Ungarns Staatsverschuldung steigt auf 82 Prozent des BIP

16. November 2011, 14:54
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Budapest - Ungarns Brutto-Staatsverschuldung ist zum Ende des dritten Quartals auf 82,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gestiegen, von 75 Prozent des BIP am Ende des Quartals davor, teilte die ungarische Nationalbank am Dienstag mit. Grund für die weitere Verschuldung seien sowohl die Entwertung der Landeswährung Forint im Devisen-Wechselkurs als auch Transaktionen des Staates, erklärte die Notenbank.

Ungarn wurde infolge der Finanzkrise 2008 vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU mit Milliardenhilfen vor dem Staatsbankrott gerettet. Im Gegenzug sollte das Land Sparauflagen erfüllen. Wegen der Auflagen und der Auszahlung der Kredite hatte es mehrfach Streit gegeben.

Der Forint ist in den Wechselkursen in den letzten Monaten und Tagen rasant gefallen. Am Dienstag stand der Euro bei 314,40 Forint, der Schweizer Franken bei 253,52 Forint und der US-Dollar bei 232,53 Forint. Zur Jahresmitte, am 1. Juni, hatte ein Euro noch rund 266 Forint gekostet, ein Schweizer Franken 216 Forint und ein US-Dollar 184 Forint. (APA)

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