Computer trifft bei Währungsstrategie die Anlageentscheidungen

18. November 2011, 08:59
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Strategischer Devisenhandel reduziert die Volatilität von Währungsinvestments

Das LBB-Balanced Major Currencies Index Zertifikat (DE000LBB1FX0) kann den aktiv verwalteten Strategie-Zertifikaten zugerechnet werden. Die Emittentin versucht in der zugrundeliegenden Strategie, Gewinne im Devisenhandel zu erwirtschaften. Die Kauf- und Verkaufsentscheidungen werden dabei ausschließlich durch quantitative Modelle von Computern generiert, die auf der Basis aktueller Wechselkursverläufe bestimmte Kursmuster und -formationen erkennen wollen.

Kreditfinanzierung kann zur Hebelung der Positionen verwendet werden

Die Entwicklung der Strategie wird vom LBB-Major Currencies Index abgebildet. Der Index kann dabei eine oder mehrere der folgenden Komponenten beinhalten: eine Geldanlage (bzw. Geldaufnahme) in Euro, die zum Referenzsatz EONIA mit einem Abschlag von 0,5 Prozentpunkten (bzw. Aufschlag) erfolgt. Weiterhin zulässig sind Handelspositionen in liquiden Währungspaaren, d.h. Kauf einer und simultaner Verkauf einer zweiten Währung. Sollten diese Positionen über einen Handelstag hinaus gehalten werden, ziehen sie automatisch eine Geldanlage in der ersten und eine Geldaufnahme in der zweiten Währung nach sich, die nach den genannten Auf- und Abschlägen gegenüber aktuellen Marktkonditionen verrechnet werden. Die Emittentin darf nach eigenem Ermessen bis zum 5,5-fachen des Indexwertes „hebeln", d.h. kreditfinanzierte Positionen aufbauen. Beim Erreichen neuer Höchststände wird - ganz nach Art von Hedge Fonds - eine Performancegebühr in Höhe von 20 Prozent der Differenz zum letzten Indexhöchststand fällig. Sollte der Index jemals auf 20 Punkte oder darunter fallen - also einen Verlust von 80 Prozent gegenüber dem Emissionspreis verbuchen - wird das Produkt sofort endfällig gestellt und der Wert aller verbliebenen Positionen ausgezahlt.

Historisch betrachtet konnte die Strategie seit Emission zu 100 Euro Mitte Dezember 2010 innerhalb der ersten sechs Monate bis auf über 115 Euro stark zulegen. Gegenwärtig handelt das Papier allerdings nur noch knappe drei Prozent oberhalb des Emissionspreises. Die Volatilität, auf drei Monate bezogen, beträgt etwa 13 Prozent der Vergleichswert liegt für den DAX bei etwa 39 Prozent, für das Währungspaar Euro/US-Dollar sind es etwa 15 Prozent.

Das Zertifikat notiert bereits an der Börse, weshalb ein Ausgabeaufschlag entfällt. Die Geld-Brief-Spanne beträgt 1 Euro.

ZertifikateReport-Fazit: Das Zertifikat eignet sich prinzipiell aufgrund nicht vorhandener Korrelation zu Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten zur Portfoliobeimischung. Aufgrund des Black-Box-Charakters der Handelsstrategie ist eine Formulierung von Renditeerwartungen aber nicht möglich. Da das Wertpapier keine regelmäßigen Erträge liefert, müssen Investoren Vertrauen in die Handelsstrategie mitbringen.

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