Leichen im Eissalon-Keller: Vergiftungsverdacht wird geprüft

Laut "News" wurden bei einem Toten massive Schädigungen der Leber und Niere festgestellt - Für Verteidiger ein "Gerücht" - Staatsanwaltschaft hat Toxikologen beigezogen

Wien - Gegen die Eissalon-Besitzerin Estibaliz C., die im Verdacht steht, zwei Männer erschossen, zerstückelt und im Keller ihres Salons "Schleckeria" in Wien-Meidling einbetoniert zu haben, sollen weitere belastende Indizien vorliegen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "News" in seiner aktuellen Ausgabe. Demnach sollen bei der Obduktion eines der beiden Opfer enorme Schädigungen an Leber und Niere festgestellt worden sein, die - wie "News" schreibt - auf eine "Vergiftung durch nicht in Lebensmitteln oder Alkohol vorkommende Inhaltsstoffe" hinweisen.

"Ich hab' davon gerüchteweise auch schon gehört", kommentierte Werner Tomanek, einer der beiden Verteidiger, den Bericht. Ihm liege das Obduktionsgutachten noch nicht vor, da die Verteidigung bisher beschränkte Akteneinsicht erhalten habe, so der Jurist.

Internetrecherche

Die Staatsanwaltschaft Wien, die gegen Estibaliz C. wegen Doppelmordes ermittelt, hat jedenfalls ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben. Ein Toxikologe soll klären, ob sich der Vergiftungsverdacht beim angeblich Ende 2010 erschossenen Manfred H. "objektivieren lässt", wie Behördensprecher Thomas Vecsey am Mittwochnachmittag erklärte.

Laut "News" soll Estibaliz im Juli 2010 auf ihrem PC ausgiebig zum Thema Giftmord recherchiert haben und bei einem deutschen Buchversand ein "einschlägiges" pharmazeutisches Nachschlagewerk bestellt haben. Wenig später soll sie sich per Internet Saatgut zweier tropischer Pflanzen besorgt haben, wobei die Samen der Pflanzen hochwirksame Gifte enthalten sollen.

Wie das Magazin weiter berichtet, soll Manfred H. in den letzten Monaten seines Lebens an mysteriösen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts gelitten haben und mehrfach in Spitäler eingeliefert worden sein, wo die Ärzte Lebensmittelvergiftungen oder Virusinfektionen diagnostizierten.

Ballistische Expertise fehlt noch

Die Mordverdächtige soll entschieden bestreiten, eine "Giftmischerin" zu sein. Sie wurde von der Staatsanwaltschaft allerdings nach wie vor nicht einvernommen, da ihr ihre Anwälte empfohlen haben, erst nach Vorliegen sämtlicher Gutachten eine umfassende Stellungnahme zu den Vorwürfen abzugeben. "Unter anderem fehlt noch die Expertise des Ballistikers", sagte Tomanek. Auch ein psychiatrisches Gutachten hinsichtlich einer allfälligen Zurechnungsunfähigkeit der 33-Jährigen ist unumgänglich.

Unterdessen steht der Geburtstermin der hochschwangeren Frau fest. Mit der Entbindung ist Ende Jänner 2012 zu rechnen. (APA)

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18 Postings

frage mich, wie man das weiß, was sie 2010 im internet recherchiert hat. hat sie ihre history nie gelöscht - oder sind da illegal verbindungsdaten gespeichert worden?

Diese Dame verfügt meiner Ansicht nach mutmaßlich über dieselbe Kaltblütigkeit und "Psyche" wie jener Wiener Student namens Philipp K der vor nicht allzu langer Zeit mutmaßlich seine Freundin mit zahlreichen Messerstichen ins Jenseits befördert hat.

Die Taten ähnlen sich auffällig. Im Underschied dazu gibt es bei Frau Estibaliz C allerdings mutmaßlich ZWEI Opfer zu beklagen.

Diese Angeklagte hat meiner Ansicht nach dieselbe Kaltblütigkeit und dieselbe "Psyche" wie jener Wiener Student Philipp K, der vor nicht allzu langer Zeit seine Ex-Freundin mit vielen Messerstichen ins Jenseits befördert hat. Im Unterschied zu...

Philipp K sind bei Frau Estibaliz C jedoch ZWEI Opfer zu beklagen.

Ich kann nur hoffen, dass diese Frau NICHT freigesprochen wird, nur weil sie hübsch ist und ein Baby bekommt. Das Kind wird wesentlich SICHERER leben, wenn es beim Vater aufwachsen darf.

Frau Estibaliz hat einen trickreichen Anwalt. Der hat schon von Anfang an auf die "Psycho-Schiene" gesetzt, mit der "Argumentation" dass Frau Estibaliz C halt so sehr "krank" sei dass sie unschuldig sein muss. Es ist richtig, dass psychisch kranke Menschen MANCHMAL schuldlos handeln, nämlich dann wenn sie sich Ihrer Taten nicht bewusst sind ("Wurde von Stimmen dazu gedrängt"). Aber so jemand handelt SPONTAN und bestellt KEIN Pharmabuch über Gifte. Wer so PLANT, handelt SCHULDHAFT !!!

