Ziel einer deutschen Studie ist es herauszufinden, warum und bei welchen Erkrankungen Patienten Komplementärmedizin in Anspruch nehmen
Heidelberg - Ob Traditionelle Chinesische Medizin, Kneipp, Homöopathie, Osteopathie, Bioresonanz oder Bachblüten: Das Interesse an der sogenannten Komplementär- und Alternativmedizin ist groß. Aber aus welchen Gründen nehmen Patienten diese Therapieverfahren in Anspruch und wie sind ihre Erfahrungen damit? Diesen Fragen geht eine Studie der Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Heidelberg nach.
Wenig erforschter Bereich
Unter dem Begriff Komplementär- und Alternativmedizin werden
unterschiedliche Diagnose- und Therapieverfahren zusammengefasst, die am
Rande oder außerhalb der Schulmedizin anzusiedeln sind. "Studien belegen, dass das Interesse an der Komplementärmedizin seit Jahren wächst. Es ist daher wichtig, dass sich die Wissenschaft auch mit diesen Therapieverfahren auseinandersetzt", erklärt Studienärztin Katharina Glassen in einer Aussendung. Die Studie erhebt erstmalig Daten aus diesem bisher wenig erforschten Bereich der Patientenversorgung. Auf diesen ersten Ergebnissen könnten dann zukünftige Forschungsprojekte aufbauen.
Ziel der Studie ist es
herauszufinden, bei welchen Erkrankungen Patienten
Komplementärmedizin in Anspruch nehmen, aus welchen Gründen sie sich für
diese Therapieverfahren entscheiden und wie zufrieden sie mit der
Behandlung sind. Ebenso soll geklärt werden, unter welchen Umständen
Patienten einen Heilpraktiker oder einen Arzt aufsuchen und welche
Kriterien dabei ausschlaggebend sind. (red)
Studienteilnehmer gesucht
Für die Studie werden noch Studienteilnehmer für ein etwa einstündiges Interview gesucht. Teilnehmen kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist und bereits
Erfahrungen mit Komplementärmedizin bei einem Arzt oder Heilpraktiker
gemacht hat. Die Daten werden anonym ausgewertet. Teilnehmer erhalten
eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro.
Interessenten wenden sich bitte an:
Studienärztin Katharina Glassen
Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung
Universitätsklinikum Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 82 32 (vormittags)
E-Mail: katharina.glassen@med.uni-heidelberg.de