Napster-Gründer: IT-Markt-Blase wird bald platzen

17. November 2011, 10:58
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Sean Parker sieht starke Anzeichen für Markteinbruch in ein bis zwei Jahren

Napster-Gründer Sean Parker sieht große Probleme auf die US-IT-Branche zukommen. In einem Interview mit dem Branchenportal Cnet meint Parker deutliche Zeichen für eine neue Blase vernehmen zu können. Dies Zeige sich einerseits durch überaus spendable Investoren und die Masse an jungen Start-ups. "Das ist ein Modell, das gut funktioniert solange der Markt nach oben geht", so Parker.

Kauflaune

Auf der anderen Seite kündige sich der Umbruch durch die gestiegenen Übernahmepreise für Start-ups ab. Google etwa übernahm allein im vergangenen Quartal 27 Firmen. Bei einem Großteil davon ginge es um die Sicherung von Talenten, die sich der Suchmaschinenbetreiber genauso wie Facebook, Microsoft und andere Giganten einiges kosten lassen. Entwickler-Gehälter von bis zu einer Million US-Dollar seien den Unternehmen die Bindung hoch qualifizierter Arbeitskräfte wert.

Börsenkrach

Mit Sorge sehe Parker den Drang junger Firmen aufs Börsen Parkett. "Ich denke, wenn die etablierten Player ihren Börsegang unter Dach und Fach gebracht haben, werden es einige weitere Unternehmen probieren, die noch nicht so weit sind", so die Befürchtung. "Das wird bei diesen Unternehmen schief gehen und dann wird man massive Verluste sehen. Und wenn sich diese Verluste häufen, wird der Aktienmarkt der Technologiebranche erneut einstürzen."

Gute Jahre bald vorbei?

Sollte es soweit kommen, würden sich junge Talente auf härtere Zeiten einstellen müssen. Zumindest fiele dann die Bereitschaft der Konzerne, viel Geld für Akquisitionen auszugeben, wieder rapide ab.

Wann es dazu kommen soll, könne man nicht genau sagen. "Vielleicht haben wir noch ein, maximal zwei Jahre", glaubt Parker. "Schlussendlich wird die Anzahl an toten jungen Firmen aber dramatisch die Anzahl an Unternehmen übersteigen, die Google und Facebook bereit sind zu kaufen. Dann sind die fetten Jahre vorbei." (zw)

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Cnet

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    Sean Parker betreibt selbst eine Investment-Firma

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