Sicherheitsstufe 3

Geheimhaltung: Keine Handykameras im U-Ausschuss

17. November 2011, 18:49

Für Irritation sorgt auch, dass Akten nicht kopiert werden dürfen

Wien - Am Donnerstag wurden die Mitglieder und Ersatzmitglieder des Korruptions-U-Ausschusses von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) vereidigt. Für Irritation unter den Abgeordneten sorgte der Rüffel der Nationalratspräsidentin, sie würde Laptops und Handykameras verbieten oder sogar einziehen, sollte damit während des Ausschusses vertrauliches Material nach außen weitergeleitet werden. Auch die Einstufung aller Gerichtsakten in die Sicherheitsstufe 3 kommt bei den Abgeordneten nicht gut an, das hieße, dass diese Akten nicht kopiert werden dürften.

Eine Reihung der Themen soll noch diese Woche fixiert werden, dann sollen die ersten Akten bestellt werden. Die ersten Zeugenbefragungen wird es vermutlich erst im Jänner geben, sagte Ausschussvorsitzende Gabriela Moser (Grüne). Bereits fix ist, dass der Ausschuss immer am Dienstag und Mittwoch von 9 oder 10 Uhr bis 18 oder 19 Uhr tagen wird. Der Donnerstag ist als Reservetag vorgesehen. In den Wochen, in denen der Nationalrat tagt, wird es keine Sitzungen geben.

Die Zeugenbefragungen im Untersuchungsausschuss werden nicht zeitlich begrenzt sein, sondern nur die Dauer der Sitzungen mit Zeugenbefragungen. Diese sollen nicht wie in früheren U-Ausschüssen bis in die Nachtstunden dauern dürfen. (red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.11.2011)

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16 Postings
francis79
 
00
18.11.2011, 10:28
Ich hab ihn schon vermisst!

Aber da ist er ja! Der DATENSCHUTZ der unter dem neuen Namen Geheimhaltung hochgehalten wird.

Zuerst muss mal in Ruhe untersucht, besprochen, Aussage verweigert, vergessen und auf Geheimnisse verwiesen werden und dann teilen wir dem lieben Wähler mit, was dabei herausgekommen ist.

Marlon62
00
18.11.2011, 10:09
Na,

da müssen aber viele Leute verdammt viel Dreck am Stecken haben.

Hudri Wudri
00
18.11.2011, 12:41
Ist doch immer gut,

Fragen, die ins oeffentliche Interesse fallen, hinter verschlossenen Tueren zu verhandeln ;-)
Dazu kommt noch eine fehlende Verfahrensordnung, was das Vertrauen in so ein Instrument auch nicht gerade staerkt.

Mahnende Stimme
00
18.11.2011, 09:18
Vertuschen

Bestechlich
Korrupt
Unsozial
Egoistisch
Manipulierend
Lügend
Schlafend
Abwesend
Aussitzend
Durchtauchend
Angefüttert
Anstandslos
Vertuschend
POLITIKER

Franz Schwingenschrot
00
18.11.2011, 07:34

Dieser Ausschuss wird so geheim sein, dass nicht einmal die Ausschussmitglieder wissen, worum es eigentlich geht.
http://gedaunknsplitta.blog.de

Auswandern, aber wohin?
00
18.11.2011, 07:10
Die geschätzten Vorposter

würden aufheulen, wenn ihre Daten öffentlich werden würden - zu Recht. Aber wenn es nur die Daten anderer betrifft, ist es schon okay?

Auswandern, aber wohin?
00
18.11.2011, 09:55
Natürlich geht es um private Daten

Der Ausschuss erhält Unmengen von privaten Daten, weil man ja nicht wissen kann, welche relevant sind. Ein Teil dieser Daten wird dann zum Ausschussthema - politische Verantwortung für Malversationen - was aussagen und ein Teil nicht. Veröffentlicht man alle Daten, liegt ein Verstoß gegen das verfassungsgesetzlich gewährleistete Recht auf Datenschutz vor. Die Daten, deren Veröffentlichung der Ausschuss für die Beurteilung der politischen Verantwortung für relevant hält, wird er veröffentlichen dürfen - da gibt es wohl ein klar überwiegendes Interesse der Öffentlichkeit.

13thfloorelevators
00
18.11.2011, 09:30

Es geht hier nicht um private daten

##V+##
01
18.11.2011, 05:16
Ich bin im Gegenteil dafür, dass U-Ausschuss Tagungen LIVE übertragen werden MÜSSEN!

Österreich, ein Entwicklungsland in Sachen parlamentarischer Demokratie.

Wahrheit111
02
18.11.2011, 00:24
Bei Sicherheitsstufe 4 ...

wäre das Einsehen der Akten laut Prammer nur mit einer "Wetten dass"-Brille erlaubt ...

Fritz Meyer
01
18.11.2011, 00:07
Andersherum würde die Politik sofort unterstellen...

dass da jemand etwas zu verbergen hat.

NONE
010
17.11.2011, 23:41

"Politiker" die Geheimnisse haben in einer Demokratie sind sofort zu verhaften.

Ausreden dürfen nicht gültig sein. Es besteht und bestand Korruptionsgefahr durch "Politiker".

Völlige Transparenz ohne Kompromisse.

Track123
00
17.11.2011, 21:32
Lustig wirds

Wenn das Geschrei darüber wieder größer ist, wer was an die Öffentlichkeit gebracht hat, als das was an die Öffentlichkeit gebracht wird.

der schwitzbär der schwitzt sehr
06
17.11.2011, 20:31
die Wähler dürfen offenbar nix erfahren

NONE
10
17.11.2011, 23:42

Ich bin kein Wähler. Indirekte Demokratie interessiert mich nicht.

Ich zahle aber Steuern und sehe so oder so nicht ein wieso "Politiker" Geheimnisse in dieser Form haben dürfen.

Die Republik ist ruiniert.

Analyser
02
17.11.2011, 20:00

soviel zum Thema Transparenz

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