Google startet mit Online-Musikdienst durch - 13 Mio. Songs und Unterstützung von Android-Geräten
Der Internetkonzern Google hat mit der Erweiterung seines Musikangebots die Konkurrenz zu Apple und Amazon verschärft. Google stellte unter der Marke Google Music am Mittwoch (Ortszeit) in Los Angeles einen neuen Online-Shop für Musik vor. Google-Manager Paul Joyce sagte bei der Präsentation, "8 Millionen von Songs" seien ab sofort in den USA über die Online-Plattform verfügbar. In den kommenden Tagen werde das Angebot auch auf den mit dem Google-Betriebssystem Android ausgerüsteten Smartphones und Tablet-Computern zur Verfügung stehen. Anders als die Konkurrenzplattformen rund um iTunes wird Google Music vorerst allerdings nur US-Konsumenten bereitstehen.
Store und Cloud
Das Angebot solle zügig auf 13 Millionen Songs ausgebaut werden. Sony Music Entertainment, Universal, EMI sowie einige unabhängige Labels werden ihre Inhalte als MP3 zum Download anbieten. Mit Abwesenheit glänzt der US-Konzern Warner Music. Manche der Lieder werden auch gratis erhältlich sein, der Großteil würde für 69 Cent, 99 Cent oder 1,29 US-Dollar erhältlich sein. Beim Format setzt Google auf nicht geschützte MP3-Dateien mit einer Qualität von 320 kbps.
Gleichzeitig erlaubt es Google, den Online-Dienst zum Streamen eigener, bereits erworbener Songs zu nutzen. Die Nutzer können bis zu 20.000 Songs kostenlos auf Google-Servern hochladen, wie Google während der Testphase des Systems mitteilte. Die zuletzt gespielten Lieder würden jeweils automatisch auf dem Abspielgerät gespeichert und seien damit auch offline zugänglich. Außerdem könnten Nutzer Listen mit ihren Lieblingsliedern erstellen, um diese ohne Internetverbindung anzuhören.
Google+-Integration
Ende März hatte bereits die US-Internetfirma Amazon einen ähnlichen
Musikdienst gestartet, Anfang der Woche startete der Music-Streaming-Dienst Spotify in Österreich. Der Chef der Digitalsparte beim Musikkonzern
Universal Music, Robert Wells, bezeichnete die Zusammenarbeit mit Google
bei der Präsentation am Mittwoch als "bahnbrechend". Er gehe davon aus,
dass sich daraus für die Künstler neue Einkommenskanäle eröffneten,
sagte Wells.
Ein wesentlicher Punkt sei weiters, dass Google-Music-Nutzer künftig ihre gekauften Songs mit anderen Menschen über Google+ teilen können. Eingebettet in das soziale Netzwerk darf man so als Dritter den gesamten Song kostenlos anhören. (zw/APA/Reuters)
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