Wiener Börse schließt am Freitag schwächer

18. November 2011, 18:25
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Schuldenkrise weiter im Fokus - Gewinnwarnungen von voestalpine, Flughafen Wien drücken Kurse

Die Wiener Börse hat sich am Freitag mit Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Der ATX fiel um 13,46 Punkte oder 0,74 Prozent auf 1.796,56 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zwölf Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.785 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,19 Prozent, DAX/Frankfurt -0,66 Prozent, FTSE/London -0,82 Prozent und CAC-40/Paris -0,33 Prozent.

Nach einem schwachen Start konnte sich der Markt im Verlauf zeitweise erholen, fiel bis Handelsschluss aber wieder ins Minus zurück. Für Verunsicherung sorgte weiter die Euro-Schuldenkrise und hier insbesondere die zuletzt gestiegenen Risikoprämien für Anleihen französischer und spanischer Anleihen.

Auch in der kommenden Woche dürften Nachrichten rund um die Schuldenkrise die Richtung der Börsen bestimmen, erwarten Händler. Neue Impulse zu Wochenbeginn könnte die vorgezogene spanische Parlamentswahl am Sonntag bringen.

Für Bewegung sorgten in Wien auch die Gewinnwarnungen von Flughafen Wien und voestalpine. Die voestalpine-Aktie setzt ihre Talfahrt vom Vortag fort und verlor 3,55 Prozent auf 20,10 Euro. Am Donnerstag hatte die Aktie bereits nach einer Gewinnwarnung des Stahlkonzerns mehr als neun Prozent verloren.

Der Flughafen Wien hat am Freitag ebenfalls seine Ergebnisprognosen gesenkt. Nach der Totalwertberichtigung der Problembeteiligung am Flughafen Friedrichshafen hat der Airport-Betreiber im dritten Quartal nun auch Abschreibungen und Wertberichtigungen auf den Terminalneubau Skylink und auf die Beteiligung am Flughafen Kosice vorgenommen. Das Neunmonatsergebnis schrumpft damit auf 20 Mio. Euro zusammen. Im Jahr davor waren es 72 Mio. Euro gewesen. An der Börse verloren Flughafen Wien-Aktien am Freitag 3,30 Prozent auf 30,46 Euro.

Schwach zeigten sich auch Energiewerte. Verbund fielen um 2,81 Prozent auf 20,03 Euro. OMV büßten 1,71 Prozent auf 22,73 Euro ein. Die Bankwerte gaben ebenfalls weiter nach und fielen auf neue Mehrjahrestiefs. Erste Group gaben um 1,55 Prozent auf 13,05 Euro nach. Raiffeisen verloren 0,73 Prozent auf 16,28 Euro.

Gesucht waren unter den ATX-Schwergewichten lediglich Telekom Austria und stiegen leicht um 0,43 Prozent auf 8,22 Euro. Gesucht waren auch Wienerberger (plus 1,05 Prozent auf 7,29 Euro), Vienna Insurance (plus 1,76 Prozent auf 27,11 Euro) und Strabag (plus 2,09 Prozent auf 22,00 Euro). (APA)

Die größten Kursgewinner der letzten sieben Tage:

1. AT&S AUSTRIA TECH.&SYSTEMTECH. +3,33 Prozent

2. UNIQA VERSICHERUNGEN AG +1,47 Prozent

3. FRAUENTHAL HOLDING AG +1,09 Prozent

4. TELEKOM AUSTRIA AG +0,86 Prozent

5. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG +0,71 Prozent

6. WIENER PRIVATBANK SE +0,70 Prozent

7. MIBA AG VZ KAT. B +0,28 Prozent

8. LENZING AG +0,18 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer der letzten sieben Tage:

1. VOESTALPINE AG -14,88 Prozent

2. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG -13,20 Prozent

3. ZUMTOBEL AG -13,20 Prozent

4. INTERCELL AG -12,97 Prozent

5. RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG -12,94 Prozent

6. ERSTE GROUP BANK AG -12,09 Prozent

7. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE -11,44 Prozent

8. WIENERBERGER AG -8,70 Prozent

9. HTI HIGH TECH INDUSTRIES AG -8,56 Prozent

10. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG -8,45 Prozent

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