Revolutionär Stronach

Einserkastl17. November 2011, 20:03
107 Postings

Viele reden über eine neue Partei - Frank Stronach ist bereit zu handeln

Eine neue Partei? Viele reden darüber, Frank Stronach ist bereit zu handeln. Bei einem Vortrag an der Uni Graz rief der 78-jährige Großindustrielle die Studenten zum Sturm auf die Bastille des etablierten Parteiensystems auf: "Ich bin für eine Revolution des Denkens. Ich hoffe, dass hier in Graz der europäische Frühling beginnt."

Sollte dabei eine politische Bewegung entstehen, sei er aber bereit, Millionen zu investieren: "Wenn ihr eine Idee habt für eine Partei, wenn das zivilisiert ist, würde ich da sehr viel Geld reingeben. Das ist euer Land, ihr müsst das in die Hände nehmen".

Für die Erneuerung der österreichischen Demokratie ist Stronach ausgesprochen qualifiziert. Sein Spruch von der "Goldenen Regel" ("Wer das Gold hat, macht die Regel") könnte der Artikel 1 einer neuen Verfassung werden.

Vor allem aber hat Stronach seinerzeit namhafte Persönlichkeiten aus der Politik verpflichten können: Der junge Karl-Heinz Grasser diente ihm als Manager für "Human Ressources und PR", der wackere Ingenieur Peter Westenthaler war auch dabei und erinnert sich heute noch daran, dass er Film-Starlet Brigitte Nielsen auf dem Racetrack herumführen durfte; und der Infrastrukturminister Mathias Reichhold, heute Bauer, bezog auch einmal Gage von ihm. Diese FPÖ/BZÖ-Persönlichkeiten mit hohem Glaubwürdigkeitsgrad sind sicher zu haben. Denn Stronach würde ja "da sehr viel Geld reingeben". (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.11.2011

Share if you care.