Bedenken gegen "Sicherheitszigaretten"

16. November 2011, 15:41
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Sozialmediziner befürchtet stärkere Schädigung von Rauchern

Wien - Der Wiener Sozialmediziner Michael Kunze hat Bedenken ob der sogenannten Sicherheitszigaretten, die von selbst ausgehen. Ab 17. November darf die Tabakindustrie in der EU ausschließlich solche "Zigaretten mit verminderter Zündneigung" in den Handel bringen, durch die das Brandrisiko minimiert werden soll. Damit die Zigaretten nach einer Weile ausgehen, sind im Papier an zwei Stellen dickere Papierringe eingearbeitet, die weniger Luft durchlassen. Erreicht die Glut diesen Punkt, fehlt dort Sauerstoff und die Zigarette erlischt, wenn man nicht daran zieht.

"Hastiges Ziehen"

Durch das mehrmalige Wiederanrauchen oder aber durch hastiges Ziehen an der Zigarette könnten die Raucher stärker geschädigt werden als bisher, sagte der Mediziner dem Nachrichtenmagazin "News".

"Es ist davon auszugehen, dass in beiden Fällen die Zufuhr von kanzerogenen - also krebserregenden - Stoffen in die Lunge ansteigt", erläuterte Kunze laut News-Vorausmeldung. Er bezeichnet die neue Regelung als "Nebenkriegsschauplatz" und "Augenauswischerei" und fordert im Gegenzug eine vernünftige Preispolitik durch die EU bei Zigaretten. Denn, so Kunze: "Schon jetzt sind 20 Prozent der in Österreich gerauchten Zigaretten Schmuggelware." (APA/red)

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