WKÖ räumt trübe Aussichten ein

17. November 2011, 14:38
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Seit Sommer werden die Prognosen immer pessimistischer, das Wirtschaftsbarometer der WKÖ stimmt in den Chor ein

Wien - In die Reihe der seit Sommer immer pessimistischer werdenden Prognosen fällt auch das am Donnerstag veröffentlichte Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer (WKÖ). Die wichtigsten Ergebnisse der zweimal jährlich durchgeführten Stimmungsumfrage: Die Erwartungen zum Wirtschaftsklima sind eingebrochen, jene für Inlandsumsätze stagnieren und bei den Investitionen agieren die Unternehmer wieder zögerlicher.

Auf der Haben-Seite stehen noch die Erwartungen an die Exportumsätze, wo man noch leicht optimistisch ist.

"Vor allem Neuinvestitionen werden zunehmend auf die lange Bank geschoben", sagt Claudia Huber von der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik zur APA. Gerade dieser Investitionstyp sei nach dem Einbruch 2008/09 lange nicht angesprungen, erst seit Frühjahr 2011 habe es ein kurzes Aufflackern gegeben. Die Stimmung habe sich quer durch alle Unternehmensgrößen verschlechtert.

Während die Dienstleister noch relativ gelassen sind, schauen die Produzenten pessimistischer in die Zukunft. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmer erwarten noch eine konstante Auftragslage, der Anteil jener, die sinkende Umsätze erwarten, steigt aber. "Die hohen Preiserwartungen vom Frühjahr 2011 haben sich in der aktuellen Umfrage deutlich reduziert", sagt Christoph Schneider, Chef der Wirtschaftspolitik-Abteilung der Kammer.

Der am frühesten reagierende Indikator, die Erwartungen an das Wirtschaftsklima, ist von minus vier im Frühjahr auf minus 41 Punkte zurückgegangen. Die Studie beruht auf einer Befragung von 1.500 Unternehmen.(APA)

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