Neues Dokument legt Pläne offen - Feinde müssten mit ernsten Konsequenzen rechnen
Das US-Verteidigungsministerium ist darauf vorbereitet im Ernstfall Cyber-Angriffe auf Telekommunikationsinfrastrukturen durchzuführen, sollte feindliches Handeln die Regierung, das Militär oder die Wirtschaft des Landes bedrohen. Dies geht aus einem jüngst veröffentlichten Regierungsdokument an den Kongress hervor.
Ernste Konsequenzen
Wie The Washington Post meldet, handele es sich dabei um den bislang detailliertesten Bericht zum Cyberwarfare-Programm der Regierung. Demnach würden Länder oder kriminelle Organisationen, die einen Schlag gegen US-Infrastrukturen planen, "ein gravierendes Risiko eingehen". Das Pentagon habe die Fähigkeit, "offensive Operationen im Cyberspace" durchführen zu können, um "unser Land, unsere Alliierten und Interessen zu verteidigen".
Unklarheiten
Zahlreiche wesentliche Punkte ließe der Bericht jedoch unbehandelt. Beispielsweise äußert man sich nicht dazu, welche Einsatzregeln außerhalb designierter Kampfzonen zum Greifen kommen oder, ob neutrale Länder konsultiert würden, sollten ihre Infrastrukturen für Angriffe genutzt werden. Auch werde die Zweckmäßigkeit von Testeinsätzen nicht besprochen. (zw)