Mexiko

1.000 Jahre alte Großküche der königlichen Maya-Elite entdeckt

17. November 2011, 06:41
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    foto: inah

    Die riesige Küche lieferte vor rund tausend Jahren die Speisen für die königliche Hofgesellschaft.

40 Meter lange und 14 Meter breite Küche lieferte Speisen für die Führungsschicht

Mexiko-Stadt - Forscher haben auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán eine mehr als 1.000 Jahre alte Maya-Großküche für die Elite des Maya-Volkes entdeckt. Wie das Nationalinstitut für Anthropologie und Geschichte (Inah) am Dienstag mitteilte, handelt es sich um eine 40 Meter lange und 14 Meter breite Küche eines Königspalastes in der archäologischen Zone von Kabah.

Zwischen den Mauerresten seien Reste von Keramikgegenständen, bearbeitete Steine, Tierknochen und Spuren von Feuerstellen gefunden worden. Sie stammen den Angaben zufolge aus der Zeit zwischen 750 und 950. Es gebe aber auch Hinweise, dass der Ort unweit der Maya-Stadt Uxmal im Norden der Halbinsel schon seit 300 vor unserer Zeitrechnung besiedelt war.

Speiseplan wird untersucht

"Wir glauben, dass in den Palästen größere Mengen Essen für viele Personen gekocht wurden, weil die Gerätschaften größere Dimensionen hatten", erklärte die Archäologin Lourdes Toscano. "Wir untersuchen jetzt die organischen Reste, um zu bestimmen, welche Lebensmittel damals verzehrt wurden." (red/APA)

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Dagmar Rehak Wien
 
00
18.11.2011, 08:20

Das war eher eine Werksküche für eine Riesenfirma.

Zinsenfeger
00
20.11.2011, 16:09

Das wird in einem gewissen Sinn ja zutreffen. In einer großen Palastanlage musste man ja auch ein Heer an Bediensteten mitversorgen. Ganz zu schweigen von Zeiten der Baukonjunktur, wo man Bauleute, Steinmetze u.a. brauchte.

Nick Tameer
02
17.11.2011, 20:33

Mal gespannt, wann sie auf diese Hieroglyphe in Form des typischen Doppelbogens stoßen.

Emilix
00
18.11.2011, 08:32
:-)))))

Danke!

Tulip die Teufelstaube
00
17.11.2011, 15:20

Den Mayas würde ich gerne in die Kochtöpfe gucken. Aber ich denke gute Ansätze, für die Speisen die zubereitet wurden, könnten regionale Traditionsgerichte liefern. Großmutters Küche ist bei manchen Gerichten älter als man vermuten lässt.

werwolfi
00
17.11.2011, 13:30

Ob das Resultat auch so - äh - gewöhnungsbedürftig war wie bei den meisten heutigen Großküchen?
;o)

Nick Tameer
01
17.11.2011, 21:39

Eher nicht. Heute ist nur noch der Kunde König, aber damals war der König noch Kunde - und der wenig wählerische Regengott verschmähte auch talentlose Gastronomen nicht.

Lilly Rush
 
01
17.11.2011, 13:42

Die hatten erstens nix Tiefgekühltes und zweitens keine Fertiggerichte.
Also alles frisch.

werwolfi
01
17.11.2011, 17:17

Wer einen Weltuntergangskalender hat, hat auch Fertiggerichte... ;oP

sekir 09
00
18.11.2011, 11:37

wer einen weltuntergangskalender hat...
...nimmts zumindest mit dem ablaufdatum genau.

werwolfi
00
18.11.2011, 16:53

Eigentlich genau nicht, hätt ich vermutet ;o)

Lilly Rush
 
00
17.11.2011, 18:01

Da habens warscheinlich gar net so Unrecht:
Die Römer hatten ja schon viel früher ihre Garküchen.
Quasi Mc Donalds auf Bio.

Marlon62
00
18.11.2011, 07:36
Die Römer gingen sogar soweit,

den Mäckie mit sich herum zu transportieren. Die Legionen führten riesige Rinderherden mit sich, um stets einen Mac Hatsch Burger zur Verfügung zu haben. So kamen auch die Rottweiler als "Viehtriebhunde" nach Germanien, wo sie später als "Fleischerhunde" und "Wagelhunde" verwendet wurden.

