Japan

Reis in Fukushima mit radioaktivem Cäsium verseucht

17. November 2011, 13:39

Regierungssprecher: Nicht auf den Markt gelangt

Tokio  - In Japan sind erstmals seit dem Atomunfall in Fukushima überhöhte Werte an radioaktivem Cäsium in Reis gemessen worden. Regierungssprecher Osamu Fujimura kündigte daraufhin am Donnerstag an, ein Lieferverbot für Reis aus Onami, einem Stadtteil Fukushimas, zu prüfen. Er versicherte zugleich, dass der betroffene Reis nicht auf den Markt gelangt sei, da die Tests vor einer Auslieferung erfolgt seien.

Bei der Untersuchung waren 630 Becquerel pro Kilogramm gemessen worden. Der vom Staat festgesetzte Grenzwerte beträgt 500 Becquerel. Reis ist ein Grundnahrungsmittel der Japaner.

Regierung spielt Ergebnisse herunter

Bereits im September waren in Reis aus dem Ort Nihonmatsu in der Provinz Fukushima bei vorläufigen Tests 500 Becquerel an Cäsium gemessen worden. Spätere Messungen ergaben jedoch Werte im zulässigem Bereich.

Die Regierung versuchte das neue Testergebnis in Onami herunterzuspielen. "Ich habe gehört, dass das kein ernstes Problem wird", wurde Regierungssprecher Fujimura zitiert. Man werde weiter versuchen, eine Ausbreitung unbegründeter Gerüchte über radioaktiv verseuchte Produkte aus Japan zu verhindern, wurde Fujimura von der Nachrichtenagentur Kyodo zitiert.

Böden in Ost- und Nordostjapan kontaminiert

Nach einer Anfang der Woche veröffentlichten Studie japanischer Forscher ist der Boden in weiten Teilen Ost- und Nordostjapans mit Cäsium 137 verseucht. In der Präfektur Fukushima liege die Belastung über dem Grenzwert von 5.000 Becquerel je Kilogramm Boden, in den Nachbarprovinzen Miyagi, Tochigi und Ibaraki nur knapp darunter. Dort seien unbedingt detaillierte Messungen nötig, da die Kontamination lokal stark schwanken könne, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Proceeding" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS).

Anhand meteorologischer Daten vom 20. März bis 19. April hatten die Forscher jene Cäsium-137-Mengen abgeschätzt, die in die Atmosphäre und auf den Boden in sämtlichen Präfekturen Japans gelangten. Viele Japaner hoffen, dass es dem Staat dennoch geling, Bauernhöfe, Schulen und anderen Gebäude von radioaktiven Partikeln zu befreien. Im kommenden Jahr soll eine Dekontaminationsaktion beginnen. Dabei müssen gewaltige Bodenmengen entsorgt werden. (APA)

derElch
21
17.11.2011, 15:36

Aufpassen, dass der Sack nicht umfällt!

Aracni Santini
11
17.11.2011, 22:46
Bis Sie der Sack Reis sind, der umfällt...

Das eine ist noch nicht einmal weg, kommt schon das nächste radioaktive Zeugs.... es wird mehr und mehr und mehr... reichert sich in unseren Knochen an, in der Leber, in Muskeln, passiert natürlich Magen Darm, Niere (genau diese Karzinome steigen - kein Zusammenhang - natürlich).. Leukämie... Leberkrebs, Lungenkrebs etc. Krypton 85 kann auch was...

Flaschenpost
10
17.11.2011, 15:00
Wer hätte das gedacht?

No_lD
12
17.11.2011, 21:38
ich

Und ich denke mir noch mehr. Irgend ein käufer wird sich noch finden. Hungersnot in afrika....

Friederich
20
17.11.2011, 14:24
"Dekontaminationsaktion beginnen"

Die Frage ist, wohin mit ca. 30 Mio. qm2 kontaminierter Erde?
Etwa im Meer verklappen?

dipl ing wurzel
22
17.11.2011, 14:08
Japanischer TV-Moderator an Leukämie erkrankt

Der hatte vorher demonstrativ in seiner Show landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Fukushima gegessen, weil das ja alles völlig harmlos ist.
http://tinyurl.com/7kqqywg

yokozuna
00
19.11.2011, 00:51
Es ist nicht realistisch anzunehmen,

dass er wegen dem einmaligen Reisverzähr krank wurde.

In diesem Artikel geht es um heuriger Reisernte. Alter Reis vom letzten Jahr, der momentan auf dem Markt ist, ist sowieso nicht verstrahlt.

Währenddessen sind in Fukushima und in den nahe gelegenen Präfekturen mehrere Menschen, die jung (ca. 30-40 und einige Kinder) und völlig gesund waren, plötzlich an Herzleiden gestorben. Das ist Information aus Twitter, die gar nicht ernst genommen werden. Akute Herzkrankheiten können wohl durch Cäsium verursacht werden....

Gerhard Ingolf
21
19.11.2011, 09:38

Na ja, wenn er vorher krank geworden wäre hätte es keinen direkten Grund dafür gegeben. Aber jetzt weis jeder, dass nur Fukushima Grund dafür sein kann. Ab jetzt weiß man bei jeder (Krebs-) Erkrankung den Grund: Fukushima! Ohne Fukushima hätten alle Krebserkrankungen schlagartig aufgehört, und es hätte keine Mißbildungen mehr gegeben - alles was ab jetzt auftritt ist auf Fukushima zurückzuführen!

Die Konzentration des radioaktiven Cäsium ist so gering, dass sowohl chemische als auch radiologische Schäden (Herzbeschwerden)ausgeschlossen werden können.

Allerdings könnte die durch die Medien verbreitete Angst einen Einfluss haben - nach Tschernobyl war in Österreich die hohe Selbstmordrate die einizige statistisch nachweisbare Folge.

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