Anrainer in Mariahilf sollen mitgestalten

Ansichtssache17. November 2011, 16:02
128 Postings

Die Wiener Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou will den Autoverkehr auf der Mariahilfer Straße drastisch reduzieren. Am Donnerstag wurden daher den Anrainern drei Varianten präsentiert, um dieses Ziel zu erreichen.

Die erste Variante sieht eine Fußgängerzone im unteren Straßenabschnitt, konkret zwischen Andreasgasse und Stiftgasse, vor. Der Radverkehr bliebe dort dennoch erlaubt, Wirtschafts- und Anrainerverkehr wären ebenso möglich.

Das zweite Konzept würde die Mariahilfer Straße in einen sogenannten Shared Space verwandeln, auf dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt unterwegs sein können. Dafür müsste die Shoppingmeile niveaufrei gemacht werden, Ampeln und Verkehrszeichen würden größtenteils verschwinden. Autos könnten bei dieser Lösung auch weiterhin auf der "MaHü" unterwegs sein, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde. Vassilakou verwies allerdings darauf, dass Experten hier noch prüfen müssten, inwieweit dies für die gesamte Straße umsetzbar wäre, schließlich würde es sich hier um das "längste Shared-Space-Modell weltweit" handeln.

Die dritte Möglichkeit ist eine Art Mischform aus Vorschlag eins und zwei: Die Mariahilfer Straße wäre zwischen Gürtel und Theobaldgasse prinzipiell autofrei, Querungen wären aber nach wie vor möglich. Folglich würden die Kreuzungsbereiche als Shared-Space-Flächen genutzt werden. Lieferverkehr und die Zufahrt zu Anrainergaragen wären ebenso erlaubt.

Bild 1 von 12
max daublebsky
Share if you care.