Nick Tameer
00
18.11.2011, 13:06

Die römischen Legionäre waren, zumindest in ihrer großen Zeit in den halben Jahrtausend vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. Jahrhunder n. Chr., eigentlich mehr eingefleischte Körnerfresser, ergänzt durch etwas Speck und Käse, und wenn es frisches Fleisch gab, deutete das eher darauf hin, dass es militärisch gerade nicht zum Besten stand. Riesige Rinderherden hätten, gerade in kritischen Situationen, aufs Marschtempo gedrückt und ihrerseits wieder jede Menge logistische wie taktische Probleme bereitet.

Tulip die Teufelstaube
00
18.11.2011, 18:54

Hab das mal in einer Dokumentation gesehen.
Die Mongolen unter Tschingis Khan verfolgten lange Vorbereitungsphasen. Zum Beispiel wurde Schafsfleisch in Winterzeiten gefriergetrocknet und in der Blase des Tieres gelagert und später zum verzehr in heißes Wasser als Suppe aufgekocht.

Nick Tameer
00
18.11.2011, 21:50
Liestu!

Da seht aber nirgendwo, dass der Proviant der römischen Legionen aus riesigen Rinderherden bestand.

Und selbst wenn es da stehen würde, würde es trotzdem nicht glauben.

Cäsar spricht im seinem Bellum Gallicum unablässig von Getreidebeschaffung für seine Legionen, aber kein einziges Mal von riesigen, mitgeführten Rinderherden.

Kuckstu vielleicht lieber mal hier:
http://www.atuatuca.de/v2/archae... ahrung.php
Oder auch hier:
http://geschichtsverein-koengen.de/RoemHeer.htm
(Stichwort: Verpflegung eines Legionärs)

Ich will nicht ausschließen, dass auch manchmal Viehherden mitgeführt wurden, aber nicht als wesentliche Marschverpflegung und auch kaum bei den eigentlichen militärischen Operationen.

Marlon62
00
20.11.2011, 10:51
Liest du

u.a.; Römisches Lager in Bonn

Marlon62
00
19.11.2011, 11:20
Die Römische Geschichte

begann und endete nicht mit Gaius Iulius Caesar

Nick Tameer
00
19.11.2011, 17:27

Wenn Sie das nächste Imperatorenamt antreten und den Feinden eine Freude machen wollen, lassen Sie halt riesige Rindertreiben mittreiben.

pox vobiscum
00
18.11.2011, 13:21

Genau, das sollte man spätestens nach der Lektüre von Asterix als Legionär wissen.

Nick Tameer
00
18.11.2011, 13:36

Dass den Legionen keine riesigen Willdschweinherden folgten, dürfte jedenfalls unbestritten sein und als es noch Wölfe und Bären in den Wäldern gab, war es auch noch nicht so leicht, eine größere Truppe mit Schwarzwildbret aus dem Land zu ernähren (über die hegerischen Aspekte des Wirkens von Asterix und Obelix rund um ihr Dorf schweigen die Comic-Bände übrigens).

Trurl
00
17.11.2011, 17:22
???

Ich dachte immer es wäre genau umgekehrt?

werwolfi
00
17.11.2011, 17:52

Gut, das mit Ursache und Wirkung ist ja grundsätzlich immer so eine Sache... Grade als Kollege von Klapauzius sollte dich das nicht überraschen ;o)

Trurl
00
17.11.2011, 18:40

Klapauzius hat sich auf unbestimmte Zeit in Urlaub begeben, also obliegt es mir, das Universum am Laufen zu halten; war übrigens wirklich nett von ihm mich hier einfach so allein sitzen zu lassen...

Die Frage nach der Kausalität ist natürlich diffizil, ich persönlich vertrete allerdings den Standpunkt, dass Fertiggerichte eher Anlass dazu geben sich mit Weltuntergangsphantasien zu beschäftigen, als dass der umgekehrte Fall eintreten könnte und Weltuntergangsprophezeiungen Fertiggerichte hervorbringen.

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