US-Regierung verliert Kampf gegen Fastfood in Schulen

16. November 2011, 17:17
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Pizza und Pommes sollte verbannt werden

Washington - Die US-Regierung ist im Kampf gegen ungesunde Ernährung mit ihrem Versuch gescheitert, Pommes und Pizza weitgehend aus den Schulen zu verbannen. Nach einem Bericht der "Washington Post"  wollte das Landwirtschaftsministerium eine Verordnung durch den Kongress bringen, die den Verkauf dieser fett- und kalorienreichen Gerichte in Schulkantinen eingeschränkt und mehr gesundes Gemüse in den Speisepläne erfordert hätte. Der Kongress habe das Vorhaben jedoch aus Kostengründen blockiert.

Das Vorhaben sollte vor allem den Gebrauch von stärkehaltigem Gemüse wie Erdäpfeln eindämmen, die in Schulen oft als frittierte Pommes angeboten würden. Auch sollte Paradeissoße, eine Hauptzutat für Pizza, ihren bisherigen Rang als gesundes Gemüse verlieren. Beides hätte die Schulkantinen nach geltenden Vorschriften gezwungen, ihre Speisepläne zu überarbeiten, so die Zeitung.

Zuletzt hatte eine Gruppe pensionierter Generäle und Admiräle des US-Militärs den Kongress in einem Brief aufgefordert, endlich das "Pizza-Schlupfloch" zu schließen. Doch die Abgeordneten und Senatoren seien von Lobbyverbänden wie dem "Nationalen Tiefkühlpizza-Institut" oder dem "Nationalen Kartoffel-Rat" überzeugt worden, dass das Vorhaben der Regierung den Schulen wegen hoher Gemüsepreise neue Milliardenkosten aufgebürdet hätte. Zudem verteidigten sie Erdäpfel und Paradeissoße als ausgewogene Lebensmittel, die nur durch falsche Zubereitung zu ungesunden Gerichten würden. (APA)

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