EU will stärkeren Fokus auf Mathematik und Naturwissenschaften

16. November 2011, 15:28
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Finnland, Estland und Niederlande Musterschüler - Österreich hinter EU-Zielvorgaben

Brüssel - Die Europäische Kommission fordert mehr Anstrengungen der europäischen Staaten, um schlechte Leistungen in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern in den Schulen anzugehen. Finnland, Estland und die Niederlande hätten diesbezüglich die besten Leistungen, am unteren Ende der Skala liegen Bulgarien und Rumänien, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel.

Die EU insgesamt liegt hinter ihrem 2009 gesetzten Ziel, den Anteil von 15-jährigen Schülern mit unzureichenden mathematischen und naturwissenschaftlichen Kenntnissen bis 2020 auf unter 15 Prozent zu senken. Im Bereich Mathematik liegen laut der PISA-Studie von 2009 nur Belgien im flämischen Landesteil, Dänemark, Deutschland, Estland, die Niederlande, Finnland, Schottland in Großbritannien sowie die Nicht-EU-Länder Island, Liechtenstein und Norwegen unter der 15-Prozent-Schwelle. Bei den Naturwissenschaften liegen Flandern in Belgien, Deutschland, Estland, Irland, Lettland, Ungarn, Malta, Polen, Finnland, Großbritannien und Liechtenstein unter oder an dieser Grenze, die anderen Länder darüber, geht aus einem Bericht der EU-Kommission hervor.

Nur England, Italien, die Niederlande, Irland und Norwegen hätten sich messbare nationale Ziele zur Verbesserung der Leistung von Schülern in Mathematik gesetzt, erklärte die Kommission. Im Bereich der naturwissenschaftlichen Fächer haben demnach nur Deutschland, Spanien, Frankreich, Irland, die Niederlande, Österreich, Großbritannien und Norwegen generelle Strategien, um die naturwissenschaftliche Bildung in Lehrplänen, Lehrmethoden und Weiterbildung für die Lehrer zu fördern.

Bildungsleistung verbessern

EU-Bildungskommissarin Androulla Vassilou betonte, Europa müsse seine Bildungsleistung verbessern. Mathematik und Naturwissenschaften spielten eine immer wichtigere Rolle in den beruflichen Karrieren und stellten ein Erfordernis der Arbeitsmärkte dar, aber auch für sozialen Zusammenhalt. "Diese Studien zeigen, dass trotz erzielter Fortschritte noch ein weiter Weg zu gehen ist. Wir müssen auch die Geschlechter-Balance angehe, damit mehr Mädchen zu Mathematik und Naturwissenschaften ermuntert werden." (APA)

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