Reaktion

Was wirklich schlimm ist

Kommentar der anderen | Benjamin Kneihs, 16. November 2011, 19:56

Eine Antwort auf Konrad Paul Liessmanns "Die Irrtümer der Bildungspharisäer"

Schlimm genug, dass Kollege Liessmann kein Klischee auslässt und auf so genannte bildungsferne Schichten herabschaut, die seiner Meinung nach nur Rockstars und Fußballer als Vorbilder haben. Es ist schlimm genug, dass er sich über die armen mittelständischen Deppen lustig macht, die noch an Wohlstandsgewinn durch Bildung glauben. Es ist schlimm genug, dass er in der gemeinsamen Ausbildung aller Lehrer/innen eine Dequalifizierung erblickt und so tut, als verfügten wir bereits flächendeckend über gut ausgebildete, entsprechend bezahlte Lehrer/innen, die man nur machen lassen müsste. Wirklich schlimm ist, dass Liessmann damit für eine Rückkehr zur klösterlichen Schule plädiert, die weder von innen (sic!) noch von außen gestört werden soll - und dabei nicht nur die Interessen der Betroffenen sondern überhaupt die Öffentlichkeit von Bildung im Allgemeinen und Schule im Besonderen ignoriert. (Benjamin Kneihs/DER STANDARD, Printausgabe, 17.11.2011)

Zur Person:
Benjamin Kneihs ist Univ. Prof. an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Paris Lodron Universität Salzburg.

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25 Postings
Ludholm der Kranführer
11
17.11.2011, 20:04
Wenn der Herr Jurist sich bequemte

auch nur einen Tag an einer Schule zu unterrichten, wüsste er, dass L. keine Klischees bedient. (Im Gegensatz zu den meisten Klugscheißern hat L. jahrelang an einer Schule unterrichtet)

Dan12
00
17.11.2011, 15:04
da könnte man auch mitdiskutieren:

http://www.facebook.com/#!/Volksb... initiative

Physikus75
64
17.11.2011, 08:55
Wirklich schlimm ist, dass der Jurist glaubt ein Kollege von Liessmann zu sein!

Stefan Martin
00
17.11.2011, 14:35
Don't feed the trolls.

...

distroia
22
17.11.2011, 10:57

wirklich schlimm ist, dass sie zu dingen ihren senf geben, von denen sie offensichtlich keine ahnung haben. professoren (und andere wissenschaftliche mitarbeiter) bezeichnen sich nämlich üblicherweise als kollegen. auch wenn sie nicht an der selben universität tätig sind.
aber klar, wenn man inhaltich nichts beizutragen hat, versucht man andere als blöd hinzustellen. wie durchschauber ...

Physikus75
24
17.11.2011, 13:47
Danke für die Aufklärung,

sie können beruhigt sein, ich habe früher selbst an der Uni als Wissenschaftler gearbeitet.

Allerdings weigere ich mich Juristen als Kollegen zu bezeichnen. Gleiches gilt für Erziehungs"wissenschaftler".

Richtig ist, dass ich inhaltlich hier nichts beitrage. Genausowenig wie der "Kollege", der nur alle Aussagen von Liessmann "wirklich schlimm" findet und dabei nicht einmal ohne Vulgärausdrücke auskommt!

distroia
43
17.11.2011, 13:55

ok kenn mich aus. bei ihrer kleingeistigen ignoranz gegenüber anderen fächern wundert es mich in keinster weise, dass ihnen die lissmannsche ignoranz so gut gefällt.

Physikus75
24
17.11.2011, 14:10

Das nennt man nicht kleingeistige Ignoranz sondern Überlegenheit :-)

Im Ernst: Es macht mich betroffen, dass eine gegenteilige aber begründete Meinung (die zumindest mMn zutreffend ist) in einer derartigen Weise zurückgewiesen wird und nur als ignorant, schlimm usw betitelt wird anstatt sich auch nur ansatzweise mit den Argumenten von Liessmann auseinanderzusetzen.

berlini
01
17.11.2011, 18:10
Nicht aufregen

Dummheit kann man nicht besiegen

Cronos
04
16.11.2011, 23:29

Dem Online-Standard scheint ein Fehler unterlaufen zu sein: Liessmann sollte unter "Kommentar der anderen" veröffentlicht werden. Leider dachte einer der Redakteure Liessmann schrieb der Blattlinie nach.

Nun wird mit einen um den anderen Kommentar versucht die Scharte auszubessern. ;)

mikromalist
 
42
16.11.2011, 23:11
Mit einem Zehntel der Tintenfaktors

von KPL in dessen Herz getroffen. Bravissimo!

