Zahnärzte warnen vor Behandlungen ohne Narkose

16. November 2011, 16:01
  • Die geplante Regelung bedeute im zahnmedizinischen Bereich, dass Lokalanästhesien unmöglich würden.
    foto: apa/georg hochmuth

    Die geplante Regelung bedeute im zahnmedizinischen Bereich, dass Lokalanästhesien unmöglich würden.

"Sichere Nadeln" seien im Mund nicht anwendbar - Die Behandlung müsse dann entweder in Vollnarkose oder ohne Narkose erfolgen

Wien - Die österreichischen Zahnärzte stören sich am Verordnungsentwurf des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz in der von der EU geforderten flächendeckenden Anwendung sogenannter "Sicherer Instrumente im medizinischen Bereich". Die Mediziner warnen im Falle einer Umsetzung vor Behandlungen ohne Narkose.

Ziel der Verordnung ist es, die Verletzungszahl der Mitarbeiter in der Gesundheitsbranche mit Spritzen zu minimieren, da sich sich dabei bedrohlichen Erregern aussetzen. "Aber die sicheren Spritzen sind im Mund nicht anwendbar, da sie zu groß sind, um auf kleiner Fläche gut zu arbeiten", sagte Kammeramtsdirektor Jörg Krainhöfner. In einer Aussendung der Zahnärztekammer hieß es zuvor, es sei unmöglich mit diesen (für das Personal verletzungssicheren) Nadeln einzelne Nervenbündel zur Betäubung genau zu treffen. Bei der Entwurf-Erarbeitung sei offenbar nur an Spitäler gedacht, auf die Anwendung in Ordinationen aber vergessen worden, hieß es.

Lokalanästhesien wären unmöglich

"Wir hoffen auf eine Änderung des Verordnungsentwurfs. Die sicheren Nadeln sollen nur dort verpflichtend werden, wo sie tatsächlich praktisch anwendbar sind", forderte Krainhöfner. Die geplante Regelung bedeute bei Umsetzung, dass Lokalanästhesien unmöglich würden. Die zahnärztliche Behandlung müsse dann entweder in Vollnarkose oder ohne jede Narkose erfolgen. Im Ministerium war vorerst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Kammer stört aber noch etwas gehörig: Die Initiative "Safety First!", die kürzlich bekanntgegeben hatte, die rasche Verabschiedung der der Nadelstichverordnung durch das Ministerium zu unterstützen und bei der genauen Ausformulierung mitarbeiten zu wollen, werde ihrerseits von einem Hersteller sicherer Spritzen unterstützt, kritisierte Krainhöfner.

Grundsätzlich geht es bei der Verordnung um eine fristgerechte Umsetzung der "EU-Richtlinie 2010/32/EU zur Vermeidung von Verletzungen durch scharfe/spitze Instrumente im Krankenhaus- und Gesundheitssektor", die von allen EU-Staaten bis zum 11. Mai 2013 im nationalen Recht verankert werden muss. Laut "Safety First!" verletzten sich nach Schätzung der Europäischer Kommission jährlich 1,2 Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen. (APA)

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hypospray! star trek kommt!

im ernst, ohne LA hätt ich die wurzelbehandlung nicht überlebt.

korruptionswarnampel: dunkelorange

nein, dunkelrot. mafiaalarm.

da werden die Ärzte lernen müssen mit Spritzen umzugehen. Spritzen abzuschaffen ist der reinste Blödsinn. Narkose ist viel gefährlicher, aber nur für den Patienten natürlich

es passieren in der hektik viele fehler. meinen sie, man sollte besser auf glatte hemden verzichten, wenn man sich einmal beim bügeln verbrannt hat, oder darf nciht kochen, weil man sich beim gemüse schneiden geschnitten hat?

