Tierschutzverein ortet "Tierquälerei" im Kameltheater Kernhof

16. November 2011, 18:19
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Tigermutter und Junge würden in zu engem Gehege gehalten, so die Kritik

Lilienfeld - Während die  die Besucher des Kernhofs im Bezirk Lilienfeld entzücken, wirft der Österreichische Tierschutzverein dem Kameltheater unter Hinweis auf das "enge" Außengehege Tierquälerei vor und fordert die Abgabe von Tigermutter "Burani" und deren Babys nach Deutschland. Noch immer sei das neue Gehege nicht fertiggestellt, hieß es in der Aussendung am Mittwoch.

Der Tierschutzverein prüfe derzeit durch seine Anwälte, ob er auch Strafanzeige erstattet. Herbert Eder, Chef des Kameltheaters, erklärte gegenüber der APA, zu diesen Vorwürfen keine Stellungnahme abgeben zu wollen.

Neue Anlage

Im Kameltheater Kernhof leben seit drei Jahren weiße Tiger - zunächst zwei Männchen, seit vergangenem Jahr auch Weibchen. Derzeit entsteht in Kernhof eine zweite Außenanlage für die Tiger mit Kletterturm, "Kindergarten" und Pool. Für die Wildkatzen stehen dann 1.700 Quadratmeter zur Verfügung. Zu dem Besitzstreit mit einem Tierpark in Deutschland, der außergerichtlich gelöst werden soll, erklärte Eder laut den Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN), dass die seltenen Raubkatzen in den kommenden Jahren sicher in Kernhof bleiben würden: "Die Tiger werden überhaupt nicht verkauft, sondern mit anderen Zoos getauscht." (APA)

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