Zwickauer Neonazi-Zelle

Weitere Liste mit tausenden Namen bei Neonazis entdeckt

17. November 2011, 19:14

Datensammlung war für Rechtsextremisten aber keine "Todesliste"

München/Passau - Im Zuge der Ermittlungen zu der Zwickauer Neonazi-Zelle in Deutschland sind einem Zeitungsbericht zufolge in Zwickau erneut Unterlagen mit Daten gefunden worden. Wie die "Passauer Neuen Presse" unter Berufung auf deutsche Sicherheitsbehörden berichtete, handelte es sich um "schriftliche und elektronische Daten", die "tausende Namen und Adressen beinhalten". Darunter seien auch Angaben zu weiteren Politikern sowie zu ausländischen Einrichtungen in Deutschland. Der Zeitung zufolge wurden die Daten von den zuständigen Sicherheitsbehörden der Länder ausgewertet.

Bei den neuen Unterlagen handle es sich um eine Sammlung von Daten, die für die Zwecke der Rechtsextremisten offenbar relevant gewesen seien, zitierte die "Passauer Neue Presse" aus Kreisen von Sicherheitsbehörden. Demnach sei nicht von "Todeslisten" die Rede gewesen.

Die Neonazi-Zelle steht im Verdacht, in den Jahren 2000 bis 2006 neun Migranten türkischer und griechischer Herkunft sowie 2007 eine Polizistin erschossen zu haben. Die Vorgänge um die 1998 untergetauchte Gruppe beschäftigen seit Monatsbeginn die Ermittler. Medienberichten zufolge war bereits zuvor eine Liste mit möglichen Zielen der Gruppe aufgetaucht, auf der auch die Namen zweier Politiker gestanden haben sollen. (APA)

Kommentar posten
16 Postings
Cymbalist
00
18.11.2011, 17:58
offenbar 1000-fache Morde geplant

Vorratsdatensammlung und NPD-Verbot erweisen sich als unerlässlich!

Igor Gassner
51
18.11.2011, 09:28
keine Terrortruppe verzichtet darauf

ihre Taten publik zu machen und keine Terrortruppe hört einfach so zum Morden auf

galiontariaho
00
19.11.2011, 16:30
warum glauben sie terrorismus-experte zu sein?

Igor Gassner
61
18.11.2011, 08:31
keine Terrorgruppe hört einfach so nach 5 jahren auf

und schweigt über ihre Morde egal welche politische Ausrichtung sie hat das ist oberfaul.

anna kinsky walker
13
18.11.2011, 08:30
den deutschen behörden

traue ich zu, die sache komplett aufzuklären.

den österreichischen würde ich es nicht

Sven63
13
18.11.2011, 10:03
Zutrauen schon

ich frage mich aber, ob sie das auch wollen.

Mathias Steinlaus
 
00
18.11.2011, 13:18
..oder dürfen?

Unsere Behörden sind doch im politischen Würgegriff!

am Start
02
18.11.2011, 08:51

die österr. Behörden wären schon fähig so eine Sache zu durchleuchten, werden aber ab einem bestimmten Detailierungsgrad bestimmt daran erinnert wie man die Suppe kocht und danach isst!

sawi48
17
18.11.2011, 07:38

Datensammlung war für Rechtsextremisten aber keine "Todesliste"

Nein, das war die Liste für die Weihnachtskarten, oder halt von dummen Buben gemacht.

Gar nichts im Vergleich zum allgegenwärtigen Linksterrorismus (ACHTUNG: 1 brennender Mistkübel - GEFAHR !!).

Adam Markus
00
17.11.2011, 23:55

Und wir sollen glauben, dass diese Liste von 3 Personen erstellt wurde? Wie sind die bitte an die Infos gekommen?

Ich nehme stark an, dass mehrere Personen mit Zugang zu solchen Daten, also Polizisten oder Geheimdienstmitarbeiter diese Informationen schon seit Jahren zusammentragen.

Der Zweck so einer großen Liste kann nur darin bestehen, sich auf den "eventuellen" Fall einer rechtsextremen Machtübernahme vorzubereiten.

In einem Film würde man soetwas eine rechtsextreme Verschwörung nennen.

In der Realität wohl auch......

El Chó
00
17.11.2011, 23:34

Wenn man die Empfängerliste der Newsletter der FPÖ hernimmt hat man auch tolles Rohmaterial für eine weitere solche Liste...

mrheli
01
17.11.2011, 23:31

Wahrscheinlich haben sie ein Telefonbuch gefunden, diese Zellenforscher:-))

molekühl
00
17.11.2011, 23:04

Eine Todesliste mit 1000 Namen wäre auch ein bisserl sehr ambitioniert für eine "Terrorzelle" mit zwei aktiven Mitgliedern.

Nick Tameer
00
17.11.2011, 21:55
Der Rechtsextremismus hat seine Zwecke, die die Polizei nicht kennt

Die Polizeibehörden werden sich sagen, dass Datensammelwut doch etwas ganz Normales ist.

Weil er´s kann
00
18.11.2011, 20:30

Wo ist für Sie der Unterschied zw. Rechtsextremen und Polizisten?

theEdge
 
310
17.11.2011, 21:54

Wer hat sich denn das verhamlosende Wort "Zelle" wieder einfallen lassen?

Seit Jahrzehnten stehen die Begriffe "Zelle" oder "Schläfer" für kleine, unauffindbare, für die Allgemeinheit aber weitgehend gefahrlose Einheiten von Terroristen. Nach den jüngsten Erkenntnissen dürfte man ruhig von einem Tumor sprechen, der bis in höhere Politikerkreise reicht.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.