21-Jähriger in Wiener U3 durch Bruststich verletzt

17. November 2011, 11:20
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Junges Paar mit zwei Hunden von Unbekanntem angegriffen

Wien - Während einer Fahrt mit der Wiener U-Bahnlinie U3 ist einem 21-Jährigen am Mittwochabend ein Messer in die Brust gerammt worden. Der Täter konnte flüchten. Die Begleiterin des schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzten Opfers war Zeugin der Bluttat. Der Angreifer und das Pärchen kannten einander offenbar flüchtig, das Zusammentreffen im Waggon dürfte zufällig gewesen sein, berichtete Polizeisprecherin Adina Mircioane.

Der Auslöser für die Attacke war nach Angaben der 22-Jährigen - seit zwei Jahren Ehefrau des Opfers, seit vier Jahren mit diesem liiert - ein Wortwechsel wegen der beiden Hunde, die das Pärchen bei sich hatte. Der Mann, den sie als "Tommy" aus der Obdachlosen- und Suchtgiftszene kannten, habe sie wegen der Tiere angesprochen. Er wollte angeblich einen der beiden Hunde haben. Laut der Zeugin war der junge Mann im Drogenrausch.

Wunde im Schock nicht bemerkt

Plötzlich habe der Mann ein Springmesser gezogen und zugestochen. Die Attacke ereignete sich gegen 18.00 Uhr in einem Richtung Simmering fahrenden Zug der U3 zwischen den Stationen Stubentor und dem Bahnhof Wien-Mitte im Bezirk Landstraße. Der 21-Jährige erlitt eine Stichwunde nahe dem Herzen, sagte Mircioane. Er befand sich aber nicht in Lebensgefahr.

Dem Opfer war offenbar zunächst nicht einmal klar, dass es attackiert worden war: Im Schock habe der 21-Jährige die blutende Wunde gar nicht bemerkt, er und seine Frau verließen gleichzeitig mit dem Angreifer den Zug. Während der Messerstecher sofort davonlief, brachte die 22-Jährige ihren schwer verletzten Mann zur Stationsaufsicht, deren Mitarbeiter die Behörden verständigten. Die Rettung lieferte den 21-Jährigen ins Krankenhaus ein.

Der Angreifer soll 1,65 bis 1,70 Meter groß und mollig sein, bekleidet war er u.a. mit einer weiß-grauen Jacke und blauen Jeans. (APA)

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