz ins Spiel.

Finanztitel verlieren

Angesichts der anhaltenden Schuldenkrise zählten Finanztitel erneut zu den schwächsten Werten. Commerzbank-Aktien rutschten um 6,81 Prozent auf 1,355 Euro ab und schlossen damit auf ihrem Allzeittief. Aktien der Deutschen Bank verloren 4,90 Prozent. Der deutsche Marktführer sieht sich in den USA zudem wegen der Pleite der Investmentbank MF Global einer weiteren Klage gegenüber. Im MDax sackten die Titel der Aareal Bank um 8,32 Prozent ab.

Ferner gehörten die Aktien von konjunktursensiblen Werten zu den deutlichen Verlierern. HeidelbergCement etwa gaben 6,26 Prozent ab, gefolgt von den Titeln von MAN, ThyssenKrupp und Volkswagen mit Einbußen von jeweils knapp unter sechs Prozent.

Die als defensiv angesehenen Papiere aus dem Gesundheits- und Konsumgütersektoren zählten umgekehrt zu den Werten mit den geringsten Verlusten. Fresenius-Aktien etwa verloren 1,48 Prozent, und Beiersdorf gaben um 1,45 Prozent nach. Laut Händlern wirkten sich bei dem Nivea-Hersteller zudem Aussagen des Finanzchefs Ulrich Schmidt zu den Margenzielen positiv aus.

Im TecDAX rutschten die Aktien aus dem Sektor alternative Energien, vor allem Solarwerte, sehr deutlich ab. Am Indexende standen ohne wesentliche neue Nachrichten die Aktien von Centrotherm, die um fast elf Prozent einbrachen. Solarworld und Nordex büßten 6,23 und 7,58 Prozent ein. (APA)

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