Aufmüpfige Ortschefs: SPÖ plant öffentliche Demontage

17. November 2011, 19:03

Immer mehr Teilnehmer bei überparteilicher "Bürgermeisterplattform"

Linz - Der Aufstand in Oberösterreichs Gemeindestuben weitet sich aus. Immer mehr Ortschefs schließen sich nämlich der überparteilichen "Bürgermeisterplattform" an. An einem Treffen am Donnerstag im Gemeindeamt von Walding bei Linz nahmen bereits 15 Bürgermeister teil. Und es hätten noch mehr sein sollen: Unmittelbar vor Sitzungsbeginn sagten vier ÖVP-Bürgermeister per Mail ihre Teilnahme ab. Dem Vernehmen nach soll der Grund dafür massiver Druck aus der schwarzen Landesparteizentrale gewesen sein. Anfang Oktober waren zehn Ortschefs - acht von der SPÖ, je einer von der ÖVP und der Bürgerliste - mit ihren Anliegen an die Öffentlichkeit gegangen. Angesichts der angespannten Gemeindebudgets verlangten sie unter anderem eine Entflechtung der Transferströme und einen "Rettungsschirm" für die kommunalen Haushalte.

Land, Städte- und Gemeindebund präsentierten dann vergangene Woche ein Entlastungspaket für Gemeinden in der Höhe von rund 600 Millionen Euro. Doch der erhoffte Kommunalfrieden bleibt aus. "Das ist ein Schummelpaket des Landes. Das sind fiktive Zahlen, davon haben die Gemeinden nichts", ärgert sich Waldings Bürgermeister Josef Eidenberger (SP) im Standard-Gespräch.

Besonders prekär ist der Aufstand für die Landes-SPÖ. Am Samstag soll nämlich im Rahmen eines Landesparteitages die Strategie für den roten Neuanfang nach dem Wahldebakel 2009 offiziell präsentiert werden. Rebellen in den eigenen Reihen passen da nicht ins Reformkonzept. Zumindest lässt die Härte der roten Landesspitze darauf schließen. Aus SPÖ-Kreisen war zu erfahren, dass vonseiten der Parteiführung derzeit mit Nachdruck versucht werde, Delegierte zu finden, die am Parteitag die Bürgermeister-Rebellen öffentlich demontieren. (Markus Rohrhofer, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.11.2011)

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Posting 1 bis 25 von 26
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karl65
32
18.11.2011, 16:25

Gemeinden bekommen Steuergeld, das sie nicht einheben müssen, zum Zuckerl verteilen. Dann verschenkens mehr als sie bekommen haben und Schuld ist dann natürlich das Land, weil es die Mehrausgaben nicht abdeckt.

Das Ganze wird dann nur noch übertroffen von Wählern, die glauben so ein Verhalten ist mutig, aufrichtig, volksnah oder so ähnlich. Verdrehter gehts echt kaum.

Juni73
 
00
18.12.2011, 20:57

FALSCH! Die Länder zweigen sich Geld, welches den Gemeinden gehört ab, um es dann großzügig zu verteilen. In OÖ vorzugsweise für neue Gemeindeämter in 500-Einwohner Gemeinden. Dazu noch eine neue Stockhalle mit Veranstalungscenter.

sirnicha
11
21.11.2011, 10:28
nullkommanullahnung

ich würde mich an ihrer stelle zuerst informieren.
und vor allem: zuersst denken - dann plaudern...
ansonsten ab mit ihnen in die zentrale posterabteilung des herrn faymann!

die naive
82
18.11.2011, 16:10
Tja, die Roten und die Demokratie

war und ist ein Widerspruch.

RegR Borromäus Maschitz
33
19.11.2011, 16:32
völlig richtig!

wien ist eine rote quasi-diktatur!

die naive
20
20.11.2011, 14:14

Ja; seid Jahrzenten - die konnten sich ihre Verknüpfungen und Vernetzungen (siehe auch diverse Firmen) in Ruhe aufbauen.

WernaeI Spindelmann
14
18.11.2011, 15:28
Die Gemeinden sind die größten Geldverschwender der Republik!

Man möge doch einmal durch Neuhofen an der Krems, Steyregg, Feldkirchen an der Donau, Ansfelden, Walding, Hofkirchen im Mühlkreis, St. Georgen an der Gusen, Luftenberg, Julbach, Pinsdorf gehen und schauen, was da in den letzten Jahren an Unsinnigkeiten errichtet, gebaut, verschönert, wurde!

In den Gemeinden mit ihren traditionell "volksverwurzelten" Politikern ist wirtschaftlicher Hausverstand kaum anzutreffen. Statt dessen regiert die Korruption: hier ein Sportplatz für die Wähler, da ein Feuerwehrhaus für die Wähler, dort ein Veranstaltungszentrum für die Wähler,... Auslastung generell unter 3%!