Wahnsinnig ist sie auf jeden Fall, aber trotzdem auch eiskalt und darf so nicht frei rumlaufen. Wenn nicht - wegen eingeschränkter Schuldfähigkeit letztendlich oder sowas - nicht in ein Gefängnis, dann eben in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Es gibt vor Gericht keine "eingeschränkte" Schuldfähigkeit, die Schuldfähigkeit kann nicht "ein bisserl" bestehen. Entweder man ist schuldfähig, oder nicht. Im Paragraph 11 StGB heißt dies "Wer ... unfähig ist, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder

nach dieser Einsicht zu handeln, handelt nicht schuldhaft."

Eine Schuldunfähigkeit KANN bei schweren Geisteskrankheiten, Behinderungen oder anderen gleichwertigen seelischen Störungen MÖGLICHERWEISE der Fall sein. Wer nicht schuldfähig ist, wird freigesprochen und gilt NICHT als Täter. Es kommt nur zu einer zwangsweisen Behandlung. Nach 2 Jahren Behandlung ist so jemand wieder in Freiheit. Aber WESENTLICH bei all diesen Situationen wäre, dass KEIN ZIELGERICHTETES, GEPLANTES Handeln stattfand so wie zB Internet-Recherche über Gifte. Nur dann ist die Behauptung "Das war meine Krankheit, nicht ich" glaubwürdig. Klar dass sie nicht ganz hell im Kopf ist. Aber wer so wie Estebaliz C zielgerichtet handelt, der handelt VORSÄTZLICH und SCHULDHAFT

Ich halte sie ja auch für schuldig und berechnend, dies vorab. Doch sooo einfach ist das nicht mit dem spontanen oder geplanten Handeln. Es gibt ja auch Manien, wo man längerdauernd "außer sich" ist, bipolare tun auch in ihren manischen Anfällen Sachen, die sie nachher selber nicht mehr verstehen. Da wäre doch "Planung" auch möglich. Naja, bin eigentlich froh, nicht wirklich über Schuld und Unschuld von Menschen entscheiden zu müssen, halte das für seeehr schwierig!

Nein es ist ein Charakteristikum, dass Maniker (eine Phase einer bipolaren Störung) in der vollen Manie bizarr und eben nicht zielgerichtet und berechnend handeln, also zumindest solange sie in der Phase der Manie sind. Dasselbe gilt für Personen im

Schub einer Schizophrenie. Diese Leute sind in der akuten Psychose schwerst beeinträchtigt, können oft nicht mal zum Supermarkt einkaufen gehen, weil sie selbst damit überfordert sind im akuten Zustand der Erkrankung. Es ist aber nur dieser "blühende" Erkrankungszustand, in dem das Handeln nicht schuldhaft wäre.

Sobald jemand wieder aus der Psychose "draußen" ist, und wieder zielgerichtet handelt und plant (im Internet bestellt, mutmaßlich ein Gift wochenlang verabreicht), ab dem Zeitpunkt handelt er oder sie SCHULDHAFT.

Abgesehen davon dürfte Frau EC weder an Manie noch an Schizophrenie leiden. Nur "nicht ganz richtig zu ticken" (klar dass jemand der sowas tut nicht ganz richtig ist im Kopf) reicht eben nicht aus für einen Freibrief.

Es steht meiner Ansicht nach außer Zweifel, dass Frau Estebaliz C zielgerichtet gehandelt hat. Die "Vorgabe" einer psychischen Erkrankung könnte somit mutmaßlich lediglich ein "Trick" sein, um zu einem Freispruch zu kommen.

Meinem Eindruck nach hat es diese Dame allerdings in Wahrheit faustdick hinter den Ohren - wie man ja an den Internet-Recherchen über Gifte durchaus erkennen kann. Durchaus vorstellbar, dass sie auch ihre Schwangerschaft aus dem Grunde geplant haben könnte, weil sie sich dadurch einen "Bonus" im Rahmen der Verhandlung erhofft. Dabei denke ich, dass es hier wirklich fehl am Platz wäre, Estabaliz C einen "Mutter-Bonus" zu gewähren. Das Kind - und auch der Vater! - werden von der Mutter getrennt zweifellos glücklicher - und vor allem SICHERER! - leben. Und Frau Estebaliz C wird halt die Verantwortung übernehmen müssen für Ihr damaliges Handeln...

Wie recht Sie haben!

wow

jetzt sind schon "tropische Gifte" im Spiel - wuerde mich nicht wundern , wenn da auch noch Voodoo-Praktiken angewandt wurden.

Schoen langsam beginne ich, diese Frau zu bedauern.

Bleivergiftung ist offenbar nicht spektakulär genug.
Wo doch ihr Vater so ein Experte für okkulte Praktiken ist...

Diese Dame verfügt meiner Ansicht nach über dieselbe Kaltblütigkeit und "Psyche" wie jener Wiener Student namens Philipp K der vor nicht allzu langer Zeit seine Freundin mit zahlreichen Messerstichen ins Jenseits befördert hat.

Die Taten ähnlen sich auffällig. Im Underschied dazu gibt es bei Frau Estibaliz C allerdings ZWEI Opfer zu beklagen.

Das Kind Ihr sofort wegnehmen !

Das sieht sie die nächsen Jahre sowieso nicht.
Deswegen hat sie ja auch geheiratet damit das Kind bei seinem Vater untergebracht wird.

Ja, wäre defenitiv sicherer für das bedauernswerte Baby.

Zuerst erschossen, dann mit Speiseeis vergiftet !

Das wird spannend!

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