Mich würde interessieren, wie oft solche Stichverletzungen in der Zahnärztlichen Praxis tatsächlich vorgekommen sind

Möglicherweise geht es hier um eine Lösung für ein marginales Problem. Kann der Arzt nicht selbst entscheiden, welche Spritze für die jeweilige Behandlung geeignet ist?

glaubens wirklich, dass wegen eine neuen Plombe eine Vollnarkose verabreicht wird ? das wird doch nur überzeichnet dargestellt

Mir geht es nicht um die Verletzungsgefahr der Ärzte (denn diese haben ihren Beruf verfehlt, wenn sie keine Spritzen setzen können) mir geht es um die Infektion der Patienten mit Hepathis, Aids ua. Infektionen durch ungenügend sterilisierte Nadeln oder Instrumente, wie Bohrer.
Es hat vor rund 40 Jahren einiger nachweisbarer Todesfälle infolge verunreinigter Spritzen bedurft, um die bei Impfungen eingesetzte Einmalspritze gesetzlich zu verankern.
In den Zahnarztpraxen existiert dieses Risiko nicht?

fast jedes objekt in der medizin, das mit blut in kontakt kommt, ist einweg. tatsächlich ist die zahl der ärzte/innen und pflege/innen die sich versehentlich mit nadeln verletzen sehr hoch. wenns einmal schnell gehen muss kann da durchaus was falsch laufen, oder auch reflexartiges recapping, gibt immer ein paar solche deppen, krampfende oder aggressive patienten, simples anrempeln aus versehen, alles möglich. und ich verstehe nicht, warum man laut ihnen medizinisches personal nicht schützen darf, wo dieses doch berufsbedingt eine größere chance auf eine infektion hat.

Heutzutage werden fast ausschließlich 1x-Nadeln verwendet, was eine Infektion ausschließt ...

in einer ordentlichen zahnarztpraxis wird so ziemlich alles sterilisiert, was man abmontieren kann.

und leute, die 48 stunden wach sind und dienst haben, haben nicht ihren beruf verfehlt, wenn ihnen aus versehen eine spritze runter fällt.

Hepatitis und Aidsviren widersetzen sich der üblichen Sterilisation. Das müßte Ihnen eigentlich bekannt sein. Damit die Viren absterben bedarf es einiger Stunden. Ein Bohrer ist aber ohne Unterbrechung im Einsatz!
Und was den von Ihnen beklagten pausenlosen Einsatz von Ärzten betrifft, ist das natürlich ein Skandal, der aber trotzdem nicht zum Schaden am Patienten führen darf. Keine Entschuldigung!

der bohrkopf bei meinem zahnarzt wird übrigens nach jdem patienten ausgetauscht, das die ummantelung des geräts ebenfalls. ich habs gesehen.

"steril" bedeutet, dass es keine messbare kontamination mehr aufweist. auch HI-Viren und Hep.-A/B/C viren überleben eine gescheite strahlensterilisation nicht.

Wo haben sie das her?

Es geht um Viren, nicht um BSE Prionen.

Was löst Hepatitis und AIDS aus?

schon! denn sie handeln verantwortungslos!

sich selbst und anderen gegenüber.
der arzt: eine marionette die sich allen umständen fügt? wie arm.

Sind die jetzt alle übergeschnappt oder was?
Einem Zahnarzt, der zu patschert ist eine Spritze zu geben, gehört sowieso die Berufsberechtigung entzogen.

Meine Güte!

Die Chirurgen freuen sich schon auf Skalpelle die aussehen wie Kinderscheren.

Und der Beruf "Bautischler" wird gänzlich verboten.

5 Bier fürs Sägewerk!

Die dürfen dann nur mehr mit dem Nutellamesser operieren.

..die schlimmste Schnittverletzung habe ich mir - bin Chirurg -übrigens mit einem Ikea-Buttermesser zugefügt, als ich von einem etwas "zachen" Kornspitz abrutschte und mein linker Zeigefinger bis zum Knochen offen war. So richtig gefährlich sind nämlich die halbstumpfen Messer, wie jeder der schon Mal ernsthaft Tomaten oder Zwiebel geschnitten hat sicherlich bestätigen kann.

EU-Richtlinie...
Hatten die Hersteller sicherer Spritzen ihre Lobbyisten in der EU? Vollnarkose wenn eine örtliche Betäubung genügt - sicher nicht.

gefahren zulage und alle simma glücklich

wetten?

die zahnärzte verhungern eh schon zu hunderten *augendreh*

bei unseren zahnklempnern ist mir eine vollnarkose eh lieber

soll nix schlimmeres passieren :)

Mit Vollnarkose wird's für den Patienten gefährlicher und teurer.

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