William Blake II
11
17.11.2011, 19:18
Eigentlich nicht

Eher hat Liessmann scheinbar einen Nerv getroffen.
Wenn man sein Buch "Theorie der Unbildung" gelesen hat ahnt man, worum es ihm gehen könnte.
Worum es Androsch, der IV, WKO etc. ging bei dem Bildungsvolksbegehren ist wohl auch offensichtlich:

Nicht um Bildung (das Begehren enthält nicht einmal eine Definition) sondern um eine gute Vorbereitung für das Berufsleben/die Wirtschaft. Und natürlich auch bessere PISA-Ergebnisse. Damit wir wettbewerbsfähig bleiben/werden.
Das Bildungsvolksbegehren wurde auch von jenen unterstützt die ohnehin an der Macht sind (SPÖ, IV, Teile der ÖVP).
Also warum nicht einfach umsetzen anstatt dafür nur die Werbetrommel zu rühren?

mikromalist
 
01
17.11.2011, 20:01
Es ist finsterer Zynismus, wenn

die Bremser und Beharrer auf den Klosterschulkonzepten dauernd "tut doch was, Ihr seid ja an der Macht" hämen.

Ich bin völlig dagegen Bildung für Ausbildung vergewaltigen. Aber als Welt-weit tätiger Unternehmer sehe ich wie am-Sand unsere "Bildung" ist. Inhaltlich, didaktisch und organisatorisch.

Und zu KPLs Denkverschligungen habe ich bei seinem Kommentar konkret Stellung bezogen.
Denkschwäche durch Ideologieueberlagerung finde ich bei Philosophen besonders bedenklich.

William Blake II
11
18.11.2011, 06:36
Sie nennen es Klosterschulkonzept

aber gemeint könnte auch eine unabhängigere Schule sein, die nicht ständig durch Interventionen von außen dirigiert wird.
Sie schätzen Liessmann vollkommen falsch ein.
Dieses Volksbegehren wurde medial getragen und promoted von Kreisen, die teils aus Bildung Ausbildung machen wollen, und teils auf der anderen Seite aus dem verkrusteten "Bildungsbürgertum" stammen.
Wozu man es als "Weckruf" für die Politik unterschreiben sollte war mir auch nicht klar, da es von der Politik untertstützt wurde (wie bereits erwähnt).

mikromalist
 
00
18.11.2011, 07:26
Wenn sie sich selbst finanziert.

Unsere Schulen möchten aber Geld von uns und haben eine HORRIBLE Performance. Falsche Konzepte und Inhalte und faule Mitarbeiter.

moki328
63
16.11.2011, 22:23
Bravo!

Ein knapper sehr pointierter kommentar, der die Sache trifft!

Radio Eriwan
00
16.11.2011, 21:02
Haltet den Dieb?

berlini
35
16.11.2011, 21:01
Wirklich schlimm ist

Dass es solche undifferenierte Kommentare gibt. Und es zeigt Liessmann hat die richtige Stelle getroffen.

baroli
31
17.11.2011, 00:21

Seh ich genauso, ein Salzburger Jurist hat halt einen beschränkten Zugang zu der Materie.

Baron Beveridge
10
17.11.2011, 09:52
Beschränkter Zugang

schhön, dass Sie das auch so sehen. Allerdings war der Salzburger Jurist bis 2010 14 Jahre in Wien an der WU tätig, und am Verfassungsgerichtshof. Professoren dürfen sich wohl untereinander Kollegen nennen - Liessmann hat sich durch seinen "philosophischen" Beitrag nicht unbedingt über die allgemeine Kollegenschaft abgehoben...

baroli
31
17.11.2011, 12:11

Und was soll daran gut sein?
WU und VGH sind ja noch entlarvender.
Und warum soll mich die "Kollegenschaft" interessieren?

Max Ville
11
17.11.2011, 09:46

SAlzburger Jurist?
Googeln Sie den CV von Hr. Kneihs, falls Sie dazu in der Lage sind!

baroli
22
17.11.2011, 12:20

Eben weil ich mir den angesehen habe, bezweifle ich, daß der Mann auch nur ansatzweise dazu fähig ist, Liessmann zu verstehen.

Max Ville
01
17.11.2011, 12:56

Hat Ihnen das Nachdenken über KPLs Artikel so heftig weggetan, dass Sie der Meinung sind, er sei so unglaublich schwer zu verstehen?

baroli
11
17.11.2011, 13:12

Wer ihn nicht einmal ansatzweise verstanden hat, ist der Herr.K., wie sollte er auch.

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