Aber es ist typisch: anstatt zu sparen und die unsinnigen Projekte der Pimperl-Gemeinden zu hinterfragen schreit man nach mehr und mehr Geld!

Hans Vogel
01
20.11.2011, 10:31
Richtig!

Deshalb protestieren die Ortskaiser so gegen eine Gemeinde Zusammenlegung. Da verlieren viele ihre Macht.

leo lander alias mont tatont
01
19.11.2011, 17:59
und selten sind sich Schwarz und Rot so einig dabei

G.G.White
03
19.11.2011, 08:50
Kunst im Kreisverkehr

Jeder Bürgermeister muss doch bitte 2-3 mal im Jahr was einweihen dürfen und dann am Feuerwehrfest mal kurz zu Ehren die Blasmusi dirigieren. Sonst gwinnst nix! Die Korruptionsstaatsanwaltschaft sollte sich baldigst die Einrichtung einer Sondereinheit "Föderalismus- und Kommunalkorruption" überlegen.

Elegantestes Conversations-Lexicon für alle Stände
00
18.11.2011, 18:01

Stimmt natürlich, aber das sieht jetzt nach einem Streit zwischen Land und Gemeinden aus, wer das Geld verplempern darf.

ulli zeller
00
18.11.2011, 14:05

warum werden menschen, die etwas kritisch hinterfragen und auch gegensätzliche vorschläge machen, gleich immer als rebellen im negativsten sinn bezeichnet? der umgang miteinander in respekt, dem anderen zuhören, ehrlich alles überdenken ... das sind kulturfertigkeiten, die keiner mehr beherrscht - schon gar nicht, wenn er sich an der macht fühlt. wir brauchen andere politiker!

emma48
00
18.11.2011, 14:31
so wie es ausseieht ist auch inerhalb von Ö multikulti verpöhnt

was sollen wir daraus lernen. Unsere Leut die uns vorzeigen sollten wie man mit Respekt miteinander umgeht haben doch jegliche Bezug zur der Bedeutung von Respekt schon lange verloren. Alles wird dem zwang ein Lemming zu werden unterworfen. Jeder anders oder kritisch denkende Mensch wird dadurch automatisch zum Terroristen oder Meuterer.

Elegantestes Conversations-Lexicon für alle Stände
02
18.11.2011, 11:11

Wär ja schön wenn den Regimebonzokraturen die Basis wegbröselt.

Dragomir
10
18.11.2011, 11:10

HILFE FÜR GOISERN!

Dragomir
11
18.11.2011, 10:59

Der Goiserer Bürgermeister soll endlich Stellung beziehen. Goisern stirbt

linkslinker gutmensch
14
18.11.2011, 09:28

Viele Bürgermeister ruinieren die eigenen Gemeinden mit idiotischen Projekten (werden vom Wahlvolk mit einer weiteren Amtszeit belohnt) und wenn dann finanziel der Ofen aus ist, soll das böse Land, der böse Bund einpringen.

Section Control
01
18.11.2011, 07:44
nach der ungehorsamen Pfarrerinitiative kommt endlich die ungehorsame Bürgermeisterinitiative

Peter Hammer 06
00
18.11.2011, 10:35
Wenden Sie sich voll Vertrauen an die ÖVP-Landesleitung....

...und hinterfragen Sie die 4 Mail-Absagen durch ÖVP-Bürgermeister.

Briefträger
03
18.11.2011, 06:27

Es gibt eine Landeshauptleutekonferenz, die sich selbst installiert hat. Warum sollte es nicht auch eine Bürgermeisterkonferenz geben die sich selbst installiert.

Die Landeshauptleute versuchen ja auch immer der Bundespolitik Forderungen zu stellen. Warum sollten dies die Bürgermeister nicht auch beim Land dürfen.

theEdge
 
06
17.11.2011, 21:57

Und wieder einmal muss eine Partei "von unten" daran erinnert werden, wofür sie eigentlich eintritt.

Lünz
016
17.11.2011, 21:14
Überparteilichkeit und gemeinsam konstruktiv für die Bürger arbeiten.

Der ultimative Albtraum der Parteizentralen.

Fritz Meyer
00
18.11.2011, 00:09
Am Ende werden die so noch dazu gezwungen...

wieder etwas für das Wohl der Bevölkerung zu tun.

Ja, davor haben's schon grosse Angst.

m-h1
48
17.11.2011, 19:10
Stalinismus

Genosse Ackerl schreckt scheinbar vor stalinistischen Methoden, die er sonst so gern verbal geißelt, im eigenen Haus nicht zurück.

sawi48
03
18.11.2011, 07:41
Leider auf einem Auge blind:

Unmittelbar vor Sitzungsbeginn sagten vier ÖVP-Bürgermeister per Mail ihre Teilnahme ab. Dem Vernehmen nach soll der Grund dafür massiver Druck aus der schwarzen Landesparteizentrale gewesen sein.

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