Wien: Empfehlung für Auhof zurückgenommen

17. November 2011, 14:11
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Die Empfehlung für den Prater bleibt bestehen - In der Zone Auhof kann die Sicherheit der Frauen nicht gewährleistet werden, so Sandra Frauenberger

Wien - Mit Inkrafttreten des neuen Prostitutionsgesetzes hat die Stadt Wien den Prater sowie den Bereich Auhof als mögliche Zonen für Sexarbeiterinnen empfohlen. Die Empfehlung für den Auhof wird nun allerdings zurückgenommen. "Die Sicherheit der Frauen ist dort nicht gewährleistet", teilte die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger via Aussendung mit. Es wäre daher unverantwortlich, die Empfehlung weiter aufrecht zu halten.

Der Auhof sei von Frauen zudem sehr schlecht angenommen worden. Sie seien häufig direkt bei der Westeinfahrt gestanden, was sehr gefährlich sei, sagte eine Frauenberger-Sprecherin. Die Empfehlung für den Prater, der auch gut angenommen werde, bleibt bestehen. Hier werde die eingesetzte Steuerungsgruppe allerdings laufend beobachten, wie es um die Sicherheit bestellt sei, versicherte die Sprecherin.

Bezirke müssen Okay geben

Das Prostitutionsgesetz verbietet seit Anfang November die Anbahnung von Prostitution in Wohngebieten. Dennoch plant die Stadt vorerst drei Erlaubniszonen am Sechshauser Gürtel, am Neubaugürtel sowie am Josef-Holaubek-Platz nahe der Wirtschaftsuniversität. Die betroffenen Bezirke müssen allerdings noch ihr Okay geben. Um mögliche weitere Ausnahmebereiche zu diskutieren, wird es demnächst eine Gesprächsrunde mit allen Gürtel-AnrainerInnenbezirken geben.

Die Stadt wertet das Gesetz insgesamt als Erfolg. Laut Aussendung ist die Zahl der Straßenprostituierten bereits um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Durch die angestrebte Indoor-Verlagerung wolle man außerdem Wien generell für den Menschenhandel unattraktiv machen. Denn ein Großteil der Sexarbeiterinnen seien Frauen, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen über die Grenze gebracht wurden, hieß es. (APA)

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