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Die geplante Regelung bedeute im zahnmedizinischen Bereich, dass Lokalanästhesien unmöglich würden.
Wien - Die österreichischen Zahnärzte stören sich am Verordnungsentwurf des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz in der von der EU geforderten flächendeckenden Anwendung sogenannter "Sicherer Instrumente im medizinischen Bereich". Die Mediziner warnen im Falle einer Umsetzung vor Behandlungen ohne Narkose.
Ziel der Verordnung ist es, die Verletzungszahl der Mitarbeiter in der Gesundheitsbranche mit Spritzen zu minimieren, da sich sich dabei bedrohlichen Erregern aussetzen. "Aber die sicheren Spritzen sind im Mund nicht anwendbar, da sie zu groß sind, um auf kleiner Fläche gut zu arbeiten", sagte Kammeramtsdirektor Jörg Krainhöfner. In einer Aussendung der Zahnärztekammer hieß es zuvor, es sei unmöglich mit diesen (für das Personal verletzungssicheren) Nadeln einzelne Nervenbündel zur Betäubung genau zu treffen. Bei der Entwurf-Erarbeitung sei offenbar nur an Spitäler gedacht, auf die Anwendung in Ordinationen aber vergessen worden, hieß es.
Lokalanästhesien wären unmöglich
"Wir hoffen auf eine Änderung des Verordnungsentwurfs. Die sicheren Nadeln sollen nur dort verpflichtend werden, wo sie tatsächlich praktisch anwendbar sind", forderte Krainhöfner. Die geplante Regelung bedeute bei Umsetzung, dass Lokalanästhesien unmöglich würden. Die zahnärztliche Behandlung müsse dann entweder in Vollnarkose oder ohne jede Narkose erfolgen. Im Ministerium war vorerst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
Die Kammer stört aber noch etwas gehörig: Die Initiative "Safety First!", die kürzlich bekanntgegeben hatte, die rasche Verabschiedung der der Nadelstichverordnung durch das Ministerium zu unterstützen und bei der genauen Ausformulierung mitarbeiten zu wollen, werde ihrerseits von einem Hersteller sicherer Spritzen unterstützt, kritisierte Krainhöfner.
Grundsätzlich geht es bei der Verordnung um eine fristgerechte Umsetzung der "EU-Richtlinie 2010/32/EU zur Vermeidung von Verletzungen durch scharfe/spitze Instrumente im Krankenhaus- und Gesundheitssektor", die von allen EU-Staaten bis zum 11. Mai 2013 im nationalen Recht verankert werden muss. Laut "Safety First!" verletzten sich nach Schätzung der Europäischer Kommission jährlich 1,2 Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen. (APA)
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Möglicherweise geht es hier um eine Lösung für ein marginales Problem. Kann der Arzt nicht selbst entscheiden, welche Spritze für die jeweilige Behandlung geeignet ist?
Mir geht es nicht um die Verletzungsgefahr der Ärzte (denn diese haben ihren Beruf verfehlt, wenn sie keine Spritzen setzen können) mir geht es um die Infektion der Patienten mit Hepathis, Aids ua. Infektionen durch ungenügend sterilisierte Nadeln oder Instrumente, wie Bohrer.
Es hat vor rund 40 Jahren einiger nachweisbarer Todesfälle infolge verunreinigter Spritzen bedurft, um die bei Impfungen eingesetzte Einmalspritze gesetzlich zu verankern.
In den Zahnarztpraxen existiert dieses Risiko nicht?
fast jedes objekt in der medizin, das mit blut in kontakt kommt, ist einweg. tatsächlich ist die zahl der ärzte/innen und pflege/innen die sich versehentlich mit nadeln verletzen sehr hoch. wenns einmal schnell gehen muss kann da durchaus was falsch laufen, oder auch reflexartiges recapping, gibt immer ein paar solche deppen, krampfende oder aggressive patienten, simples anrempeln aus versehen, alles möglich. und ich verstehe nicht, warum man laut ihnen medizinisches personal nicht schützen darf, wo dieses doch berufsbedingt eine größere chance auf eine infektion hat.
Hepatitis und Aidsviren widersetzen sich der üblichen Sterilisation. Das müßte Ihnen eigentlich bekannt sein. Damit die Viren absterben bedarf es einiger Stunden. Ein Bohrer ist aber ohne Unterbrechung im Einsatz!
Und was den von Ihnen beklagten pausenlosen Einsatz von Ärzten betrifft, ist das natürlich ein Skandal, der aber trotzdem nicht zum Schaden am Patienten führen darf. Keine Entschuldigung!
..die schlimmste Schnittverletzung habe ich mir - bin Chirurg -übrigens mit einem Ikea-Buttermesser zugefügt, als ich von einem etwas "zachen" Kornspitz abrutschte und mein linker Zeigefinger bis zum Knochen offen war. So richtig gefährlich sind nämlich die halbstumpfen Messer, wie jeder der schon Mal ernsthaft Tomaten oder Zwiebel geschnitten hat sicherlich bestätigen kann.
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