Neuerlicher Schiffsunfall auf der Donau heizt Sicherheitsdiskussion an

17. November 2011, 19:35
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Leck geschlossen - Wasser aus Maschinenraum gepumpt - Ölsperren errichtet

Melk - Entwarnung um das in der Donau bei Melk auf eine Schotterbank aufgelaufene und leckgeschlagene Schubschiff: Feuerwehrtauchern ist es bis in die Abendstunden des Donnerstag gelungen, das Leck in dem Schiff zu schließen, teilte Franz Resperger vom Landeskommando mit. Dazu seien Spezialkeile von außen und Schnellzement von innen verwendet worden. Auch das Wasser wurde aus dem Maschinenraum gepumpt.

Das Schiff unter deutscher Flagge war am Donnerstag gegen 7.00 Uhr auf Höhe der Melker Donaubrücke auf Grund gelaufen. Eine Ursache des Unglücks war vorerst nicht bekannt. Der Verband transportierte Benzin und Diesel. Aus den entsprechenden Tanks der Schubkähne, die vertäut wurden, trat nichts aus.

Schiff manövrierunfähig

Vier Feuerwehren rückten aus und hatten u.a. drei Boote im Einsatz. Um das Schubschiff wurden Ölsperren errichtet. Weil auch der Sicherungskasten unter Wasser stand, gab es mit Ausnahme eines Hilfsaggregates keinen Strom an Bord, so Resperger weiter. Das demnach manövrierunfähige Schiff wurde in der Folge von der Feuerwehr mit Stahlseilen gesichert.

Zuletzt hatte sich auf der Donau bei Regelsbrunn in der Nacht auf Montag ein folgenschwerer Unfall ereignet. Ein Schubverband war auf einen im Mai 2011 gesunkenen Schotterfrachter aufgelaufen. Laut Oberster Schifffahrtsbehörde soll das Wrack bis Ende Jänner 2012 geborgen werden. Mit diesen beiden Vorfällen und der Havarie eines Transporters im November 2010 handelte es sich am Donnerstag bei Melk nunmehr um den vierten Unfall innerhalb eines Jahres. (APA)

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    Einsatzkräfte bei der Sicherung des Schubschiffes auf der Donau.

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