Südtiroler Volkspartei auf Österreich-Besuch

16. November 2011, 19:08

Nationalratsparteien kündigten "Lösung für Allgemeinheit" bei Frage nach Doppelstaatsbürgerschaft, Vollautonomie oder Begnadigung der "Pusterer Buam" an

Wien - Die Südtiroler Volkspartei (SVP) ist am Mittwoch auf Österreich-Besuch gewesen und hat für sie "wichtige Themen" mit den Nationalratsparteien in Wien besprochen. Dabei ging es konkret um die Doppelstaatsbürgerschaft, die am Dienstag von SVP-Obmann Richard Theiner ins Gespräch gebrachte Vollautonomie Südtirols, die Schutzmachtfunktion Österreichs und die Begnadigung der "Pusterer Buam". Laut Theiner hätten ihm die Parteien Unterstützung angeboten, teilte er in einer Aussendung am Abend mit.

"Man hat uns zugesichert, alle Themen, die mit der Südtirol-Frage in Zusammenhang stehen, im Lichte einer Lösung im Sinne der Allgemeinheit anzugehen", erläuterte er. Diese Themen dürften keinen parteipolitischen Interessen ausgeliefert werden. Besonders was die doppelte Staatsbürgerschaft betreffe, "ging es uns nie darum, die österreichischen Mehrheitsverhältnisse zu ändern oder am Sozialtisch mitzunaschen. Die doppelte Staatsbürgerschaft ist ein rein ideelles Anliegen", sagte Theiner.

Grund für die Reise nach Wien sei gewesen, um "die wichtigsten Themen mit allen Parteien im Nationalrat in einem offenen Gespräch zu klären." "Wir können ein positives Resümee ziehen, vor allem, weil wir darlegen und unterstreichen konnten, dass die großen Themen auf der Agenda nicht von parteipolitischen Interessen vereinnahmt werden dürfen", fügte der SVP-Obmann hinzu. Laut SVP-Fraktionschef Elmar Pichler Rolle solle im gegenseitigen Respekt für gute Lösungen gearbeitet werden.

Im Halbstundentakt hatten Theiner, Pichler Rolle und der SVP-Kammerabgeordnete Siegfried Brugger Gespräche mit Vertretern der Nationalratsparteien ÖVP, SPÖ, Grüne, FPÖ und dem BZÖ geführt. FPÖ-Klubchef Heinz-Christian Strache kündigte nach dem Zusammentreffen an, aktuelle Südtirol-Themen auf breiter Ebene in einem rasch anzuberaumenden Südtirol-Unterausschuss zu behandeln. (APA)

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11 Postings
Der Kluge
04
2.12.2011, 00:31

Den Politikern in Wien sind die Südtiroler doch völlig egal. Die Wiener wissen ja nicht mal, wie es in Bozen ausschaut. Man braucht sich nur die Kommentare hier durchlesen.
Die Grünen und Roten sagen ganz offen, dass sie nichts mit den Südtirolern zu tun haben wollen, die ÖVP/SVP beschränkt sich auf leere Symbolik und der FPÖ ist das auch kein Anliegen, weil es die Wähler nicht interessiert.

Sogar hier in Nordtirol ist laut mehreren Umfragen - das muss man sich einmal vorstellen - eine klare Mehrheit der Bevölkerung gegen die Landeseinheit. Auch wenn die Thematik keine dringende ist, man kann sich nur für diesen Verrat an den Südtirolern schämen.

bunk moreland
01
3.12.2011, 13:14

analog zur "los von rom" bewegung in südtirol und teilweise ja auch dem trentino (welschtirol), sollte sich in nordtirol/osttirol eine "los von wien" bewegung etablieren. das historische tirol (nord-süd-ost-welschtirol) + vorarlberg als eigener staat wäre sicher eine denkbare option für die zukunft. man hätte sogar nur 1 großstadt weniger als österreich.

sakul
00
17.11.2011, 11:52
Südtirol....

Nun wäre es Zeit sich vom verschuldeten Italien loszusagen, um vollkommen autonom zu sein oder doch den "großen" Schritt zu wagen, und sich seinem Heimatland Österreich anzuschließen.
Doch den österreichischen Politikern fehlt das Gespür, um das momentane "Klima" zu nutzen; - das heißt, man müsste dafür die "die Hand ausstrecken" um Bereitschaft zu zeigen....

Erika Rothen
05
17.11.2011, 12:03
Das diesbezügliche "momentane Klima"

hat in Wien noch nie ernsthaft interessiert. Für die Kleptokraten dort ist Südtirol ein "unendlich kleines Problem" (Zitat des damaligen Außenministers Figl), mit dem man gelegentlich populistisches Kleingeld macht (wie jüngst Strache und Graf), aber an welches man ansonsten besser nicht anstreift.

Deshalb wäre auch eine Rückkehr nach Österreich vollkommen verkehrt und nicht im Interesse Südtirols. Eher ein unabhängiges Gesamttirol von Scharnitz bis Rovereto innerhalb der EU.

Speckbacher1
00
17.11.2011, 16:11
Figl hatte eine andere Problemgewichtung:

Für ihn stand die Erlangung des Staatsvertrages und damit die Befreiung von den Besatzungsmächten vor einer Regelung des Südtirolproblems. Das haben ihm die Tiroler damals auch nie verziehen ...

Mazzesinsulaner
 
21
17.11.2011, 10:23

was bringt den Südtirolern die Doppelstaatsbürgerschaft?

Österreich hat laut Friedensvertrag von St. Germain dieses Gebiet verloren und jetzt gehörts halt zu Italien.

Bekommen jetzt alle Tschechen, Slowaken, Bukowiner etc auch die Doppelstaatsbürgerschaft, nur weil sie in einem Gebiet wohnen, welches vor knapp 100 Jahren zur Monarchie gehört hat?

Sa1m3n
02
27.11.2011, 08:59
bitte stellen sie sich nicht blöder als sie sind

ein slovake hat weder die selbe sprache, noch die selbe kultur wie österreich. Warum sollte er dann eine österreichiche staatsbürgerschaft haben wollen (zumindest wenn es keine finanziellen vorteile für ihn bringt). und warum sollte die slovakei ihre unabhänigkeit aufggeben und sich an österreih wiederanschliessen?
In südtirol ist das ein bisschen anders: SÜDTIROLER SIND sprachlich und kulturell ÖSTERREICHER. dadurch dass italien durch betrug dieses gebiet zugesprochen bekommen hat, hat die bevölkerung nicht sprache und kultur verloren. Auch wenn das eigentlich so geplant war...

Erika Rothen
63
17.11.2011, 01:12
Na da simma aber froh, wenn dieser

primitive Ziegelbehm Strache sich nun ausgerechnet in Südtirol wichtigmachen zu müssen glaubt.

Speckbacher1
01
17.11.2011, 16:22
Herr "Angst" wird in Südtirol sowieso nicht für voll genommen:

Der Chef der Südtiroler Freiheitlichen meidet den Umgang mit ihm. Er wird schon wissen, warum ...

W s
42
17.11.2011, 11:21

Und darum dürfen Sie hier mit plumpen Alltagsrassismen herumwerfen?

Jülyet Ksantopulo
00
25.1.2012, 14:09

Ehs dürfets dies ja eh auch!

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