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Wien - Den Spardruck, der auf dem Gesundheitswesen lastet, spürt die Vinzenzgruppe wie andere Krankenhausbetreiber auch. "Es ist nicht in Ordnung, dass die Ressourcen weniger werden, aber das soll nicht auf Kosten der Patienten gehen", sagt Michael Heinisch, der Geschäftsführer des gemeinnützigen Spitalsträgers, zu dem in Wien unter anderem die Krankenhäuser Göttlicher Heiland, St. Josef und das Orthopädische Spital Speising gehören.
"Wir haben in den letzten Jahren jeweils 8,5 Millionen Euro eingespart", sagt Heinisch. Unter anderem wurden die Labors und die Radiologie zentralisiert, auch die OP-Instrumente werden zentral sterilisiert. Ein Teil des eingesparten Geldes floss wieder in Projekte, die Patienten zugutekommen sollen. Wer möchte, kann sich von einer Stationsschwester zum OP begleiten lassen. Heinisch: "Gerade in dieser Situation ist es für viele wichtig, jemanden bei sich zu haben, den sie kennen."
Eine Umfrage, die die Vinzenzgruppe durchführen ließ, ergab, dass sich durch einen Krankenhausaufenthalt die Werte ändern. Während 55 Prozent der Menschen angab, neben der medizinischen Behandlung solle auch auf die Seele eingegangen werden, waren es bei Patienten 63 Prozent.
Lesen gegen Depressionen
Eine Anregung dazu wird ab sofort auf den Nachtkästchen in den Krankenzimmern liegen. Heute, Donnerstag, präsentiert die Vinzenzgruppe ihr neues Patientenlesebuch. Die Texte stammen von Autoren, aber auch von Patienten selbst und sollen "den Menschen Gelegenheit geben, über ihre Erkrankung zu reflektieren". (fern, DER STANDARD, Printausgabe, 17.11.2011)
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Die Idee des Patientenlesebuchs erinnert aber ein wenig an den "Granatapfel" bei den Barmherzigen Brüdern, religiöse Beeinflussung durch genau auserwählte Texte :-(
ich hatte schon das vergnügen, und hab keinen einzige zeile gefunden, die auch nur entfernt an religiöse beeinflussung erinnert.
Die lebensgeschichte des thomas geierspichler hat eine religiöse komponente, ist aber zweifelsohne bemerkenswert und die anderen erfahrungen von patienten sind schlicht berührend.
man kann überall was kritisieren.
aber das ist genau so, wie ich mirs von einem modernen ordesnspital wünsche: keine missionierung, aber eine klare wertebasis, die den ganzen menschen in den blick nimmt und nicht nur das aktuelle wehweh. auf der esoterikseite ist es voll akzeptiert, dass für den heilungsporzess auch die "seele" eine wichtige rolle spielt, und bei spitituell fundierten spitälern, soll das auf einmal schlecht sein?!
Ich überweise Patienten in diverse Spitäler, und nicht alle sind katholisch. Und da hat es schon öfter Probleme gegeben (eine ältere jüdische Dame beklagte sich über Diskriminierung).
Habe selber in katholischen und staatlichen Krankenhäusern gearbeitet, und die grössten Humanisten waren nicht in den Ordensspitälern zu finden!
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